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Statistiken zur Religion in Österreich

Statistik: Anzahl der Gläubigen von Religionen in Österreich | Statista Konfessionsübergreifend glauben laut einer Umfrage von 2018 rund drei Viertel (73 Prozent) der Österreicher an einen Gott. Gemäß der gleichen Erhebung bezeichnen sich 63 Prozent als religiös, 29 Prozent als nicht-religiös und 4 Prozent als überzeugte Atheisten. Die letzten amtlichen Zahlen zur tatsächlichen Religionszugehörigkeit in Österreich stammen aus der Volkszählung im Jahr 2001; in den nachfolgenden Registerzählungen ist dieses Merkmal nicht mehr enthalten. Ein Überblick über die Verbreitung der Konfessionen im Land lässt sich daher nur über die Angaben der einzelnen Religionsgemeinschaften verschaffen. Zwar sind diese von unterschiedlicher Aktualität und Qualität, bieten aber dennoch eine gute Annäherung an die Religionslandschaft in Österreich. Demnach ist die katholische Kirche mit rund 4,9 Millionen Mitgliedern (Ende 2020) die mit Abstand bedeutendste Glaubensgemeinschaft, gefolgt von den circa 775.000 orthodoxen Christen (2018) sowie den geschätzt etwa 700.000 Muslimen (2016). Die evangelischen Kirchen kamen Ende 2020 auf knapp 279.000 Mitglieder; alle übrigen Religionen haben deutlich weniger Anhänger.

Katholische Kirche

Statistik: Anzahl der Katholiken in Österreich | Statista Obwohl Österreich also sehr katholisch geprägt ist, nimmt die Zahl der Kirchenmitglieder seit Jahren ab. Zwar stellten die Katholiken Ende 2019 mit einem Bevölkerungsanteil von 55 Prozent weiter die Mehrheit im Land - zehn Jahre zuvor hatte ihr Anteil aber noch 65 Prozent betragen. Ebenso rückläufig ist der Besuch katholischer Gottesdienste. Die Abnahme hat zum einen demografische Gründe (mehr Sterbefälle als Taufen), verweist jedoch auch auf eine bewusste Abwendung von der Kirche: So traten allein im Jahr 2020 rund 58.500 Personen aus der katholischen Kirche aus; auf dem Höhepunkt der Diskussion über kirchlichen Missbrauch 2010 waren es sogar circa 86.000 Austritte gewesen. Dennoch ist die katholische Kirche in Österreich sehr finanzstark: Insgesamt nahm sie im Jahr 2019 etwa 637,4 Millionen Euro ein und gab über 641 Millionen Euro aus.

Evangelische Kirche

Auch die Mitgliedszahlen der evangelischen Kirche in Österreich sind insgesamt rückläufig; ihr Bevölkerungsanteil lag Ende 2020 bei 3,1 Prozent. Im Jahr 2020 traten rund 5.380 Personen aus der evangelischen Kirche nach Augsburger Bekenntnis (A.B.) aus; das waren weniger als im Vorjahr. Dem standen circa 1.640 Taufen gegenüber; der mit Abstand niedrigste Wert der letzten Jahre.

Islam

Statistik: Anzahl der Muslime in Österreich | Statista Anders als bei den Christen hat die Zahl der Muslime in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen; ihr Bevölkerungsanteil stieg dementsprechend von 0,3 Prozent im Jahr 1971 auf 8 Prozent 2016. Dieses Wachstum erklärt sich vor allem durch die Einwanderung aus der Türkei, den muslimischen Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens sowie in den letzten Jahren der Flüchtlinge aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum. Insgesamt gab es Anfang 2019 278 islamische Vereine und Moscheen. Viele Österreicher stehen dem Islam skeptisch gegenüber: Laut einer im Februar 2021 durchgeführten Befragung bewerten 59 Prozent das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen als schlecht, nur 27 Prozent als gut. Einer Erhebung aus dem Frühjahr 2017 zufolge gehört für 73 Prozent der Befragten der Islam nicht zu Österreich.

Judentum und Antisemitismus

Die Juden sind mit rund 8.120 Mitgliedern eine recht kleine Glaubensgemeinschaft in Österreich. Dennoch sehen sie sich zunehmend Anfeindungen ausgesetzt: 2020 wurde mit 585 antisemitischen Vorfällen ein neuer Höchststand registriert. Bei einer Mitte 2018 durchgeführten Umfrage gaben 33 Prozent an, Sorge vor verbalen Beleidigungen oder Belästigungen zu haben; 24 Prozent befürchteten sogar körperliche Übergriffe. Das Stimmungsbild in der Gesamtbevölkerung ist allerdings zwiegespalten: Laut einer Erhebung aus dem Dezember 2018 halten 47 Prozent der Befragten Antisemitismus für ein Problem in Österreich; 46 Prozent und damit fast ebenso viele sehen dies aber nicht so. Manche antisemitischen Aussagen erreichen Zustimmungsraten um die 30 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Religion in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Glaube und Religiosität

Katholische Kirche

Evangelische Kirche

Islam

Judentum und Antisemitismus

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Religion in Österreich".

Religion in Österreich

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Statistiken zur Religion in Österreich

Statistik: Anzahl der Gläubigen von Religionen in Österreich | Statista Konfessionsübergreifend glauben laut einer Umfrage von 2018 rund drei Viertel (73 Prozent) der Österreicher an einen Gott. Gemäß der gleichen Erhebung bezeichnen sich 63 Prozent als religiös, 29 Prozent als nicht-religiös und 4 Prozent als überzeugte Atheisten. Die letzten amtlichen Zahlen zur tatsächlichen Religionszugehörigkeit in Österreich stammen aus der Volkszählung im Jahr 2001; in den nachfolgenden Registerzählungen ist dieses Merkmal nicht mehr enthalten. Ein Überblick über die Verbreitung der Konfessionen im Land lässt sich daher nur über die Angaben der einzelnen Religionsgemeinschaften verschaffen. Zwar sind diese von unterschiedlicher Aktualität und Qualität, bieten aber dennoch eine gute Annäherung an die Religionslandschaft in Österreich. Demnach ist die katholische Kirche mit rund 4,9 Millionen Mitgliedern (Ende 2020) die mit Abstand bedeutendste Glaubensgemeinschaft, gefolgt von den circa 775.000 orthodoxen Christen (2018) sowie den geschätzt etwa 700.000 Muslimen (2016). Die evangelischen Kirchen kamen Ende 2020 auf knapp 279.000 Mitglieder; alle übrigen Religionen haben deutlich weniger Anhänger.

Katholische Kirche

Statistik: Anzahl der Katholiken in Österreich | Statista Obwohl Österreich also sehr katholisch geprägt ist, nimmt die Zahl der Kirchenmitglieder seit Jahren ab. Zwar stellten die Katholiken Ende 2019 mit einem Bevölkerungsanteil von 55 Prozent weiter die Mehrheit im Land - zehn Jahre zuvor hatte ihr Anteil aber noch 65 Prozent betragen. Ebenso rückläufig ist der Besuch katholischer Gottesdienste. Die Abnahme hat zum einen demografische Gründe (mehr Sterbefälle als Taufen), verweist jedoch auch auf eine bewusste Abwendung von der Kirche: So traten allein im Jahr 2020 rund 58.500 Personen aus der katholischen Kirche aus; auf dem Höhepunkt der Diskussion über kirchlichen Missbrauch 2010 waren es sogar circa 86.000 Austritte gewesen. Dennoch ist die katholische Kirche in Österreich sehr finanzstark: Insgesamt nahm sie im Jahr 2019 etwa 637,4 Millionen Euro ein und gab über 641 Millionen Euro aus.

Evangelische Kirche

Auch die Mitgliedszahlen der evangelischen Kirche in Österreich sind insgesamt rückläufig; ihr Bevölkerungsanteil lag Ende 2020 bei 3,1 Prozent. Im Jahr 2020 traten rund 5.380 Personen aus der evangelischen Kirche nach Augsburger Bekenntnis (A.B.) aus; das waren weniger als im Vorjahr. Dem standen circa 1.640 Taufen gegenüber; der mit Abstand niedrigste Wert der letzten Jahre.

Islam

Statistik: Anzahl der Muslime in Österreich | Statista Anders als bei den Christen hat die Zahl der Muslime in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen; ihr Bevölkerungsanteil stieg dementsprechend von 0,3 Prozent im Jahr 1971 auf 8 Prozent 2016. Dieses Wachstum erklärt sich vor allem durch die Einwanderung aus der Türkei, den muslimischen Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens sowie in den letzten Jahren der Flüchtlinge aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum. Insgesamt gab es Anfang 2019 278 islamische Vereine und Moscheen. Viele Österreicher stehen dem Islam skeptisch gegenüber: Laut einer im Februar 2021 durchgeführten Befragung bewerten 59 Prozent das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen als schlecht, nur 27 Prozent als gut. Einer Erhebung aus dem Frühjahr 2017 zufolge gehört für 73 Prozent der Befragten der Islam nicht zu Österreich.

Judentum und Antisemitismus

Die Juden sind mit rund 8.120 Mitgliedern eine recht kleine Glaubensgemeinschaft in Österreich. Dennoch sehen sie sich zunehmend Anfeindungen ausgesetzt: 2020 wurde mit 585 antisemitischen Vorfällen ein neuer Höchststand registriert. Bei einer Mitte 2018 durchgeführten Umfrage gaben 33 Prozent an, Sorge vor verbalen Beleidigungen oder Belästigungen zu haben; 24 Prozent befürchteten sogar körperliche Übergriffe. Das Stimmungsbild in der Gesamtbevölkerung ist allerdings zwiegespalten: Laut einer Erhebung aus dem Dezember 2018 halten 47 Prozent der Befragten Antisemitismus für ein Problem in Österreich; 46 Prozent und damit fast ebenso viele sehen dies aber nicht so. Manche antisemitischen Aussagen erreichen Zustimmungsraten um die 30 Prozent.

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