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Statistiken zu Afghanistan

Die Bevölkerung von Afghanistan betrug 2020 circa 32,94 Millionen Menschen. Afghanistan hat mit gut 4,3 Kindern je Frau im Jahr 2019 eine hohe, aber stetig sinkende Fertilitätsrate. Afghanistan zählt zwar nicht zu den Ländern mit der höchsten Säuglingssterblichkeit weltweit, dafür ist die Kindersterblichkeit in Afghanistan hoch - wenngleich sie seit Jahren kontinuierlich sinkt; 2019 erreichten rund 6 Prozent der Kinder nicht das fünfte Lebensjahr. Insgesamt ist die Lebenserwartung in Afghanistan mit rund 64,5 Jahren (2018) niedrig, steigt in den letzten Jahren jedoch ununterbrochen an. Dementsprechend besitzt Afghanistan eine sehr junge Altersstruktur: Der Altersmedian liegt bei 18,4 Jahren; in der Liste der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter belegt Afghanistan damit Rang 18 (2020).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Afghanistan betrug 2020 circa 19,1 Milliarden US-Dollar. Für 2021 wird ein Anstieg auf 19,9 Milliarden US-Dollar erwartet. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von geschätzt etwa 580,8 US-Dollar (2020). Afghanistan gehört damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP (Rang 11). Zwar erzielte das Land zeitweise ein hohes Wirtschaftswachstum - 2012 waren es rund 14 Prozent - dieses sank jedoch anschließend rapide und wird sich nach einem Einbruch um 5 Prozent im Jahr 2020 laut Prognosen auf ein Wachstum von rund 4 Prozent im Jahr 2021 belaufen. Die stark schwankende Inflationsrate betrug im Jahr 2020 5,61 Prozent. Der höchste Wert der letzten zehn Jahre geht auf das Jahr 2008 zurück, in dem die Teuerung rund 26,4 Prozent betrug. Die Arbeitslosigkeit im Land beträgt seit Jahren zwischen knapp 11 und 12 Prozent (2020: 11,16 Prozent).

Im Jahr 2020 exportierte Afghanistan Waren im Wert von geschätzt circa 780 Millionen US-Dollar und importierte Güter für geschätzt rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren verzeichnet das Land entsprechend ein hohes Defizit in der Handelsbilanz. Die wichtigsten Handelspartner für Afghanistan im Export sind Pakistan und Indien. Die wichtigsten Importländer sind der Iran, Pakistan und China. Mit einer erzeugten Menge von rund 6.400 Tonnen Opium im Jahr 2019 ist Afghanistan das wichtigste Herkunftsland für Opium weltweit; der Anteil an der globalen Produktion beträgt über 80 Prozent.

Auf Initiative der USA waren von Herbst 2001 bis Ende 2014 ausländische Truppen in Afghanistan, um im Zuge der sogenannten ISAF-Mission das bis dahin herrschende islamistische Taliban-Regime abzusetzen und das Ziel verfolgte, gemeinsam mit der neuen afghanischen Regierung das Land zu stabilisieren. Auch die deutsche Bundeswehr war daran beteiligt. Größte Truppensteller dieser ISAF-Mission unter Führung der NATO waren die USA (28.970 Soldaten), Großbritannien (3.906 Soldaten) und Deutschland (1.599 Soldaten; alle Angaben Stand September 2014). Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen in Afghanistan 3.705 Soldaten westlicher Staaten ums Leben, davon 53 Bundeswehr-Soldaten. Mit Ablauf des 31. Dezember 2014 ist der ISAF-Einsatz offiziell beendet. Seit dem 1. Januar 2015 existiert die NATO-Folgemission Resolute Support, wobei die USA im Jahr 2021 den Abzug aller ihrer Truppen bis zum 11. September 2021 ankündigten. 2020 starben in Afghanistan rund 3.035 Zivilisten bei Kampfhandlungen, circa 5.785 wurden verletzt. Die Lage in Afghanistan ist weiterhin instabil. Insbesondere die Bedrohung durch die Taliban und auch den Islamischen Staat hat im Jahr 2021 nicht an Aktualität verloren.

Wichtige Kennzahlen

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Die Bevölkerung von Afghanistan betrug 2020 circa 32,94 Millionen Menschen. Afghanistan hat mit gut 4,3 Kindern je Frau im Jahr 2019 eine hohe, aber stetig sinkende Fertilitätsrate. Afghanistan zählt zwar nicht zu den Ländern mit der höchsten Säuglingssterblichkeit weltweit, dafür ist die Kindersterblichkeit in Afghanistan hoch - wenngleich sie seit Jahren kontinuierlich sinkt; 2019 erreichten rund 6 Prozent der Kinder nicht das fünfte Lebensjahr. Insgesamt ist die Lebenserwartung in Afghanistan mit rund 64,5 Jahren (2018) niedrig, steigt in den letzten Jahren jedoch ununterbrochen an. Dementsprechend besitzt Afghanistan eine sehr junge Altersstruktur: Der Altersmedian liegt bei 18,4 Jahren; in der Liste der Länder mit dem niedrigsten Durchschnittsalter belegt Afghanistan damit Rang 18 (2020).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Afghanistan betrug 2020 circa 19,1 Milliarden US-Dollar. Für 2021 wird ein Anstieg auf 19,9 Milliarden US-Dollar erwartet. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von geschätzt etwa 580,8 US-Dollar (2020). Afghanistan gehört damit zu den Ländern mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP (Rang 11). Zwar erzielte das Land zeitweise ein hohes Wirtschaftswachstum - 2012 waren es rund 14 Prozent - dieses sank jedoch anschließend rapide und wird sich nach einem Einbruch um 5 Prozent im Jahr 2020 laut Prognosen auf ein Wachstum von rund 4 Prozent im Jahr 2021 belaufen. Die stark schwankende Inflationsrate betrug im Jahr 2020 5,61 Prozent. Der höchste Wert der letzten zehn Jahre geht auf das Jahr 2008 zurück, in dem die Teuerung rund 26,4 Prozent betrug. Die Arbeitslosigkeit im Land beträgt seit Jahren zwischen knapp 11 und 12 Prozent (2020: 11,16 Prozent).

Im Jahr 2020 exportierte Afghanistan Waren im Wert von geschätzt circa 780 Millionen US-Dollar und importierte Güter für geschätzt rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren verzeichnet das Land entsprechend ein hohes Defizit in der Handelsbilanz. Die wichtigsten Handelspartner für Afghanistan im Export sind Pakistan und Indien. Die wichtigsten Importländer sind der Iran, Pakistan und China. Mit einer erzeugten Menge von rund 6.400 Tonnen Opium im Jahr 2019 ist Afghanistan das wichtigste Herkunftsland für Opium weltweit; der Anteil an der globalen Produktion beträgt über 80 Prozent.

Auf Initiative der USA waren von Herbst 2001 bis Ende 2014 ausländische Truppen in Afghanistan, um im Zuge der sogenannten ISAF-Mission das bis dahin herrschende islamistische Taliban-Regime abzusetzen und das Ziel verfolgte, gemeinsam mit der neuen afghanischen Regierung das Land zu stabilisieren. Auch die deutsche Bundeswehr war daran beteiligt. Größte Truppensteller dieser ISAF-Mission unter Führung der NATO waren die USA (28.970 Soldaten), Großbritannien (3.906 Soldaten) und Deutschland (1.599 Soldaten; alle Angaben Stand September 2014). Seit Beginn des Einsatzes 2002 kamen in Afghanistan 3.705 Soldaten westlicher Staaten ums Leben, davon 53 Bundeswehr-Soldaten. Mit Ablauf des 31. Dezember 2014 ist der ISAF-Einsatz offiziell beendet. Seit dem 1. Januar 2015 existiert die NATO-Folgemission Resolute Support, wobei die USA im Jahr 2021 den Abzug aller ihrer Truppen bis zum 11. September 2021 ankündigten. 2020 starben in Afghanistan rund 3.035 Zivilisten bei Kampfhandlungen, circa 5.785 wurden verletzt. Die Lage in Afghanistan ist weiterhin instabil. Insbesondere die Bedrohung durch die Taliban und auch den Islamischen Staat hat im Jahr 2021 nicht an Aktualität verloren.

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