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Statistiken zur Stahlindustrie in Deutschland

Handelte es sich hierbei einst, um einen der größten Motoren der deutschen Wirtschaft, unterliegt die Stahlindustrie mittlerweile vor allem in Umsatz, Preis und Produktionen starken Schwankungen. Dennoch zählt die Bundesrepublik weiterhin zu einem der größten Stahlproduzenten der Welt, wobei hierzulande zuletzt rund 36 Millionen Tonnen Rohstahl produziert wurden. Der Schwerpunkt von Stahlerzeugung und -bedarf befindet sich zwar insgesamt in Asien/ Ozeanien, auf den Pro-Kopf-Stahlverbrauch runtergerechnet ist Deutschland jedoch auch eines der wichtigsten Verbraucherländer; der nationale Wert lag im Jahr 2020 bei rund 371 Kilogramm pro Person.

Der Stahlwirtschaft fehlt Stabilität

Die Schwankungen der jährlichen Produktionsmenge haben ebenso Auswirkungen auf die jährlichen Umsätze in der deutschen Stahlindustrie. Zuletzt betrug der Umsatz rund 41,4 Milliarden Euro und machte somit circa 35 Prozent aller Umsatzerlöse der deutschen Metallindustrie aus.
Die unsteten Produktionsmengen spiegeln sich jedoch auch in der Entwicklung der Stahlpreise wider. Hatte der Indexwert im Jahr 2016 mit 94,8 den niedrigsten Wert seit 2005 erzielt, belief sich der Stahlpreisindex im Jahr 2021 auf einem neuen Höchstniveau von 144,9 Punkten.
Zwar konnten sich in den letzten Jahren dagegen die Außenhandelswerte von Stahl und Eisen auf einem relativ stabilen Niveau halten, insgesamt ist die Zukunft der deutschen Stahlindustrie jedoch in vielerorts ungewiss. Große Unternehmen, die dem Wirtschaftszweig einst zu seiner Blüte verholfen und den globalen Markt über Jahrzehnte dominiert hatten, scheinen sich teilweise nur schwer über Wasser halten zu können. So musste etwa die thyssenkrupp AG mehrere Standorte stark verkleinern und bedeutende Geschäftszweige verkaufen, um mit der internationalen Konkurrenz Schritt halten zu können. Dennoch verzeichnete thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2020/21 mit rund 34 Milliarden Euro einen der niedrigsten Umsätze der letzten zwanzig Unternehmensjahre.

Stahlkrise

Der Wechsel von inländischer Eigenproduktion zu globalem Stahlmarkt vollzog sich im großen Stil erst im Laufe der 1960er Jahre. Die durch den nun geöffneten, weltweiten Markt extrem gesteigerte Produktion führte jedoch langfristig dazu, dass das Angebot die Stahlnachfrage bei Weitem übertraf und die Preise schließlich sanken. In Kombination mit weiteren strukturellen Problemen wurde der weltweite Konkurrenzdruck so groß, dass große nationale Werke sich zu internationalen Giganten zusammenschlossen, gegen die viele kleinere Betriebe nicht länger bestehen konnten. Zwischen den Jahren 1970 und 2000 fielen so auch in Deutschland zahlreiche Zechen und Werke den sogenannten Stahlkrisen zum Opfer, die insbesondere im Ruhrgebiet viele Arbeiter der Stahlindustrie, aber auch die von ihnen abhängigen Zulieferer oder Dienstleister schwer trafen. Innerhalb der letzten 15 Jahre sind die Beschäftigtenzahlen der Stahlindustrie wieder relativ konstant geblieben.

Deutscher Stahl soll grüner werden

Um nationalen wie internationalen Standards besser gerecht werden zu können, strebt die deutsche Stahlindustrie seit einigen Jahren danach, in ihren Herstellungsverfahren nachhaltiger zu werden. Neben der von thyssenkrupp derzeit diskutierten Wasserstoffmethode, sollen künftig Emissionen in der Stahlerzeugung durch innovativere Prozesse und Maschinen deutlich reduziert werden. Zudem kommt auch dem Recycling von Stahl eine bedeutende Rolle zu, da sich der Rohstoff durch seine hohe Wiederverwertbarkeit auszeichnet. Zuletzt wurden dabei in Deutschland rund 16,2 Millionen Tonnen Stahlschrott für die Erzeugung neuen Rohstahls verbraucht.

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