Corporate-Lösungen testen?
+49 (40) 284841-968
kundenservice@statista.com

Islam: Daten und Fakten zu Muslimen in Deutschland und weltweit

Der Islam gehört unzweifelhaft zu Deutschland: Zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Menschen aller muslimischen Glaubensrichtungen leben in Deutschland, womit der Islam hierzulande die drittgrößte Glaubensgemeinschaft darstellt. Dieser Weltreligion gehören dabei insgesamt etwa 1,9 Milliarden Menschen an, was einem Anteil von etwa einem Viertel der Weltbevölkerung entspricht – mit steigender Tendenz. Bis heute gibt es allerdings nur wenige strukturierte Studien und Erhebungen zum Islam und den Muslimen, weswegen bei einigen Angaben auf mit Unsicherheiten behaftete Schätzungen oder Prognosen zurückgegriffen werden muss.

Muslimisches Leben in Deutschland: Vielfältig und Gegenstand gesellschaftlicher Debatten

Bis zu den 1950er-Jahren galt der Islam in Deutschland als wenig verbreitet, nur in einzelnen Großstädten lebten Muslime. Durch die Einwanderung angeworbener Arbeitskräfte (sogenannte Gastarbeiter) aus der Türkei, Tunesien, Marokko und anderen Staaten kamen immer mehr Muslime nach Deutschland. Bis heute ist die Türkei das wichtigste Herkunftsland von in Deutschland lebenden Muslimen mit Migrationshintergrund. Während die christlichen Religionen in Deutschland mit Kirchenaustritten hadern und ihre Mitgliedzahlen sinken, zählt der Islam auch in Deutschland zu den wachsenden Religionen. Die Realität muslimischen Lebens zeigt sich hierzulande beispielsweise in den etwa 300 städtebaulich erkennbaren Moscheen oder anhand immer häufiger durchgeführten Bestattungen auf islamischen Grabfeldern. Lokale islamische Verbände und Gemeinden, die teils in bundesweiten Dachverbänden organisiert sind, stellen wichtige Anlaufpunkte für soziale Dienstleistungen wie Teestuben oder Jugendangebote dar. Der Islam ist dabei auch immer wieder Thema gesellschaftlicher Debatten: Etwa im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise, da ein Großteil der Asylbewerber in Deutschland dem muslimischen Glauben angehört, oder zuletzt zu der Frage, wie die Ausbildung religiösen Personals für deutsche muslimische Gemeinden zu handhaben sei. Zu diesem Zweck startet 2021 die erste unabhängige Imamausbildung in Deutschland am Islamkolleg in Osnabrück mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – bisher wird muslimisches religiöses Personal vor allem aus dem Ausland nach Deutschland entsandt.

Islamistischer Terror im Fokus der Sicherheitsbehörden - Vorurteile und Islamfeindlichkeit wachsen

Im Gegensatz zur weit überwiegenden Mehrheit von Anhängern des Islams legen Islamisten den islamischen Glauben als absolute Ordnung des privaten und gesellschaftlichen Lebens aus und stehen dabei freiheitlichen Grundideen und demokratischen Prinzipien feindlich gegenüber. Der Verfassungsschutz schätzte für das Jahr 2019 das Personenpotenzial von Islamisten in Deutschland auf rund 28.000 Personen. Vertreter dieser extremistischen Glaubensrichtung zeichnen für große Teile des medial präsenten Terrorismus verantwortlich und bilden Organisationen wie den Islamischen Staat, die Taliban oder Boko Haram. Durch diese extremistischen Strömungen und Taten wird der Islam oft als radikale Religion mit einem ideologischen Weltbild wahrgenommen, eine Vorverurteilung, mit der Muslime in Deutschland und weltweit zu kämpfen haben. Zahlreiche Initiativen weisen darauf hin, dass die terroristischen Taten nicht im Namen der breiten islamischen Bevölkerung verübt werden. Die Angst vor dem Islam in Deutschland wächst dennoch: Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2019 schätzten rund 57 Prozent der befragten Personen in Deutschland den Islam als bedrohlich ein. Das Resultat ist eine Ausgrenzung von und Abgrenzung gegenüber der muslimischen Bevölkerung. Die Anzahl der islamfeindlichen Gewalttaten in Deutschland lag im Jahr 2018 bei insgesamt 74 Delikten, ein Zuwachs von mehr als 30 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Muslime & Islam" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Weltreligion Islam

Muslimisches Leben in Deutschland

Islamfeindlichkeit und Islamismus

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Muslime & Islam".

Islam in Deutschland

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Islam: Daten und Fakten zu Muslimen in Deutschland und weltweit

Der Islam gehört unzweifelhaft zu Deutschland: Zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Menschen aller muslimischen Glaubensrichtungen leben in Deutschland, womit der Islam hierzulande die drittgrößte Glaubensgemeinschaft darstellt. Dieser Weltreligion gehören dabei insgesamt etwa 1,9 Milliarden Menschen an, was einem Anteil von etwa einem Viertel der Weltbevölkerung entspricht – mit steigender Tendenz. Bis heute gibt es allerdings nur wenige strukturierte Studien und Erhebungen zum Islam und den Muslimen, weswegen bei einigen Angaben auf mit Unsicherheiten behaftete Schätzungen oder Prognosen zurückgegriffen werden muss.

Muslimisches Leben in Deutschland: Vielfältig und Gegenstand gesellschaftlicher Debatten

Bis zu den 1950er-Jahren galt der Islam in Deutschland als wenig verbreitet, nur in einzelnen Großstädten lebten Muslime. Durch die Einwanderung angeworbener Arbeitskräfte (sogenannte Gastarbeiter) aus der Türkei, Tunesien, Marokko und anderen Staaten kamen immer mehr Muslime nach Deutschland. Bis heute ist die Türkei das wichtigste Herkunftsland von in Deutschland lebenden Muslimen mit Migrationshintergrund. Während die christlichen Religionen in Deutschland mit Kirchenaustritten hadern und ihre Mitgliedzahlen sinken, zählt der Islam auch in Deutschland zu den wachsenden Religionen. Die Realität muslimischen Lebens zeigt sich hierzulande beispielsweise in den etwa 300 städtebaulich erkennbaren Moscheen oder anhand immer häufiger durchgeführten Bestattungen auf islamischen Grabfeldern. Lokale islamische Verbände und Gemeinden, die teils in bundesweiten Dachverbänden organisiert sind, stellen wichtige Anlaufpunkte für soziale Dienstleistungen wie Teestuben oder Jugendangebote dar. Der Islam ist dabei auch immer wieder Thema gesellschaftlicher Debatten: Etwa im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise, da ein Großteil der Asylbewerber in Deutschland dem muslimischen Glauben angehört, oder zuletzt zu der Frage, wie die Ausbildung religiösen Personals für deutsche muslimische Gemeinden zu handhaben sei. Zu diesem Zweck startet 2021 die erste unabhängige Imamausbildung in Deutschland am Islamkolleg in Osnabrück mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – bisher wird muslimisches religiöses Personal vor allem aus dem Ausland nach Deutschland entsandt.

Islamistischer Terror im Fokus der Sicherheitsbehörden - Vorurteile und Islamfeindlichkeit wachsen

Im Gegensatz zur weit überwiegenden Mehrheit von Anhängern des Islams legen Islamisten den islamischen Glauben als absolute Ordnung des privaten und gesellschaftlichen Lebens aus und stehen dabei freiheitlichen Grundideen und demokratischen Prinzipien feindlich gegenüber. Der Verfassungsschutz schätzte für das Jahr 2019 das Personenpotenzial von Islamisten in Deutschland auf rund 28.000 Personen. Vertreter dieser extremistischen Glaubensrichtung zeichnen für große Teile des medial präsenten Terrorismus verantwortlich und bilden Organisationen wie den Islamischen Staat, die Taliban oder Boko Haram. Durch diese extremistischen Strömungen und Taten wird der Islam oft als radikale Religion mit einem ideologischen Weltbild wahrgenommen, eine Vorverurteilung, mit der Muslime in Deutschland und weltweit zu kämpfen haben. Zahlreiche Initiativen weisen darauf hin, dass die terroristischen Taten nicht im Namen der breiten islamischen Bevölkerung verübt werden. Die Angst vor dem Islam in Deutschland wächst dennoch: Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2019 schätzten rund 57 Prozent der befragten Personen in Deutschland den Islam als bedrohlich ein. Das Resultat ist eine Ausgrenzung von und Abgrenzung gegenüber der muslimischen Bevölkerung. Die Anzahl der islamfeindlichen Gewalttaten in Deutschland lag im Jahr 2018 bei insgesamt 74 Delikten, ein Zuwachs von mehr als 30 Prozent.

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.
Statista Locations
Kontakt Jens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

Kontakt Hadley Ward
Hadley Ward
Sales Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

Kontakt Ziyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

Kontakt Kisara Mizuno
Kisara Mizuno
Customer Success Manager– Kontakt (Asien)

Mon - Fri, 9:30am - 5:30pm (JST)

Kontakt Lodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

Kontakt Catalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LAC– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)