Statistiken zu Afghanistan

Die Bevölkerung von Afghanistan betrug 2017 circa 35,5 Millionen Menschen. Afghanistan hat mit gut 4,6 Kindern je Frau im Jahr 2016 eine hohe, aber stetig sinkende Fertilitätsrate. Afghanistan zählt zu den Ländern mit der höchsten Säuglingssterblichkeit weltweit. 2016 starben rund 53,2 von 1.000 Säuglingen im ersten Lebensjahr. Auch die Kindersterblichkeit in Afghanistan ist hoch, wenngleich sie seit Jahren kontinuierlich sinkt; 2016 erreichten rund 7 Prozent der Kinder nicht das fünfte Lebensjahr. Insgesamt ist die Lebenserwartung in Afghanistan mit rund 63,7 Jahren (2016) niedrig, steigt in den letzten Jahren jedoch ununterbrochen an. Dementsprechend besitzt Afghanistan eine sehr junge Altersstruktur: Der Altersmedian liegt bei 17,3 Jahren; in der Liste der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter belegt Afghanistan damit Rang 13 (2015).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Afghanistan betrug 2017 circa 20,9 Milliarden US-Dollar. Für 2018 wird ein Anstieg auf 21,7 Milliarden US-Dollar erwartet. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von geschätzt etwa 601,25 US-Dollar (2018). Afghanistan gehört damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP (Rang 12). Zwar erzielte das Land zeitweise ein hohes Wirtschaftswachstum - 2012 waren es rund 14 Prozent - dieses sank jedoch anschließend rapide und wird sich 2018 laut Prognosen auf rund 2,5 Prozent belaufen. Die stark schwankende Inflationsrate betrug im Jahr 2017 moderate 5 Prozent. Der höchste Wert der letzten zehn Jahre geht auf das Jahr 2008 zurück, in dem die Teuerung rund 26,4 Prozent betrug. Die Arbeitslosigkeit im Land beträgt seit Jahren zwischen knapp 8 und 9 Prozent (2017: 8,8 Prozent).

Im Jahr 2017 exportierte Afghanistan Waren im Wert von geschätzt circa 780 Millionen US-Dollar und importierte Güter für geschätzt rund 7,7 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren verzeichnet das Land ein hohes Defizit in der Handelsbilanz. Die wichtigsten Handelspartner für Afghanistan im Export sind Pakistan und Indien. Die wichtigsten Importländer sind der Iran, Pakistan und China. Mit einer erzeugten Menge von rund 9.000 Tonnen Opium im Jahr 2017 ist Afghanistan das wichtigste Herkunftsland für Opium weltweit; der Anteil am globalen Ausstoß beträgt rund 85 Prozent.

Auf Initiative der USA waren von Herbst 2001 bis Ende 2014 ausländische Truppen in Afghanistan, um im Zuge der sogenannten ISAF-Mission das bis dahin herrschende islamistische Taliban-Regime abzusetzen und das Ziel verfolgte, gemeinsam mit der neuen afghanischen Regierung das Land zu stabilisieren. Auch die deutsche Bundeswehr war daran beteiligt. Größte Truppensteller dieser ISAF-Mission unter Führung der NATO waren die USA (28.970 Soldaten), Großbritannien (3.906 Soldaten) und Deutschland (1.599 Soldaten; alle Angaben Stand September 2014). Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen in Afghanistan 3.705 Soldaten westlicher Staaten ums Leben, davon 54 Bundeswehr-Soldaten. Mit Ablauf des 31. Dezember 2014 ist der ISAF-Einsatz offiziell beendet. Seit dem 1. Januar 2015 existiert die NATO-Folgemission Resolute Support. 2017 starben in Afghanistan rund 3.438 Zivilisten bei Kampfhandlungen, circa 7.015 wurden verletzt. Die Lage in Afghanistan ist weiterhin instabil. Insbesondere die Bedrohung durch die Taliban und auch den Islamischen Staat hat im Jahr 2018 nicht an Aktualität verloren.

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