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Statistiken zur Milchverarbeitung in Deutschland

Molkereiprodukte bilden eines die bedeutendsten Segmente in der deutschen Ernährungswirtschaft. So werden mit Milchprodukten in dieser Branche die zweitmeisten Umsätze erzielt – nach Fleisch und Fleischprodukten. Bei solchen Molkereierzeugnissen handelt es sich um Produkte, die zu einem erheblichen Anteil aus Milch bestehen. Unter Molkereiprodukte fallen somit zum einen unbehandelte Milch und zum anderen behandelte und verarbeitete Milch (z.B. durch Extraktion oder Fermentierung). Neben Konsummilch gehören zu den Milchprodukten auch Sahneerzeugnisse, Joghurt, Trockenmilcherzeugnisse (z.B. Milchpulver), Butter, Hart-, Schnitt- und Weichkäse sowie Frischkäse und Speisequark. Systematisch unterscheidet man hierbei zwischen Weißer Linie (z.B. Konsummilch, Sahneerzeugnisse, Joghurt) und Gelber Linie (z.B. Käse).

Deutschland als einer der führenden Produktionsländer von Kuhmilch

Weltweit wurden im Jahr 2019 mehr als 530 Millionen Tonnen Kuhmilch erzeugt. Davon wurden allein in Deutschland 33 Millionen Tonnen Milch produziert. Damit gehört die Bundesrepublik zu den führenden Produktionsländern von Kuhmilch weltweit. Auf diese Weise konnte die deutsche Milchindustrie in Deutschland zuletzt 28 Milliarden Euro umsetzen. Der Großteil der Milch ist dabei für den Inlandsabsatz bestimmt. Dennoch wird etwa 30 Prozent des Umsatzes der deutschen Milchindustrie im Ausland erwirtschaftet. Auch wenn Deutschland etwa bei Frischmilch einen Selbstversorgungsgrad von 117,5 Prozent aufweist, so übersteigt die Importmenge die Menge der Exporte sogar leicht. So lag die Importmenge im Jahr 2019 bei 2,9 Millionen Tonnen, während die Exportmenge 2,3 Millionen Tonnen betrug. Mehrheitlich sind die Exporte dabei für den europäischen Markt bestimmt – gefolgt vom asiatischen Markt.

Für die Herstellung von Käse werden über 10 Liter Milch benötigt

Rund 4,7 Millionen Tonnen Konsummilch wurden im Jahr 2019 in den deutschen Molkereien produziert. Damit ist Konsummilch das wichtigste Erzeugnis gemessen an der Produktionsmenge. Aber auch die Herstellung von Käse ist ein bedeutendes Segment der Milchwirtschaft. Rund 2,6 Millionen Tonnen Käse wurden zuletzt bundesweit erzeugt. Für die Herstellung von einem Kilogramm Käse werden dabei über zehn Liter Milch benötigt – je nach Käse- und Milchsorte. Gemessen an der Produktionsmenge sind Frisch- und Schnittkäse dabei die wichtigste Käsesorten bundesweit. So lag die Produktionsmenge von Frischkäse im Jahr 2019 bei mehr als 820.000 Tonnen und die Produktionsmenge von Schnittkäse (z.B. Gouda, Leerdamer, Tilsiter) bei etwa 740.000 Tonnen. Neben Konsummilch und Käse stellt auch Butter eines der wichtigsten Milchprodukte dar. Nahezu 500.000 Tonnen Butter hat die Bundesrepublik im Jahr 2019 hergestellt. Dabei nimmt milde Markenbutter bereits mit 324.000 Tonnen den mit Abstand größten Anteil an der Gesamtproduktion der Butter ein.

Der Konzentrationsprozess in der deutschen Milchwirtschaft

In den vergangenen Jahrzehnten nahm die Anzahl der Betriebe stetig ab. Dabei sind es vor allem die kleineren Betriebe, die ihren Betrieb eingestellt haben, während sich größere Betriebe zu einem immer bedeutenderen Faktor in der Milchindustrie entwickelt haben. Durch bestimmte Entwicklungen in der Milchindustrie in den vergangenen Jahren – wie der Abschaffung der Milchquote im Jahr 2015 und niedrige Milchpreise – stehen gerade kleinere Milchbauern vor neuen Herausforderungen. Um auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, haben sich einige Unternehmen zusammengeschlossen. Ein Beispiel hierfür ist die Fusion von Humana und Nordmilch im Jahr 2008 zum Deutschen Milchkontor DMK – dem führenden deutschen Anbieter. Der Zusammenschluss ist auch als Reaktion auf die Expansion ausländischer Molkereigenossenschaften auf dem deutschen Markt zu verstehen. So ist u.a. die niederländische FrieslandCampina seit den 1990ern durch die Übernahme der ehemaligen Südmilch AG auf dem deutschen Markt vertreten. Auch wenn der größte deutsche Anbieter des Deutschen Milchkontors DMK sich durch die Fusion zu einem potentiellen Global Player entwickelt hat, so erreicht der DMK im weltweiten Ranking lediglich den zwölften Rang. Die weltweit führenden Hersteller von Molkereierzeugnissen stellen hingegen Nestlé (Schweiz) und Lactalis (Frankreich) dar.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Milchverarbeitung in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Branchenstruktur

Produktion von Molkereierzeugnissen

Führende Unternehmen

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Milchverarbeitung in Deutschland".

Milchverarbeitung in Deutschland

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Statistiken zur Milchverarbeitung in Deutschland

Molkereiprodukte bilden eines die bedeutendsten Segmente in der deutschen Ernährungswirtschaft. So werden mit Milchprodukten in dieser Branche die zweitmeisten Umsätze erzielt – nach Fleisch und Fleischprodukten. Bei solchen Molkereierzeugnissen handelt es sich um Produkte, die zu einem erheblichen Anteil aus Milch bestehen. Unter Molkereiprodukte fallen somit zum einen unbehandelte Milch und zum anderen behandelte und verarbeitete Milch (z.B. durch Extraktion oder Fermentierung). Neben Konsummilch gehören zu den Milchprodukten auch Sahneerzeugnisse, Joghurt, Trockenmilcherzeugnisse (z.B. Milchpulver), Butter, Hart-, Schnitt- und Weichkäse sowie Frischkäse und Speisequark. Systematisch unterscheidet man hierbei zwischen Weißer Linie (z.B. Konsummilch, Sahneerzeugnisse, Joghurt) und Gelber Linie (z.B. Käse).

Deutschland als einer der führenden Produktionsländer von Kuhmilch

Weltweit wurden im Jahr 2019 mehr als 530 Millionen Tonnen Kuhmilch erzeugt. Davon wurden allein in Deutschland 33 Millionen Tonnen Milch produziert. Damit gehört die Bundesrepublik zu den führenden Produktionsländern von Kuhmilch weltweit. Auf diese Weise konnte die deutsche Milchindustrie in Deutschland zuletzt 28 Milliarden Euro umsetzen. Der Großteil der Milch ist dabei für den Inlandsabsatz bestimmt. Dennoch wird etwa 30 Prozent des Umsatzes der deutschen Milchindustrie im Ausland erwirtschaftet. Auch wenn Deutschland etwa bei Frischmilch einen Selbstversorgungsgrad von 117,5 Prozent aufweist, so übersteigt die Importmenge die Menge der Exporte sogar leicht. So lag die Importmenge im Jahr 2019 bei 2,9 Millionen Tonnen, während die Exportmenge 2,3 Millionen Tonnen betrug. Mehrheitlich sind die Exporte dabei für den europäischen Markt bestimmt – gefolgt vom asiatischen Markt.

Für die Herstellung von Käse werden über 10 Liter Milch benötigt

Rund 4,7 Millionen Tonnen Konsummilch wurden im Jahr 2019 in den deutschen Molkereien produziert. Damit ist Konsummilch das wichtigste Erzeugnis gemessen an der Produktionsmenge. Aber auch die Herstellung von Käse ist ein bedeutendes Segment der Milchwirtschaft. Rund 2,6 Millionen Tonnen Käse wurden zuletzt bundesweit erzeugt. Für die Herstellung von einem Kilogramm Käse werden dabei über zehn Liter Milch benötigt – je nach Käse- und Milchsorte. Gemessen an der Produktionsmenge sind Frisch- und Schnittkäse dabei die wichtigste Käsesorten bundesweit. So lag die Produktionsmenge von Frischkäse im Jahr 2019 bei mehr als 820.000 Tonnen und die Produktionsmenge von Schnittkäse (z.B. Gouda, Leerdamer, Tilsiter) bei etwa 740.000 Tonnen. Neben Konsummilch und Käse stellt auch Butter eines der wichtigsten Milchprodukte dar. Nahezu 500.000 Tonnen Butter hat die Bundesrepublik im Jahr 2019 hergestellt. Dabei nimmt milde Markenbutter bereits mit 324.000 Tonnen den mit Abstand größten Anteil an der Gesamtproduktion der Butter ein.

Der Konzentrationsprozess in der deutschen Milchwirtschaft

In den vergangenen Jahrzehnten nahm die Anzahl der Betriebe stetig ab. Dabei sind es vor allem die kleineren Betriebe, die ihren Betrieb eingestellt haben, während sich größere Betriebe zu einem immer bedeutenderen Faktor in der Milchindustrie entwickelt haben. Durch bestimmte Entwicklungen in der Milchindustrie in den vergangenen Jahren – wie der Abschaffung der Milchquote im Jahr 2015 und niedrige Milchpreise – stehen gerade kleinere Milchbauern vor neuen Herausforderungen. Um auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben, haben sich einige Unternehmen zusammengeschlossen. Ein Beispiel hierfür ist die Fusion von Humana und Nordmilch im Jahr 2008 zum Deutschen Milchkontor DMK – dem führenden deutschen Anbieter. Der Zusammenschluss ist auch als Reaktion auf die Expansion ausländischer Molkereigenossenschaften auf dem deutschen Markt zu verstehen. So ist u.a. die niederländische FrieslandCampina seit den 1990ern durch die Übernahme der ehemaligen Südmilch AG auf dem deutschen Markt vertreten. Auch wenn der größte deutsche Anbieter des Deutschen Milchkontors DMK sich durch die Fusion zu einem potentiellen Global Player entwickelt hat, so erreicht der DMK im weltweiten Ranking lediglich den zwölften Rang. Die weltweit führenden Hersteller von Molkereierzeugnissen stellen hingegen Nestlé (Schweiz) und Lactalis (Frankreich) dar.

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