Statistiken zu Afghanistan

Die Bevölkerung von Afghanistan betrug 2016 circa 33,4 Millionen Menschen. Afghanistan hat mit gut 4,65 Kindern je Frau im Jahr 2015 eine hohe, aber stetig sinkende Fertilitätsrate . Afghanistanzählt zu den Ländern mit der höchsten Säuglingssterblichkeit weltweit. 2015 starben rund 66,3 von 1.000 Säuglingen im ersten Lebensjahr. Auch die Kindersterblichkeit in Afghanistan ist hoch, wenngleich sie seit Jahren kontinuierlich sinkt; 2015 erreichten rund 9,1 Prozent der Kinder nicht das fünfte Lebensjahr. Insgesamt ist die Lebenserwartung in Afghanistan mit rund 60,7 Jahren (2015) niedrig. Dementsprechend ist die Altersstruktur sehr jung: Der Altersmedian liegt bei 17,3 Jahren; in der Liste der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter belegt Afghanistan damit Rang 13 (Stand 2015).


Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Afghanistan betrug 2016 circa 18,4 Milliarden US-Dollar. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 565 US-Dollar. Afghanistan gehört damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP (Rang 12). Zwar erzielte das Land zeitweise ein hohes Wirtschaftswachstum - 2012 waren es rund 14 Prozent - seitdem sank es aber rapide auf circa 2 Prozent im Jahr 2016. Die stark schwankende Inflationsrate betrug im Jahr 2016 moderate 4,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit im Land beträgt seit Jahren zwischen 8 und 9 Prozent (2016: 8,5 Prozent).

Im Jahr 2016 exportierte Afghanistan Waren im Wert von circa 520 Millionen US-Dollar und importierte Güter für circa 9,15 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren verzeichnet das Land ein hohes Defizit in der Handelsbilanz. Die wichtigsten Handelspartner für Afghanistan im Export sind Indien, Pakistan und Tadschikistan die meisten Importe empfängt Afghanistan aus Pakistan, Indien und den USA.

Auf Initiative der USA waren von Herbst 2001 bis Ende 2014 ausländische Truppen in Afghanistan, um im Zuge der sogenannten ISAF-Mission das bis dahin herrschende islamistische Taliban-Regime abzusetzen und das Ziel hatte, zusammen mit der neuen afghanischen Regierung das Land zu stabilisieren. Auch die deutsche Bundeswehr war daran beteiligt. Größte Truppensteller dieser ISAF-Mission unter Führung der NATO waren die USA (28.970 Soldaten), Großbritannien (3.906 Soldaten) und Deutschland (1.599 Soldaten; alle Angaben Stand September 2014). Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen in Afghanistan 54 Bundeswehr-Soldaten ums Leben. Mit Ablauf des 31. Dezember 2014 ist der ISAF-Einsatz offiziell beendet. Seit dem 1.Januar 2015 existiert die NATO-Folgemission Resolute Support. Im letzten Jahr des ISAF-Einsatzes starben 75 ISAF-Soldaten, davon 55 US-Amerikaner.
2016 starben in Afghanistan rund 3.498 Zivilisten bei Kampfhandlungen.

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