Renault Group - Statistiken & Fakten
Pleitenkandidat findet zurück ins Wachstum
2020 stand Renault noch kurz vor der Pleite. Nur ein milliardenschwerer Staatskredit rettete den traditionsreichen Hersteller. Umstrukturierungen und ein Wiederaufbauprogramm, das unter anderem die Entwicklung neuer E-Modelle vorantrieb, sorgten für eine Stabilisation und inzwischen wieder für Wachstum. Das Nettoergebnis von Renault lag 2023 bei über 2,3 Milliarden Euro. 2024 fiel dies wieder deutlich, das operative Ergebnis von Renault blieb aber stabil und stieg weiter an.Neben Herausforderungen wie Pandemie und Lieferengpässe war Renault auch stark von dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Kriegs betroffen. Der russische Automobilhersteller AvtoVAZ, welcher vor allem für die Marke Lada bekannt ist, gehörte seit 2016 zur Renault-Gruppe. Im Jahr 2020 machte AvtoVAZ beim Umsatz nach Segmenten von Renault mit rund 2,6 Milliarden Euro einen Anteil von knapp sechs Prozent am Gesamtumsatz aus. Im Mai 2022 gab Renault den Verkauf der Anteile für einen Rubel an eine russische Staatsagentur (NAMI) bekannt. Teil der Vereinbarung war nach Angaben von Renault eine Rückkaufoption mit einer Laufzeit von sechs Jahren.
Frankreich ist der mit Abstand wichtigste Markt
Beim Absatz von Renault nach Ländern zeigt sich die Fokussierung auf den Heimatmarkt bei Renault deutlich. Fast ein Viertel aller verkauften Fahrzeuge wurde in den letzten Jahren hier abgesetzt. Bei der Betrachtung der Marktanteile von Renault nach Ländern, verzeichnete der Autobauer jedoch in Marokko und Rumänien höhere Marktanteile.Der Bestand von Pkw der Marke Renault in Deutschland geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Waren hierzulande 2013 noch knapp zwei Millionen Fahrzeuge gemeldet, lag die Zahl 2024 bei etwa 1,7 Millionen. Auch die Neuzulassungen von Renault in Deutschland fallen seit 2019 Jahr für Jahr.
Weltweit betrachtet verzeichnet Renault ein für europäische Autobauer ungewöhnliches Wachstum. Auf einzelnen Märkten steht der Hersteller jedoch vor Herausforderungen und es wird weitere Investitionen brauchen, um sich auf dem sich schnell wandelnden Automobilmarkt langfristig behaupten zu können.