Statistiken zu Wohnimmobilien in der Schweiz

Wohnimmobilien sind Gebäude oder Gebäudeteile, die rein oder überwiegend Wohnzwecken dienen. Genutzt werden sie vom Eigentümer selbst oder einem Mieter. Der Wohnungsmarkt bildet zusammen mit der Grundstückswirtschaft sowie der gewerblichen und betrieblichen Immobilienbranche die Immobilienwirtschaft.

Die Wohneigentumsquote in der Schweiz lag im Jahr 2015 bei 38,4 Prozent. Sie beschreibt den Anteil der vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen (Eigentümer/in des Hauses, Stockwerk-/Wohnungseigentümer/in) am Bestand der bewohnten Wohnungen. Die höchste Wohneigentumsquote hatte der Kanton Jura mit 57,7 Prozent, die niedrigste der Kanton Basel-Stadt mit 15,5 Prozent.

Im Jahr 2016 waren 83,56 Prozent und damit der deutlich größte Teil der Gebäude mit Wohnnutzung in der Schweiz Ein- und Mehrfamilienhäuser. Einfamilienhäuser haben eine Wohnung, Mehrfamilienhäuser mehr als eine Wohnung. Die anderen Gebäude waren Wohngebäude mit Nebennutzung (11,65 Prozent) und Gebäude mit teilweiser Wohnnutzung (4,79 Prozent). Die Anzahl der Gebäude mit Wohnnutzung belief sich auf insgesamt rund 1,73 Millionen. Die meisten davon hatten 2 oder 3 Geschosse.

Der Bestand an Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Schweiz bezifferte sich im Jahr 2016 auf 989.098 bzw. 456.752. Wohnungen standen rund 4,42 Millionen zur Verfügung. Unter Wohnung wird die Gesamtheit der Räume verstanden, die eine bauliche Einheit bilden und einen eigenen Zugang entweder von außen oder von einem gemeinsamen Bereich innerhalb des Gebäudes (Treppenhaus) haben. Eine Wohnung verfügt über eine Kocheinrichtung. Mit rund 1,77 Millionen Wohnungen hatten rund 40 Prozent der Wohnungen in der Schweiz eine Wohnfläche von 60 bis 99 Quadratmeter. Außerdem waren 3- oder 4-Zimmer-Wohnungen vorherrschend: ihr Anteil lag bei etwa 55 Prozent aller Wohnungen.

Die Leerwohnungsziffer betrug 2017 1,45 Prozent, das entsprach 64.274 leer stehenden Wohnungen. Die Leerwohnungsziffer variierte zwischen den einzelnen Kantonen: die höchste Leerwohnungsziffer gab es im Kanton Solothurn (2,79 Prozent), die niedrigste im Kanton Zug (0,43 Prozent).

Unterschiedliche Preisindizes für Wohnimmobilien in der Schweiz zeigen generell eher steigende Tendenz. So stieg beispielsweise der Preisindex für Einfamilienhäuser der IAZI AG und der SIX (SWX IAZI Private House Price Index) von 2000 (104,16) bis 2017 (177,59) um 73,43 Indexpunkte (Basis 4. Quartal 1997, Index = 100). Der Preisindex für Eigentumswohnungen (SWX IAZI Condominium Price Index) stieg im selben Zeitraum ebenfalls (um 82,45 Indexpunkte): von 105,71 Punkten im Jahr 2000 auf 188,16 Punkte im Jahr 2017. Basierend auf effektiven Handänderungen repräsentieren diese Preisindizes die tatsächlichen Marktentwicklungen und berücksichtigen ebenso die unterschiedlichen Eigenschaften der gehandelten Objekte (hedonischer Index). Der Immobilienblasenindex für die Schweiz von UBS liegt seit dem 1. Quartal 2015 in der Risikozone. Eine Umfrage im Oktober und November 2017 unter Investoren unterschiedlicher Gruppen, die in den vergangenen Jahren am Schweizer Immobilienmarkt aktiv waren, ergab, dass 93 Prozent von ihnen für Wohnimmobilien an 1-a-Standorten für das Jahr 2018 von steigenden bzw. stabilen Kaufpreisen ausgehen.

Der überwiegende Teil der Schweizer war im Jahr 2017 mit internen und externen Faktoren der eigenen Wohnsituation sehr oder eher zufrieden. Interne Faktoren beziehen sich dabei auf die Wohnung oder das Haus im engeren Sinne. Externe Faktoren betreffen die Lage und Umgebung der Wohnung oder des Hauses.

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Wohnimmobilien in der Schweiz - Wichtige Statistiken

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