Gesamtbevölkerung von Ungarn bis 2018

Ungarn: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Gesamtbevölkerung von Ungarn bis 2018 Die Einwohnerzahl von Ungarn verringert sich kontinuierlich seit über 35 Jahren und beträgt im Jahr 2018 geschätzt rund 9,8 Millionen Menschen. Die Geburtenrate in Ungarn liegt noch unter dem bereits sehr niedrigen EU-Durchschnitt und ist zu gering um auch nur die Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Die natürliche Bevölkerungsentwicklung in Ungarn ist daher deutlich negativ.
Keine Geburten – keine Migration – keine Perspektive

Ungarn vertritt als Mitglied der Visegrád-Gruppe (V4) eine restriktive Migrations- und Asylpolitik. Tatsächlich ist der Migrationssaldo von Ungarn aufgrund der gesetzlich festgeschriebenen Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU zwar seit Jahren positiv, aber viel zu gering um die ebenfalls geringe Geburtenrate zumindest ausgleichen zu können.
Die Personenfreizügigkeit ist dabei ein Grundrecht aller EU-Bürger, von dem besonders die Ungarn selbst profitieren: Rund 450.000 ungarische Staatsbürger sind in ein anderes EU-Land migriert, während nach Ungarn rund 78.000 EU-Bürger ihren Lebensmittelpunkt verlagerten.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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Ungarn: Gesamtbevölkerung von 2008 bis 2018 (in Millionen Einwohner)

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Einwohner in Millionen
2018*9,78
20179,8
20169,83
20159,86
20149,88
20139,91
20129,93
20119,99
201010,01
200910,03
200810,05
Einwohner in Millionen
2018*9,78
20179,8
20169,83
20159,86
20149,88
20139,91
20129,93
20119,99
201010,01
200910,03
200810,05

Quelle: IMF

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von Bruno Urmersbach, zuletzt geändert am 29.04.2019
Die Einwohnerzahl von Ungarn verringert sich kontinuierlich seit über 35 Jahren und beträgt im Jahr 2018 geschätzt rund 9,8 Millionen Menschen. Die Geburtenrate in Ungarn liegt noch unter dem bereits sehr niedrigen EU-Durchschnitt und ist zu gering um auch nur die Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Die natürliche Bevölkerungsentwicklung in Ungarn ist daher deutlich negativ.
Keine Geburten – keine Migration – keine Perspektive

Ungarn vertritt als Mitglied der Visegrád-Gruppe (V4) eine restriktive Migrations- und Asylpolitik. Tatsächlich ist der Migrationssaldo von Ungarn aufgrund der gesetzlich festgeschriebenen Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU zwar seit Jahren positiv, aber viel zu gering um die ebenfalls geringe Geburtenrate zumindest ausgleichen zu können.
Die Personenfreizügigkeit ist dabei ein Grundrecht aller EU-Bürger, von dem besonders die Ungarn selbst profitieren: Rund 450.000 ungarische Staatsbürger sind in ein anderes EU-Land migriert, während nach Ungarn rund 78.000 EU-Bürger ihren Lebensmittelpunkt verlagerten.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung oder Migration?

Grundsätzlich kann bei der Bevölkerungsentwicklung zwischen dem natürlichen Bevölkerungswachstum und der Zuwachsrate (allgemeines Bevölkerungswachstum) unterschieden werden:
  • natürliches Bevölkerungswachstum
  • Das natürliche Bevölkerungswachstum ergibt sich aus der Verrechnung von Geburten und Todesfällen.
  • Zuwachsrate
  • Bei der Zuwachsrate wird das natürliche Bevölkerungswachstum mit dem Migrationssaldo, also dem Saldo aus Immigration (Einwanderung) und Emigration (Auswanderung) verrechnet.
  • Zusammenhang
  • Industrieländer benötigen im Allgemeinen eine Geburtenrate (Fertilitätsrate) von durchschnittlich 2,1 Kindern je Frau, um den Bestand der Population konstant zu halten (Bestandhaltungsniveau). Für ein positives Bevölkerungswachstum wird dementsprechend eine höhere Geburtenrate oder ein positiver Migrationssaldo benötigt.
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