Raumstationen auf dem Mond, bemannte Flüge zum Mars - mit dem Artemis-Programm der NASA und den Projekten privater Raumfahrtunternehmen wie SpaceX oder Blue Origin verfolgt die weltweite Raumfahrt auch im Jahr 2025 große Ziele. Aber der
liegt nicht in prestigeträchtigen Missionen zu fernen Planeten, sondern in der Herstellung und Nutzung von Satelliten. Die USA waren auch im Jahr 2024 deutlich vor Russland
. Diese Entwicklungen werden sowohl von privaten Risikokapitalgebern als auch durch nationale Raumfahrtbehörden finanziert. So wurde das
in den letzten zehn Jahren (2015 bis 2024) um rund 40 Prozent auf 25,4 Milliarden US-Dollar erhöht und das
(Weltraumagentur der EU) fast verdoppelt. Damit investiert die weltweite Raumfahrt in alltäglich genutzte Produkte der Raumfahrt wie Satellitendaten und einen neu entfachten Wettlauf zwischen den USA und China sowie zwischen Unternehmen der
zum Mond und darüber hinaus.
Mit neuen Raumfahrzeugen noch in den 2020er Jahren bis zum Mars?
Größere Ziele wie den Bau von Raumstationen auf dem Mond, Flüge zum Mars mit AstronautInnen oder Weltraumtourismus in hotelähnlichen Raumstationen verlangen auch größere Raumfahrzeuge. So soll das Starship von SpaceX ab dem Jahr 2025 mehr als doppelt so viel Last in den Weltraum befördern können als die bisherige
stärkste Trägerrakete nach Zuladungsgewicht. Im Weltraum wieder aufgetankt, sind ab dem Jahr 2026 Flüge bis zum Mars geplant. Fliegt das Starship dabei noch mit konventionellen Raketentreibstoffen, forscht die NASA an neuen Antriebstechnologien wie beispielsweise der Nutzung von Nukleartechnologie (Nuclear Thermal Propulsion) oder elektromagnischen Feldern (Solar Electric Propulsion).
Gleich mehrere geplante Raumstationen wollen die Internationale Raumstation ISS ablösen. Dabei ist die „Axiom“ von Axiom Space aus den USA die
Raumstation mit dem größten Volumen. Mit der zehn Personen Platz bietenden Raumstation „Orbital Reef“ soll ab den 2030er Jahren das
Tourismusangebot im Weltraum weiter ausgebaut werden.
Mitarbeiterrekord in der deutschen Raumfahrtindustrie
Wichtigste Akteur in er europäischen Raumfahrtindustrie ist die European Space Agency (ESA), an der
Frankreich, Deutschland, Italien und das Vereinigte Königreich maßgeblich beteiligt sind. In der deutschen Raumfahrtindustrie sind
rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und sie generierte 2023 einen
Umsatz von rund drei Milliarden Euro. Dabei spielen zunehmend auch Start-ups der New Space Economy wie zum Beispiel Isar Aerospace aus München eine bedeutende Rolle. Das Unternehmen entwickelt eine Trägerrakete für Kleinstsatelliten.
Die Raumfahrtindustrie zwischen erdnahen Satelliten und Flügen zum Mars
Flüge mit AstronautInnen zum Mars und Weltraumstationen für TouristInnen sind prestigeträchtige Projekte, der lukrativste Bereich der Raumfahrt ist allerdings nach wie vor die
Satellitenindustrie. Denn von dieser hängen viele Produkte der Raumfahrt ab, die längst zum Alltag der meisten Menschen gehören. Dazu zählen neben TV-Übertragungen, mit denen die kommerzielle Nutzung des Weltraums schon in den 1960er Jahren begann, auch Mobilfunkkommunikation, Internetverbindungen und
weltweite Satellitennavigationssysteme. Die Satellitenindustrie wird auch mittelfristig die wichtigste Branche bleiben – Prognosen rechnen damit, dass sich die
Anzahl der Satelliten bis zum Jahr 2033 auf 38.000 fast verdreifacht.
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