Statistiken zu Zink

Veröffentlicht von M. Hohmann, 14.08.2018
Zink ist eines der am häufigsten vorkommenden Elemente in der Erdkruste. Das Übergangmetall ist für alle Lebewesen essentiell, da es neben Verwendung als Werkstoff auch als lebenswichtiges Spurenelement gilt. So liegt die empfohlene Tagesdosis für erwachsene Menschen zwischen 10 und 15 Milligramm pro Tag, um gesund zu bleiben. Weltweit leiden jedoch geschätzte zwei Milliarden Menschen an einem Zinkmangel. Für die Wirtschaft ist Zink vor allem als Korrosionsschutz durch das verzinken von Eisen- und Stahlprodukten wichtig.

Zink wird in Minen abgebaut, wo es an Erze gebunden ist. Das häufigste und für die Gewinnung wichtigste Erz ist das Zinksulfiderz. Nur selten kommt Zink in gediegener Form vor. Weltweit wurden im Jahr 2017 rund 13 Millionen Tonnen Zink produziert. Den größten Anteil an der weltweiten jährlichen Zinkförderung hat die Volksrepublik China mit mehr als fünf Millionen Tonnen im Jahr 2017. In den vergangenen Jahren hat China die Zinkproduktion massiv ausgebaut, so wurden im Jahr 2009 noch etwa drei Millionen Tonnen Zink in China produziert. Weitere größere Zinklagerstätten befinden sich in Nordamerika, Australien und Kasachstan. Auch in Deutschland befinden sich in Brilon (Sauerland), Eschweiler-Stolberg sowie dem Harz Zinkvorkommen. Eines der führenden europäischen Länder in der Zinkproduktion ist jedoch Irland mit 150.000 Tonnen im Jahr 2016. Die bedeutendste Firma für Zinkproduktion ist das belgische Unternehmen Nyrstar.

Noch befinden sich große Reserven des Metalls in der Erdoberfläche. In Australien lagern etwa 64 Millionen Tonnen Zink im Boden, in dem Hauptförderungsland China immerhin noch 41 Millionen Tonnen.

Im Jahr 2017 erreichte die Zinknachfrage mit etwa 13,7 Millionen Tonnen ihren vorläufigen Höhepunkt. Zink wird in zahlreichen Branchen verwendet. Weltweit wird etwa die Hälfte des geförderten Zinks für Verzinkungen genutzt, um Stahl- und Eisenteile mit einem Korrosionsschutz zu versehen. Jeweils 17 Prozent werden für Legierungen sowie zur Produktion von Messing und Bronze verwendet. Zudem werden aus dem Metall sogenannte Halbzeuge gefertigt - vorgefertigte Gegenstände, die im ersten Schritt des Herstellungsprozesses entstehen. Zink wird auch in der Chemieindustrie benötigt, beispielsweise als Reduktionsmittel und zur Dehalogenisierung. Der Preis für eine Tonne Zink auf dem Weltmarkt hat sich im Zeitraum von 20 Jahren seit 1997 mehr als verdoppelt und lag im Jahr 2017 bei durchschnittlich 2.891 US-Dollar.

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