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Statistiken zu Wohnimmobilien in der Schweiz

Wohnimmobilien sind Gebäude oder Gebäudeteile, die rein oder überwiegend Wohnzwecken dienen. Genutzt werden sie vom Eigentümer selbst oder einem Mieter. Der Wohnungsmarkt bildet zusammen mit der Grundstückswirtschaft sowie der gewerblichen und betrieblichen Immobilienbranche die Immobilienwirtschaft.

Wohneigentumsquote

Die Wohneigentumsquote in der Schweiz lag im Jahr 2017 bei 38 Prozent. Sie beschreibt den Anteil der vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen (Eigentümer/in des Hauses, Stockwerk-/Wohnungseigentümer/in) am Bestand der bewohnten Wohnungen. Die höchste Wohneigentumsquote hatte der Kanton Wallis mit 57,3 Prozent, die niedrigste der Kanton Basel-Stadt mit 14,9 Prozent.

Gebäude- und Wohnungsbestand

Im Jahr 2019 waren 84 Prozent und damit der deutlich größte Teil der Gebäude mit Wohnnutzung in der Schweiz Ein- und Mehrfamilienhäuser. Einfamilienhäuser haben eine Wohnung, Mehrfamilienhäuser mehr als eine Wohnung. Die anderen Gebäude waren Wohngebäude mit Nebennutzung (11 Prozent) und Gebäude mit teilweiser Wohnnutzung (5 Prozent). Die Anzahl der Gebäude mit Wohnnutzung belief sich auf insgesamt 1,76 Millionen. Die meisten davon hatten 2 oder 3 Geschosse.

Der Bestand an Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Schweiz bezifferte sich im Jahr 2019 auf 1 Million bzw. 476.000. Wohnungen standen rund 4,58 Millionen zur Verfügung. Unter Wohnung wird die Gesamtheit der Räume verstanden, die eine bauliche Einheit bilden und einen eigenen Zugang entweder von außen oder von einem gemeinsamen Bereich innerhalb des Gebäudes (Treppenhaus) haben. Eine Wohnung verfügt über eine Kocheinrichtung. Mit 1,84 Millionen Wohnungen hatten 40 Prozent der Wohnungen in der Schweiz eine Wohnfläche von 60 bis 99 Quadratmeter. Außerdem waren 3- oder 4-Zimmer-Wohnungen vorherrschend: ihr Anteil lag bei 55 Prozent aller Wohnungen.

Leerstand

Die Leerwohnungsziffer betrug zum Stichtag 1. Juni 2020 1,72 Prozent, das entsprach 78.832 leer stehenden Wohnungen. Die Leerwohnungsziffer variierte zwischen den einzelnen Kantonen: die höchste Leerwohnungsziffer gab es im Kanton Solothurn (3,22 Prozent), die niedrigste im Kanton Genf (0,49 Prozent).

Indizes

Unterschiedliche Preisindizes für Wohnimmobilien in der Schweiz zeigen generell eher steigende Tendenz. So stieg beispielsweise der Preisindex für Einfamilienhäuser der IAZI AG und der SIX (SWX IAZI Private House Price Index) von 2000 (104,16) bis 2019 (182,9) um 78,74 Indexpunkte (Basis 4. Quartal 1997, Index = 100). Der Preisindex für Eigentumswohnungen (SWX IAZI Condominium Price Index) stieg im selben Zeitraum ebenfalls (um 86,38 Indexpunkte): von 105,71 Punkten im Jahr 2000 auf 192,09 Punkte im Jahr 2019. Basierend auf effektiven Handänderungen repräsentieren diese Preisindizes die tatsächlichen Marktentwicklungen und berücksichtigen ebenso die unterschiedlichen Eigenschaften der gehandelten Objekte (hedonischer Index). Der Immobilienblasenindex für die Schweiz von UBS lag im 3. Quartal 2020 bei 2,05 Punkten und damit faktisch in der Blasenzone. Dieser Anstieg ist auf die Corona-Krise zurückzuführen und damit in Relation zu sehen. Zum Ungleichgewicht trugen daneben aber auch starke Preisanstiege bei.

Immobilienwirtschaft und Corona-Krise

Eine Umfrage unter Investoren am Schweizer Immobilienmarkt ergab, dass 62 Prozent der Befragten von einem sinkenden Immobilien-Investmentvolumen aufgrund der Corona-Krise ausgingen. Die Kaufpreisentwicklung für Wohn- und Logistikimmobilien schätzten sie als stabil ein, während sie bei Büro-, Detailhandels- und Hotelimmobilien mit sinkenden Preisen rechneten.


Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Wohnimmobilien in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Bestand von Gebäuden mit Wohnnutzung

Wohnungsbestand

Leerstand

Planungszahlen

Preise

Indizes

Interessante Statistiken

In den folgenden 8 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Wohnimmobilien in der Schweiz".

Wohnimmobilien in der Schweiz

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Statistiken zu Wohnimmobilien in der Schweiz

Wohnimmobilien sind Gebäude oder Gebäudeteile, die rein oder überwiegend Wohnzwecken dienen. Genutzt werden sie vom Eigentümer selbst oder einem Mieter. Der Wohnungsmarkt bildet zusammen mit der Grundstückswirtschaft sowie der gewerblichen und betrieblichen Immobilienbranche die Immobilienwirtschaft.

Wohneigentumsquote

Die Wohneigentumsquote in der Schweiz lag im Jahr 2017 bei 38 Prozent. Sie beschreibt den Anteil der vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen (Eigentümer/in des Hauses, Stockwerk-/Wohnungseigentümer/in) am Bestand der bewohnten Wohnungen. Die höchste Wohneigentumsquote hatte der Kanton Wallis mit 57,3 Prozent, die niedrigste der Kanton Basel-Stadt mit 14,9 Prozent.

Gebäude- und Wohnungsbestand

Im Jahr 2019 waren 84 Prozent und damit der deutlich größte Teil der Gebäude mit Wohnnutzung in der Schweiz Ein- und Mehrfamilienhäuser. Einfamilienhäuser haben eine Wohnung, Mehrfamilienhäuser mehr als eine Wohnung. Die anderen Gebäude waren Wohngebäude mit Nebennutzung (11 Prozent) und Gebäude mit teilweiser Wohnnutzung (5 Prozent). Die Anzahl der Gebäude mit Wohnnutzung belief sich auf insgesamt 1,76 Millionen. Die meisten davon hatten 2 oder 3 Geschosse.

Der Bestand an Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Schweiz bezifferte sich im Jahr 2019 auf 1 Million bzw. 476.000. Wohnungen standen rund 4,58 Millionen zur Verfügung. Unter Wohnung wird die Gesamtheit der Räume verstanden, die eine bauliche Einheit bilden und einen eigenen Zugang entweder von außen oder von einem gemeinsamen Bereich innerhalb des Gebäudes (Treppenhaus) haben. Eine Wohnung verfügt über eine Kocheinrichtung. Mit 1,84 Millionen Wohnungen hatten 40 Prozent der Wohnungen in der Schweiz eine Wohnfläche von 60 bis 99 Quadratmeter. Außerdem waren 3- oder 4-Zimmer-Wohnungen vorherrschend: ihr Anteil lag bei 55 Prozent aller Wohnungen.

Leerstand

Die Leerwohnungsziffer betrug zum Stichtag 1. Juni 2020 1,72 Prozent, das entsprach 78.832 leer stehenden Wohnungen. Die Leerwohnungsziffer variierte zwischen den einzelnen Kantonen: die höchste Leerwohnungsziffer gab es im Kanton Solothurn (3,22 Prozent), die niedrigste im Kanton Genf (0,49 Prozent).

Indizes

Unterschiedliche Preisindizes für Wohnimmobilien in der Schweiz zeigen generell eher steigende Tendenz. So stieg beispielsweise der Preisindex für Einfamilienhäuser der IAZI AG und der SIX (SWX IAZI Private House Price Index) von 2000 (104,16) bis 2019 (182,9) um 78,74 Indexpunkte (Basis 4. Quartal 1997, Index = 100). Der Preisindex für Eigentumswohnungen (SWX IAZI Condominium Price Index) stieg im selben Zeitraum ebenfalls (um 86,38 Indexpunkte): von 105,71 Punkten im Jahr 2000 auf 192,09 Punkte im Jahr 2019. Basierend auf effektiven Handänderungen repräsentieren diese Preisindizes die tatsächlichen Marktentwicklungen und berücksichtigen ebenso die unterschiedlichen Eigenschaften der gehandelten Objekte (hedonischer Index). Der Immobilienblasenindex für die Schweiz von UBS lag im 3. Quartal 2020 bei 2,05 Punkten und damit faktisch in der Blasenzone. Dieser Anstieg ist auf die Corona-Krise zurückzuführen und damit in Relation zu sehen. Zum Ungleichgewicht trugen daneben aber auch starke Preisanstiege bei.

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Eine Umfrage unter Investoren am Schweizer Immobilienmarkt ergab, dass 62 Prozent der Befragten von einem sinkenden Immobilien-Investmentvolumen aufgrund der Corona-Krise ausgingen. Die Kaufpreisentwicklung für Wohn- und Logistikimmobilien schätzten sie als stabil ein, während sie bei Büro-, Detailhandels- und Hotelimmobilien mit sinkenden Preisen rechneten.


Interessante Statistiken

In den folgenden 8 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Wohnimmobilien in der Schweiz".

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