Statistiken zu Fahrrädern in der Schweiz

Dass das Fahrrad – in der Schweiz hauptsächlich Velo genannt – immer wichtiger für die Schweizer wird, bestätigte sich erneut bei einer Volksabstimmung im September 2018. Mit 73,6 Prozent stimmten die Schweizer für den Bundesbeschluss über die Fahrradwege, der diese rechtlich aufwertet und sie mit Fuß- und Wanderwegen gleichstellt. Durch die angestrebte Gesetzesanpassung kann sich der Bund unterstützend und koordinierend bei der Planung und Realisierung des Fahrradwegenetzes einbringen und Grundsätze für die Wege festlegen. An der grundsätzlichen Zuständigkeit der Kantone wird hingegen nichts geändert. Die Initiatoren erhoffen sich durch die daraus entstehenden Effekte eine Steigerung der Verkehrssicherheit.

Ein Blick auf die Verkehrsleistung der Fahrradfahrer unterstreicht die Notwendigkeit einer koordinierten Radwegeplanung. Die Zahl der gefahrenen Kilometer stieg im letzten Jahrzehnt deutlich um knapp 500 Millionen auf 2,5 Milliarden Personenkilometer im Jahr 2018. Die erbrachte Leistung für das Jahr 2017 entsprach (zusammen mit Fußgängern) etwa 6 Prozent des gesamten Personenverkehrs in der Schweiz. Bis zum Jahr 2040 wird der Anteil am Modal Split weiter steigen, je nach betrachtetem Szenario auf 6,9 oder sogar auf 7,8 Prozent.

Die zuletzt gestiegenen Absatzzahlen bekräftigen diesen Eindruck. Der jährliche Absatz von Fahrrädern wuchs in der Schweiz in den letzten Jahren wieder an und lag 2018 bei etwa 345.000. Im Vergleich zu 2017 entspricht dies einer erneuten Steigerung um circa 7.000. Mit etwa 45 Prozent des gesamten Fahrradabsatzes ist das Sportfahrrad weiterhin das beliebteste Modell. Elektrofahrräder sind aber auch in der Schweiz immer gefragter, ihr Anteil liegt bei mittlerweile über 32 Prozent aller Verkäufe. Die durch einen Akku unterstützten Velos verdrängten so 2018 die Citybikes erstmals auf den dritten Platz. Wurden 2006 gerade einmal 3.181 E-Bikes in der Schweiz abgesetzt, lag die Zahl im Jahr 2018 bei 111.661. Nicht alle der abgesetzten Fahrräder werden in der Schweiz gefertigt, ein Teil wird importiert. Der Gesamtwert der Importe von Fahrrädern belief sich im Jahr 2018 auf rund 162 Millionen Schweizer Franken. Dem gegenüber stehen Exporte von nur rund 6 Millionen Schweizer Franken.

Durch die intensivere Nutzung des Fahrrads stiegen auch die Unfallzahlen, die Erhöhung der Verkehrssicherheit der Radwege ist ein Ansatzpunkt zur Reduktion dieser Zahlen. Fast 3.400 Radfahrer wurden 2017 im Schweizer Straßenverkehr verletzt oder getötet, 1980 waren es noch knapp 1.000 Personen weniger. Dabei sind vor allem ältere Fahrradfahrer betroffen: Der Anteil der Unfalltoten ab 45 Jahren lag zwischen 2013 und 2017 im Durchschnitt bei 67 Prozent. Das Bewusstsein für dieses Problem scheint jedoch noch nicht besonders ausgeprägt zu sein. Zwar stieg die Quote der Helmträger bei Radfahrern auf 50 Prozent im Jahr 2018, ein Blick auf die Altersstruktur verrät hingegen, dass die Bereitschaft einen Helm zu tragen mit dem Alter abnahm und unter dem Durchschnitt lag.

Auch in der Schweiz gibt es ein Spannungsfeld zwischen Fahrradfahrern und Autofahrenden. Etwa 69 Prozent der Radfahrer stimmten der Aussage zu, Autofahrer verhielten sich unaufmerksam. Und sogar 81 Prozent der Autofahrenden gaben im Gegenzug an, Fahrradfahrende missachteten Stoppschilder oder Fahrverbote bzw. geben keine Zeichen zum Abbiegen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 51 Statistiken aus dem Thema "Fahrräder in der Schweiz".

Fahrräder in der Schweiz

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Fahrräder in der Schweiz" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Unfälle

Diebstähle

Infografiken zum Thema

Fahrräder in der Schweiz Infografik - Immer mehr Schweizer radeln elektrisch

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.