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Statistiken zu Japan

Die Bevölkerung von Japan betrug 2018 rund 126,5 Millionen Menschen. Damit steht Japan auf Rang zehn der bevölkerungsreichsten Staaten. Diesen Paltz wird Japan zukünftig aller Wahrscheinlichkeit nach einbüßen, denn Japan ist besonders stark vom demografischen Wandel betroffen und vergreist zusehends. So hat Japan mit rund 84 Jahren die zweithöchste Lebenserwartung weltweit, gleichzeitig ist die Fertilitätsrate mit 1,43 Kindern je Frau (2017) sehr niedrig und findet sich unter den 20 Ländern mit der niedrigsten Fertilitätsraten weltweit wieder.

Während viele Industrienationen ihre geringe Fertilitätsrate durch Zuwanderung zumindest teilweise ausgleichen, verfolgte Japan über Jahrzehnte eine sehr restriktive Zuwanderungspolitik. Japan hat im Vergleich aller OECD-Staaten einen sehr niedrigen Ausländeranteil. In den vergangenen Jahren setzte in Japans Politik zwar ein Umdenken ein und die Einwanderung wird erstmals gefördert, die Nachhaltigkeit dieser Strategie bleibt jedoch zweifelhaft. Im Ergebnis ist Japan das Land mit dem höchsten Durchschnittsalter weltweit (48,4 Jahre) und auch der Staat mit dem höchsten Anteil an über 65-Jährigen an der Bevölkerung (28 Prozent). Die zunehmende Alterung der japanischen Gesellschaft lässt sich auch an der Entwicklung der Altersstruktur ablesen. Aufgrund der geringen Landesfläche ist die Besiedlung sehr dicht: Mehr als 91,6 Prozent der Einwohner leben in Städten (2018); die größten Metropolen sind Tokyo, Yokohama und Osaka. Tokio gilt, je nach Definition, auch als größte Metropole Asiens. Die Bevölkerungsdichte liegt bei rund 347 Einwohnern pro Quadratkilometer (Deutschland: circa 237 Einwohner pro Quadratkilometer).

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 4,97 Billionen US-Dollar (2018) ist Japan zwar immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, das Land verzeichnete im Jahr 2012 aber noch ein BIP von rund 6,2 Billionen US-Dollar. Für das Jahr 2019 wird mit rund 5,15 Billionen US-Dollar der höchste Wert seit 2012 prognostiziert. Dementsprechend verzeichnet das Land relativ schwache, teilweise negative Wachstumsraten: Das Wirtschaftswachstum Japans betrug im Jahr 2018 rund 0,8 Prozent, für 2019 werden rund 0,9 Prozent erwartet. Nicht nur Schwellenländer wie China oder Indien erreichen teils weitaus höhere Wachstumsraten. Im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf steht Japan mit geschätzt rund 39.300 US-Dollar je Einwohner (2018) aber noch deutlich vor diesen Staaten. Die Arbeitslosenquote in Japan ist niedrig; sie lag 2018 bei geschätzt rund 2,4 Prozent und verringert sich weiter, was jedoch auch dem Umstand einer überalternden Gesellschaft geschuldet sein dürfte und damit einhergehend dem sinkenden Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter. Seit Jahren verzeichnete Japan eine extrem niedrige Inflation, die nicht nur im Zeitraum 2009 bis einschließlich 2012 in eine Deflation (Absinken der Preise) überging. Im Jahr 2014 betrug die Inflationsrate circa 2,8 Prozent - der höchste Wert seit über 20 Jahren. Im Jahr 2018 konnte ein Anstieg der Preise um rund ein Prozent verzeichnet werden.

Im Jahr 2018 exportierte Japan Waren im Wert von rund 738,4 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 748,7 Milliarden US-Dollar. Damit ist Japan noch das viertgrößte Exportland, auch wenn der Höchststand aus dem Jahr 2011, in dem Japan noch Waren im Wert von rund 823 Milliarden US-Dollar exportierte, in den Folgejahren verfehlt wurde. Seit 2016 ist wieder ein Anstieg der Exporte zu beobachten. Im Ranking der größten Importnationen belegt Japan ebenfalls den vierten Platz. Nachdem das Land jahrelang Handelsbilanzüberschüsse erzielte, verzeichnete Japan im Zeitraum 2011 bis 2015 ein Defizit in der Handelsbilanz, das mit rund 122 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 seinen Höhepunkt erreichte. Nachdem 2016 und 2017 wieder Handelsüberschüsse erzielt wurden, hat das Land auch 2018 wieder ein Handelsbilanzdefizit von rund 10,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Wichtigste Handelspartner sowohl im Export als auch im Import sind China und die USA.

Japans Staatsfinanzen sind durch eine extrem hohe Verschuldung gekennzeichnet: So ist Japan mit einer prognostizierten Schuldenquote von geschätzt 237,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (2018) mit Abstand das Land mit der höchsten Staatsverschuldung. Seit 2016 hat sich die Schuldenquote Japans auf diesem hohen Niveau eingependelt. Auch das Staatsdefizit von geschätzt rund 2,9 Prozent (2018) ist vergleichsweise hoch, zählt jedoch nicht zu den höchsten Defizitquoten weltweit.

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