Statistiken zu Wohnimmobilien in Österreich

Als Wohnimmobilien werden Gebäude bzw. Gebäudeteile bezeichnet, welche ausschließlich oder überwiegend Wohnzwecken dienen. Sie werden vom Eigentümer selbst oder einem Mieter genutzt. Der Wohnungsmarkt bildet zusammen mit der Grundstückswirtschaft sowie der gewerblichen und betrieblichen Immobilienbranche die Immobilienwirtschaft.

Bruttowertschöpfung im Grundstücks- und Wohnungswesen

Die Bruttowertschöpfung im Grundstücks- und Wohnungswesen betrug im Jahr 2019 in Österreich rund 35,31 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung Österreichs von 9,94 Prozent. Die Wertschöpfung aller Branchen bzw. aller wirtschaftlichen Sektoren ergibt die Wertschöpfung der gesamten Volkswirtschaft, was nach Berichtigungen dem Bruttoinlandprodukt (BIP) entspricht.

Wohnverhältnisse

Die Wohnverhältnisse in Österreich gestalteten sich im Jahr 2019 folgendermaßen: 45,8 Prozent der Bevölkerung lebten in Einzelhäusern, 7,5 Prozent in Doppelhäusern und 46,1 Prozent in Wohnungen. 55,2 Prozent der österreichischen Bevölkerung waren Eigentümer, 44,8 Prozent Mieter. Auch bei den Hauptwohnsitzwohnungen war im Jahr 2019 die Eigentumsquote (48,5 Prozent) höher als die Mietquote (42,8 Prozent, Haupt- und Untermiete). Eine Hauptwohnsitzwohnung ist laut Statistik Austria eine Wohnung, in der mindestens eine Person mit Hauptwohnsitz gemeldet ist und die damit der übliche Aufenthaltsort von mindestens einer Person ist. Im Bundesländervergleich war die Eigentumsquote von Hauptwohnsitzwohnungen im Burgenland mit 69,1 Prozent am höchsten und mit 18,8 Prozent in Wien am niedrigsten. Dem Großteil der österreichischen Personen (68 Prozent) bzw. Haushalte (77 Prozent) standen im Jahr 2019 bis zu 4 Zimmer zur Verfügung, die hauptsächlich über Zentralheizung oder Fernwärme beheizt wurden.

Bestandszahlen

Im Jahr 2019 gab es in Österreich 3,95 Millionen Hauptwohnsitzwohnungen, die meisten davon mit etwa 0,91 Millionen im Bundesland Wien. Vom Rechtsverhältnis her waren circa 1,91 Millionen dieser Hauptwohnsitzwohnungen Haus- oder Wohnungseigentum; bei den übrigen lag ein anderes Rechtsverhältnis vor, beispielweise Miete oder Gemeindebesitz. Rund zwei Drittel der Hauptwohnsitzwohnungen hatten eine Haushaltsgröße von 1 bis 2 Personen. Der Anteil der Einpersonenhaushalte lag bei 37,5 Prozent. Im Bundesland Wien war er mit 44,3 Prozent am höchsten; im Vergleich dazu lag er im Burgenland bei nur 31,9 Prozent. Die Anzahl der Hauptmietwohnungen belief sich im Jahr 2019 auf 1,65 Millionen. Im Bundesländervergleich befanden sich mit etwa 697.300 die mit Abstand meisten Hauptmietwohnungen in Wien.

Wohnfläche

Die durchschnittliche Wohnfläche pro Hauptwohnsitzwohnung umfasste im Jahr 2019 100 Quadratmeter. Im Burgenland war sie mit durchschnittlich 124 Quadratmetern vergleichsweise am höchsten, in Wien mit 73,7 Quadratmetern am niedrigsten. Hauptwohnsitzwohnungen hatten im Schnitt 4 Wohnräume, wobei auch hier das Burgenland über dem Schnitt (4,5 Zimmer) und Wien unter dem Schnitt (3,3 Zimmer) lag. Eine Person in Österreich kam im Jahr 2019 in einer Hauptwohnsitzwohnung auf eine durchschnittliche Wohnfläche von 45,3 Quadratmetern.

Kauf- und Mietpreise

Der Häuserpreisindex für Österreich von Eurostat zeigt, dass die Kaufpreise von 2000 bis 2019 fast kontinuierlich angestiegen sind. Der Häuserpreisindex erfasst Preisveränderungen bei allen von privaten Haushalten erworbenen Wohnimmobilien (Wohnungen, Einfamilien-, Reihenhäuser etc.), sowohl bei Neubauten als auch im Bestand, unabhängig von Endverwendung und Vorbesitzern. Es werden nur Marktpreise berücksichtigt, selbstgebauter Wohnraum ist daher ausgenommen. Die Grundstückskomponente ist inbegriffen. Im Jahr 2019 lag der Index bei 126,6 Punkten (Basisjahr 2015 = Index 100). Der Anteil der Mietkosten für selbstgenutzten Wohnraum am verfügbaren Einkommen von Haushalten in Österreich lag im Jahr 2019 bei 22,3 Prozent.

Wohnkosten

Der Anteil der Wohnkosten am verfügbaren Einkommen von österreichischen Haushalten betrug im Jahr 2019 18,2 Prozent. 7 Prozent der Bevölkerung waren durch die Wohnkosten überbelastet. Die durchschnittlichen Wohnkosten von Personen beliefen sich im Jahr 2019 auf 332 Euro pro Monat, Haushalte kamen auf 535 Euro pro Monat. Die monatlichen Energiekosten betrugen für Personen durchschnittlich 83 Euro, für Haushalte 133 Euro. Der durchschnittliche Anteil von Wohnkosten am Einkommen von Personen und Haushalten betrug 18 bzw. 21 Prozent; der von Energiekosten 5 bzw. 6 Prozent. 64 Prozent der Personen und 61 Prozent der Haushalte in Österreich gaben im Jahr 2019 eine gewisse bis starke Wohnkostenbelastung an. In beiden Gruppen hatten dagegen jeweils knapp 40 Prozent keine Belastung durch Wohnkosten verspürt.

Wohnwünsche

In einer Umfrage aus dem Jahr 2020 gaben 28 Prozent der Befragten als Grund für ihre Immobiliensuche an, dass sie lieber in einer eigenen Immobilie statt zur Miete wohnen möchten. 21 Prozent war ihre aktuelle Wohnung zu klein, 12 Prozent strebten einen Ortswechsel an. Der Großteil der Befragten (73 Prozent) war dabei auf der Suche nach Eigentum (Grundstück, Haus zum Kauf oder Eigentumswohnung). Bzgl. ihrer gewünschten Wohnlage sprachen sich vor dem Corona-Shutdown mit 39 Prozent die meisten der Befragten dafür aus, am liebsten auf dem Land leben zu wollen. Dieser Anteil erhöhte sich nach dem Shutdown auf 43 Prozent.

Immobilien- und Marklerunternehmen

Die größten Immobilienunternehmen in Österreich nach Nettoumsatz waren im Jahr 2019 die Bundesimmobilien GmbH (1,13 Milliarden Euro), die UBM Development AG (678 Millionen Euro) und die Immofinanz AG (367 Millionen Euro).

Die stärksten Makler in Österreich nach Honorarvolumen waren Re/Max Austria (bei den Franchiseunternehmen)m Raiffeisen Immobilien (bei den Verbundunternehmen) und EHL Immobilien (bei den Einzelunternehmen). Bei den Netzwerken lag der Immobilienring vorne.

Immobilienwirtschaft und Corona-Krise

Eine Umfrage unter Investoren und Teilnehmern am österreichischen Immobilienmarkt zeigte, dass aufgrund der Corona-Krise 61 Prozent von ihnen für das Jahr 2020 mit einem sinkenden Immobilien-Investmentvolumen rechnen. Bei Büro, Einzelhandels- und Hotelimmobilien wird mit einer sinkenden Kaufpreisentwicklung gerechnet; die Kaufpreise von Logistik- und Wohnimmobilien dagegen sollten nach Investorenmeinung gleich bleiben bzw. sogar steigen.



Interessante Statistiken

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Wohnimmobilien in Österreich

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Wichtige Kennzahlen

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Bestandszahlen

Wohnfläche von Hauptwohnsitzwohnungen

Kaufpreise für Häuser

Wohn- und Energiekosten

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