Statistiken zur Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft ist ein Staat in Mitteleuropa. Der Name leitet sich vom Kanton Schwyz ab, einem der Ursprungsgebiete des heutigen Landes. Die Schweiz ist untergliedert in 26 Kantone, sieben Großregionen und vier Sprachräume: Die Deutschschweiz, die den größten Teil des Territoriums und der Bevölkerung umfasst, die französisch geprägte Westschweiz oder Romandie und das italienischsprachige Tessin sowie rätoromanische Gebiete im Südosten. Die Landschaft lässt sich grob unterteilen in das Jura-Gebirge im Nordwesten, das hügelige bis flache Mittelland sowie die Alpen im Süden, die inklusive ihrer Ausläufer 60 Prozent der Landesfläche bedecken.


Die Bevölkerung der Schweiz betrug Ende 2016 rund 8,4 Millionen Menschen. Die größten Städte sind Zürich, Genf und Basel. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, 2016 um 1,1 Prozent. Das Wachstum ist überwiegend auf die vermehrte Zuwanderung zurückzuführen. Ansonsten zeigt sich, wie in anderen Industrieländern, auch in der Schweiz ein demografischer Wandel mit einem steigenden Bevölkerungsanteil von Senioren sowie weniger jungen Menschen und daraus resultierend einem höheren Durchschnittsalter von 42 Jahren (2015). Dazu trägt auch die hohe Lebenserwartung bei: Diese lag für Neugeborene im Jahr 2015 durchschnittlich bei 82,8 Jahren und ist damit eine der höchsten weltweit. Generell gilt die Schweiz als eines der Länder mit der besten Lebensqualität und belegt Spitzenplätze in Rankings wie dem Human Development Index oder dem Global Peace Index.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz betrug 2016 rund 650,1 Milliarden Schweizer Franken. Damit steht sie auf Rang 19 der größten Volkswirtschaften der Welt. Rechnet man das BIP jedoch auf die Einwohnerzahl um, belegt das Land mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von circa 77.940 Schweizer Franken (2015) Platz zwei weltweit, übertroffen nur noch von Luxemburg. Die Schweiz gilt als die Volkswirtschaft mit der höchsten Wettbewerbsfähigkeit und ebenso als das innovativste Land weltweit. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2016 1,3 Prozent und legte damit wieder deutlicher zu als 2015 mit 0,8 Prozent, in der EU waren die Wachstumsraten allerdings in vielen Staaten höher.

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz lag 2016 bei 3,3 Prozent nach nationaler und 4,6 Prozent nach internationaler Definition. Damit war sie leicht höher als im Vorjahr, aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau im Vergleich zu den meisten EU-Staaten. Die Arbeitslosenzahl betrug rund 149.320 Personen nach nationaler und 226.800 nach internationaler Zählweise. Dem standen circa 5,1 Millionen Erwerbstätige gegenüber.

Die Inflationsrate in der Schweiz war im Jahr 2016 mit -0,4 Prozent negativ. Schon seit Jahren befindet sich das Land in einer Phase stagnierender oder fallender Preise (Deflation), dennoch sind die Lebenshaltungskosten weiter sehr hoch: So lag das Preisniveau der Schweiz 2015 rund 72 Prozent über dem Schnitt der EU-Staaten, und auch im Big-Mac-Index belegt sie die Spitzenposition weltweit.

Im Jahr 2016 exportierte die Schweiz Waren im Wert von rund 210,7 Milliarden Schweizer Franken und importierte Güter für circa 173,2 Milliarden Schweizer Franken (jeweils ohne Edelmetalle sowie Kunst und Antiquitäten). Die Handelsbilanz ist traditionell positiv, d.h. es werden Überschüsse erzielt. Die Schweiz ist kein Mitglied der Europäischen Union, hat aber über die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) Zugang zum EU-Binnenmarkt. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner sowohl beim Export als auch beim Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung der Schweiz betrug 2016 nach vorläufigen Zahlen rund 212,1 Milliarden Schweizer Franken, was einer Schuldenquote von 32,6 Prozent des BIP entsprach. Sowohl der absolute Schuldenstand als auch die Quote gingen damit gegenüber dem Vorjahr zurück. Im Vergleich zu den meisten EU-Ländern befindet sich die Staatsverschuldung auf einem sehr niedrigen Niveau. In der Regel erwirtschaftet die Schweiz einen Überschuss im Staatshaushalt; 2016 lag dieser bei rund 1,7 Milliarden Schweizer Franken und die entsprechende Überschussquote bei 0,2 Prozent des BIP. Beide Werte entsprachen weitgehend denen des Vorjahres.

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