Statistiken zu Afghanistan

Die Bevölkerung von Afghanistan beträgt 2016 geschätzt rund 32,7 Millionen Menschen. Afghanistan hat mit gut 4,8 Kindern je Frau im Jahr 2014 eine hohe, aber stetig sinkende Fertilitätsrate . Im Jahr 2014 überlebten nur rund 66 von 1.000 Neugeborenen das erste Lebensjahr, womit Afghanistan Rang 12 der Länder mit der höchsten Säuglingssterblichkeit belegt. Insgesamt ist die Lebenserwartung in Afghanistan mit rund 60,3 Jahren (2014) niedrig. Dementsprechend ist die Altersstruktur sehr jung: Der Altersmedian liegt bei 17,5 Jahren; in der Liste der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter belegt Afghanistan damit Rang 14 (Stand 2015). Im Human Development Index, der den Stand der menschlichen Entwicklung misst, wurde Afghanistan im Jahr 2015 aufgrund all dieser Umstände auf Rang 171 von 188 Staaten geführt.


Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Afghanistan betrug 2015 geschätzt rund 19 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 600 US-Dollar. Afghanistan gehört damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP (Rang 14). Zwar erzielte das Land zeitweise ein hohes Wirtschaftswachstum - 2012 waren es rund 14 Prozent - seitdem sank es aber rapide auf geschätzt 2 Prozent im Jahr 2016. Die stark schwankende Inflationsrate betrug im Jahr 2011 knapp 12 Prozent, und fiel auf einen Wert von -1,55 Prozent im Jahr 2015. Für das Jahr 2016 rechnet man mit einem Preisanstieg in Afghanistan um rund 3 Prozent. Die Arbeitslosigkeit im Land beträgt seit Jahren zwischen 8 und 9 Prozent (2014: 9,1%).

Im Jahr 2014 exportierte Afghanistan offiziell Waren im Wert von rund 570 Millionen US-Dollar und importierte Güter für circa 7,7 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren verzeichnet das Land ein Defizit in der Handelsbilanz. Der wichtigste Handelspartner für Afghanistan im Export ist Indien, die meisten Importe empfängt Afghanistan aus Pakistan.

Auf Initiative der USA waren von Herbst 2001 bis Ende 2014 ausländische Truppen in Afghanistan, um im Zuge der sogenannten ISAF-Mission das bis dahin herrschende islamistische Taliban-Regime abzusetzen und das Ziel hatte, zusammen mit der neuen afghanischen Regierung das Land zu stabilisieren. Auch die deutsche Bundeswehr war daran beteiligt. Größte Truppensteller dieser ISAF-Mission unter Führung der NATO waren die USA (28.970 Soldaten), Großbritannien (3.906 Soldaten) und Deutschland (1.599 Soldaten; alle Angaben Stand September 2014). Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen in Afghanistan 54 Bundeswehr-Soldaten ums Leben. Mit Ablauf des 31. Dezember 2014 ist der ISAF-Einsatz offiziell beendet. Seit dem 1.Januar 2015 existiert die NATO-Folgemission Resolute Support, die bis Ende 2016 dauern soll. Im letzten Jahr des ISAF-Einsatzes starben 75 ISAF-Soldaten, davon 55 US-Amerikaner.
2015 starben in Afghanistan rund 3.545 Zivilisten bei Kampfhandlungen.

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