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Miet- und Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen in Österreich bis 2018

Miet- und Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen in Österreich von 2008 bis 2018

von Ute Wöhrmann, zuletzt geändert am 09.08.2019
Miet- und Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen in Österreich bis 2018 Österreich ist ein Land von Mietern: Die Mietquote von Hauptwohnsitzwohnungen liegt bei 43 Prozent, ihre Eigentumsquote bei 48 Prozent. Die restlichen 9 Prozent entfallen auf mietfreie bzw. unentgeltliche Wohnverhältnisse oder Dienst- und Naturalwohnungen. Damit liegt die österreichische Wohneigentumsquote deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 69 Prozent.
Zur Begriffsklärung: Die Eigentumsquote ist der Anteil der Hauptwohnsitzhaushalte, die in Haus- oder Wohnungseigentum leben. Die Mietquote ist der Anteil aller Arten von Mietwohnungen an allen Hauptwohnsitzwohnungen. In einer Hauptwohnsitzwohnung ist laut Zentralem Melderegister (ZMR) mindestens eine Person mit Hauptwohnsitz gemeldet, wodurch sie den üblichen Aufenthaltsort von mindestens einer Person bildet.

Wohneigentumsquote im Bundesländervergleich

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Während die Wohneigentumsquote im Burgenland bei 72 Prozent liegt, kommt sie in Wien gerade einmal auf 19 Prozent. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Häuser im österreichischen Vergleich in Wien am höchsten, im Burgenland am niedrigsten sind.

Einschätzung von Miet- und Eigentumsquote

Die ärmeren Länder Europas haben die höchsten Wohneigentumsquoten: in Rumänien, Kroatien und der Slowakei liegt der Anteil bei jeweils über 90 Prozent. Dagegen liegt die Quote in den reicheren Ländern wie Österreich und beispielsweise der Schweiz, Deutschland oder Schweden unter dem europäischen Durchschnitt von 69 Prozent. Wie lässt sich das erklären?

Einerseits benötigt ein entwickelter Mietmarkt einen stabilen rechtlichen und administrativen Rahmen. Andererseits bedeutet eine hohe Mietquote, das für alle Bevölkerungsschichten eine gute Wohnversorgung besteht, also auch für jene, deren Finanzkraft den Erwerb von Wohnungseigentum nicht zulässt.

Besteht nur ein kleines Angebot an Mietwohnungen, sind auch Menschen mit geringem Einkommen gezwungen, sich ein Eigenheim anzuschaffen, was in der Folge den Erwerb von Wohnungen mit nur schlechter Qualität oder aber auch hohe Kreditraten bedeutet. Vom volkswirtschaftlichen Standpunkt her bringt eine höhere Mietquote also den Effekt mit sich, dass die Verschuldungsquote niedriger ist. Außerdem bleibt der Arbeitsmarkt flexibler, denn eine Mietwohnung lässt sich schneller wechseln als sich von Eigentum zu lösen.

Weiterführende Informationen zu Wohnimmobilien in Österreich finden sich im gleichnamigen Dossier.
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Miet- und Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen in Österreich von 2008 bis 2018

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