Statistiken zum Thema Aluminium

Aluminium gilt nach Sauerstoff und Silizium als dritthäufigstes Element der Erde sowie als das am häufigsten vorkommende Metall. Es gilt als unedles Leichtmetall und hat ein stumpfes, grausilbriges Aussehen. An frisch geschnittenen Stellen reagiert das Metall bei Raumtemperatur mit Luft und Wasser zu Aluminiumoxid, das wiederum eine dünne, undurchlässige Schicht bildet und somit vor Korrosion schützt.


Aluminium tritt ausschließlich in gebundener Form auf, am häufigsten in Form von Alumosilicaten, die Bestandteil von Ton, Gneis und Granit sind. Insgesamt sind etwa 1.156 aluminiumhaltige Minerale bekannt (Stand 2010). Das einzige für die Wirtschaft relevante Ausgangsmaterial ist jedoch Bauxit, das einen Anteil von 60 Prozent Aluminiumhydroxit hat. Bauxit kommt hauptsächlich in Australien, China und Brasilien vor. Die größten noch in der Erde vorkommenden Reserven des Aluminiumerzes befinden sich in Guinea und Australien. Deutschland importierte im Jahr 2015 etwa 2,6 Millionen Tonnen Aluminium, exportierte mit etwa 453.000 Tonnen nur vergleichsweise wenig.

In der Herstellung von Aluminium unterscheidet man zwischen Primäraluminium (auch Hüttenaluminium), das aus Bauxit gewonnen wird, und Sekundäraluminium, welches aus Aluminiumschrott hergestellt wird. Um Primäraluminium zu gewinnen, wird zunächst das Aluminiumoxid bzw. –hydroxid-Gemisch aus dem Bauxit in Natronlauge eingelegt, um Fremdbestandteile zu entfernen. Später wird das Gemisch in Wirbelschichtenanlagen zu Aluminiumoxid gebrannt. Bei der Gewinnung von Sekundäraluminium wird Aluminium-Schrott bzw. „Krätze“ (Gemisch aus Aluminiummetall und Oxidpartikeln) eingeschmolzen. Im Jahr 2015 belief sich die Produktion von Primäraluminium in Deutschland auf über 500.000 Tonnen und von Sekundäraluminium auf mehr als 600.000 Tonnen. Weltweit lag die in Raffinerien produzierte Menge bei rund 60 Millionen Tonnen, wobei allein China 31 Millionen Tonnen in Hüttenproduktion herstellt.

Das Metall wird vielfältig eingesetzt: In Deutschland werden etwa 1,5 Millionen Tonnen Aluminium im Bereich Verkehr eingesetzt, besonders im Fahrzeugbau. Die geringe Masse bei hoher Festigkeit trägt zu einem geringen Treibstoffverbrauch der Fahrzeuge bei. Durchschnittlich 150 Kilogramm stecken in jedem Pkw, ein Audi A8 bringt es sogar auf 600 Kilogramm.

Die weltweite Produktion von Aluminium wird von einigen großen Unternehmen dominiert. Der größte Produzent ist der chinesische Konzern Hongqiao, mit einer Produktionsmenge von 4,4 Millionen Tonnen Aluminium im Jahr 2015. Die weiteren Global Player sind UC Rusal aus Russland, Rio Tinto aus Kanada, Chalco aus China und das US-amerikanische Unternehmen Alcoa. Alle Konzerne müssen sich immer wieder die Frage der Nachhaltigkeit der Aluminiumherstellung gefallen lassen. Sie ist sehr energieintensiv und umweltschädlich. Das beginnt beim Abbau des Rohstoffes Bauxit und endet im enorm hohen Verbrauch von Strom und der Freisetzung von Kohlendioxid während der Verarbeitung.

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Aluminium - Wichtige Statistiken

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