Statistiken zur Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist ein Staat in Mitteleuropa. Der Name leitet sich vom Kanton Schwyz ab, einem der Ursprungsgebiete des heutigen Landes. Die Schweiz ist untergliedert in 26 Kantone, sieben Großregionen und vier Sprachräume: Die Deutschschweiz, die den größten Teil des Territoriums und der Bevölkerung umfasst, die französisch geprägte Westschweiz oder Romandie und das italienischsprachige Tessin sowie rätoromanische Gebiete im Südosten. Die Landschaft lässt sich grob unterteilen in das Jura-Gebirge im Nordwesten, das hügelige bis flache Mittelland sowie die Alpen im Süden, die inklusive ihrer Ausläufer 60 Prozent der Landesfläche bedecken.

Die Bevölkerung der Schweiz betrug Ende 2017 rund 8,5 Millionen Menschen. Die größten Städte sind Zürich, Genf und Basel. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, 2017 um 0,7 Prozent. Das Wachstum ist überwiegend auf die vermehrte Zuwanderung zurückzuführen. Ansonsten zeigt sich, wie in anderen Industrieländern, auch in der Schweiz ein demografischer Wandel mit einem steigenden Bevölkerungsanteil von Senioren sowie weniger jungen Menschen und daraus resultierend einem höheren Durchschnittsalter von 42,1 Jahren (2016). Dazu trägt auch die hohe Lebenserwartung bei: Diese lag für Neugeborene im Jahr 2016 durchschnittlich bei 83,2 Jahren und ist damit eine der höchsten weltweit. Generell gilt die Schweiz als eines der Länder mit der besten Lebensqualität und belegt Spitzenplätze in Rankings wie dem Human Development Index oder dem Global Peace Index.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz betrug 2017 rund 668,2 Milliarden Schweizer Franken. Damit steht sie auf Rang 19 der größten Volkswirtschaften der Welt. Rechnet man das BIP jedoch auf die Einwohnerzahl um, belegt das Land mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 78.700 Schweizer Franken (2016) Platz zwei weltweit, übertroffen nur noch von Luxemburg. Die Schweiz gilt als die Volkswirtschaft mit der höchsten Wettbewerbsfähigkeit und ebenso als das innovativste Land weltweit. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2017 1 Prozent und war damit schwächer als 2016 mit 1,4 Prozent, was aber z.T. auch auf statistische Sondereffekte zurückzuführen ist.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz lag 2017 bei 3,2 Prozent nach nationaler und 4,8 Prozent nach internationaler Definition. Damit war sie geringfügig niedriger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenzahl betrug rund 143.140 Personen nach nationaler und 234.000 nach internationaler Zählweise. Dem standen circa 5 Millionen Erwerbstätige gegenüber. Die Erwerbstätigenquote (bezogen auf die ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren) lag bei 65,2 Prozent.

Die Inflationsrate in der Schweiz war im Jahr 2017 mit 0,5 Prozent zum ersten Mal seit 2011 wieder positiv; zuvor waren die Konsumentenpreise stets gesunken (Deflation). Die Produzentenpreise hingegen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten sehr hoch: So lag das Preisniveau in der Schweiz 2016 um 67,7 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten, und auch im Big-Mac-Index belegt sie die Spitzenposition weltweit.

Im Jahr 2017 exportierte die Schweiz Waren im Wert von rund 220,4 Milliarden Schweizer Franken und importierte Güter für circa 185,6 Milliarden Schweizer Franken (jeweils ohne Edelmetalle sowie Kunst und Antiquitäten). Die Handelsbilanz ist traditionell positiv, d.h. es werden Überschüsse erzielt. Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union, hat aber über die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) Zugang zum EU-Binnenmarkt. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner sowohl beim Export als auch beim Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung der Schweiz betrug 2017 nach vorläufigen Zahlen rund 198,3 Milliarden Schweizer Franken, was einer Schuldenquote von 29,7 Prozent des BIP entsprach. Sowohl der absolute Schuldenstand als auch die Quote stiegen damit gegenüber dem Vorjahr an. In der Regel erwirtschaftet die Schweiz einen Überschuss im Staatshaushalt; 2017 lag dieser bei rund 8,2 Milliarden Schweizer Franken und die entsprechende Überschussquote bei 1,2 Prozent des BIP. Beide Werte waren deutlich höher als im Vorjahr.

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