Statistiken zur Schweiz

Veröffentlicht von Martin Mohr, 07.08.2019
Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist ein Staat in Mitteleuropa. Der Name leitet sich vom Kanton Schwyz ab, einem der Ursprungsgebiete des heutigen Landes. Die Schweiz ist untergliedert in 26 Kantone, sieben Großregionen und vier Sprachräume: Die Deutschschweiz, die den größten Teil des Territoriums und der Bevölkerung umfasst, die französisch geprägte Westschweiz oder Romandie und das italienischsprachige Tessin sowie rätoromanische Gebiete im Südosten. Die Landschaft lässt sich grob unterteilen in das Jura-Gebirge im Nordwesten, das hügelige bis flache Mittelland sowie die Alpen im Süden, die inklusive ihrer Ausläufer 60 Prozent der Landesfläche bedecken.

Die Bevölkerung der Schweiz betrug Ende 2018 rund 8,5 Millionen Menschen. Die größten Städte sind Zürich, Genf und Basel. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, 2018 mit 0,7 Prozent allerdings schwächer als in den Vorjahren. Das Wachstum ist überwiegend auf die Zuwanderung zurückzuführen. Ansonsten zeigt sich, wie in anderen Industrieländern, auch in der Schweiz ein demografischer Wandel mit einem steigenden Bevölkerungsanteil von Senioren sowie weniger jungen Menschen und daraus resultierend einem höheren Durchschnittsalter von 42,5 Jahren (2017). Dazu trägt auch die hohe Lebenserwartung bei, die für im Jahr 2018 Neugeborene bei 85,4 (Frauen) bzw. 81,7 Jahren (Männer) lag. Generell gilt die Schweiz als eines der Länder mit der besten Lebensqualität und belegt Spitzenplätze in Rankings wie dem Human Development Index.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz betrug 2018 rund 690 Milliarden Schweizer Franken. Damit steht sie auf Rang 20 der größten Volkswirtschaften der Welt. Rechnet man das BIP jedoch auf die Einwohnerzahl um, belegt das Land mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von circa 79.100 Schweizer Franken (2017) Platz zwei weltweit, übertroffen nur noch von Luxemburg. Die Schweiz gilt als Volkswirtschaft mit einer hohen Wettbewerbsfähigkeit und als das innovativste Land weltweit. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2018 2,5 Prozent und war damit wesentlich stärker als 2017 mit 1,6 Prozent, was aber z.T. auch auf statistische Sondereffekte zurückzuführen ist.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz lag 2018 bei 2,5 Prozent nach nationaler und 4,7 Prozent nach internationaler Definition. Damit war sie niedriger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenzahl betrug rund 118.000 Personen nach nationaler und 231.000 nach internationaler Zählweise. Dem standen circa 5,1 Millionen Erwerbstätige gegenüber. Die Erwerbstätigenquote (bezogen auf die ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren) lag bei 65,3 Prozent.

Die Inflationsrate in der Schweiz war im Jahr 2018 mit 0,9 Prozent höher als 2017 mit 0,5 Prozent. Zuvor waren die Konsumentenpreise über längere Zeit gesunken (Deflation). Die Produzentenpreise stiegen sogar um 1,3 Prozent. Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten sehr hoch: So lag das Preisniveau in der Schweiz 2018 um 59,1 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten, und auch im Big-Mac-Index belegt sie die Spitzenposition weltweit.

Im Jahr 2018 exportierte die Schweiz Waren im Wert von rund 233,2 Milliarden Schweizer Franken und importierte Güter für circa 201,8 Milliarden Schweizer Franken (jeweils ohne Edelmetalle sowie Kunst und Antiquitäten). Die Handelsbilanz ist traditionell positiv, d.h. es werden Überschüsse erzielt. Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union, hat aber über die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) Zugang zum EU-Binnenmarkt. Der wichtigste Handelspartner sowohl beim Export als auch beim Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung der Schweiz betrug 2016 (endgültige Zahlen zu den Staatsfinanzen erscheinen erst mit einigem zeitlichem Abstand) rund 191,5 Milliarden Schweizer Franken, was einer Schuldenquote von 29 Prozent des BIP entsprach. Sowohl der absolute Schuldenstand als auch die Quote gingen damit gegenüber dem Vorjahr zurück. In der Regel erwirtschaftet die Schweiz einen Überschuss im Staatshaushalt; 2016 lag dieser bei rund 2,5 Milliarden Schweizer Franken und die entsprechende Überschussquote bei 0,4 Prozent des BIP. Beide Werte waren niedriger als im Vorjahr.

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