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Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz

Diese Themenseite liefert einen Überblick über das Geschehen in der Schweiz und wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung findet am 08. März 2021 statt. Für detaillierte Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schweizer Wirtschaft oder der internationalen Verbreitung des Coronavirus besuchen Sie bitte unsere separaten Themenseiten.

Anfang Dezember 2019 traten in der zentralchinesischen Stadt Wuhan die ersten Fälle einer neuartigen Lungenkrankheit auf, die sich innerhalb weniger Monate zu einer weltweiten Pandemie ausweitete. Verantwortlich für diese Lungenkrankheit ist ein neuartiges Coronavirus, das SARS-CoV-2. Die Infektion mit diesem Virus kann die Lungenerkrankung COVID-19 auslösen, die mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Grippe einhergeht, aber auch teilweise von unspezifischen Symptomen geprägt ist und bei einem schweren Krankheitsverlauf zum Tode führen kann. Der erste bestätigte Corona-Fall in der Schweiz wurde am 25. Februar 2020 von der Tessiner Gesundheitsbehörden erfasst. Bis zum 28. Februar 2021 hatten sich in der Schweiz bereits über 557.000 Personen mit dem Virus infiziert. Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in der Schweiz seit Februar 2020 (Stand: 06. April 2020, 09:00 CET) | Statista Das Ausmaß der Verbreitung des Coronavirus ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Genf ist mit 10.113,5 Erkrankungsfällen je 100.000 Einwohner (Stand 01. März 2021) der Kanton mit dem höchsten Inzidenz-Wert unter den Kantonen. Bei der Betrachtung nach der Inzidenz der letzten 14 Tage verzeichnet das Kanton Neuenburg die höchsten Erkrankungsfälle je 100.000 Einwohner. Die Reproduktionszahl des Coronavirus liegt, Stand 01. März, bei 1,06 und somit über dem kritischen Wert von 1. Diese Zahl, auch R-Wert genannt, gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Zahl der Todesfälle aufgrund des Coronavirus liegt in der Schweiz bei 9.235 (Stand 01. März 2021).

Politische Maßnahmen

Als Reaktion auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz hatte der Bundesrat ab Ende Februar 2020 strikte Maßnahmen, wie etwa das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen sowie Einreisebeschränkungen beschlossen, um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Aufgrund sinkender Fallzahlen wurden ab dem 27. April erste Lockerung beschlossen. Nachdem sich die Zahlen der täglichen Neuinfizierten im Mai und Anfang Juni auf einem niedrigen Niveau gehalten haben, steigen sie seit Ende Juni wieder an. Als ein Grund für die steigenden Fallzahlen wird der steigende Reiserverkehr gesehen, der vor allem in der Ferienzeit zugenommen hatte. Die Schweiz hat im Vergleich zu anderen Ländern einen Sonderweg begangen, der recht geringe gesetzliche Einschränkungen vorsah.

Aktuelle COVID-19-Schutzmaßnahmen

Durch die dynamischen Entwicklungen in den letzten Monaten, unter anderem in der Auslastung von Intensivbetten, ging die Schweiz ab dem 22. Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 teilweise in den Lockdown. Läden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs, Restaurants und Bars, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen waren geschlossen. Die Zahlen von Kontakten wurden deutlich eingeschränkt und eine ausgedehnte Maskenpflicht sind zentrale Regeln. Ab März erfolgen schrittweise Lockerungen. Ab dem 01. März sind wieder alle Läden, Museen und Lesesäle von Bibliotheken geöffnet. Darüber hinaus sind auch wieder Treffen mit maximal 15 Personen im Freien erlaubt. Sollten die Zahlen nach dem ersten Öffnungsschritt stabil bleiben, ist ein zweiter Schritt für den 1. April geplant. Als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie zählt unter anderem die Rückverfolgung der Infektionen. Um die Rückverfolgung gewährleisten zu können, wurde die SwissCovid App entwickelt, die seit dem 26. Juni zugänglich ist und auch bereits fast 3 Millionen Mal heruntergeladen wurde.



Statistik: Gesamtzahl gemeldeter Impfungen gegen das Coronavirus (COVID-19) je 100 Einwohner in der Schweiz nach Kanton (Stand: 17. Februar 2021) | Statista

Impfgeschehen in der Schweiz

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wird der Impfkampagne eine absolute Schlüsselrolle zugesprochen. Mithilfe der Impfungen soll eine „Herdenimmunität“ erreicht werden, die eine Verbreitung des Erregers deutlich reduzieren kann und einen indirekten Schutz für nicht-immune Personen darstellt. Eine Herdenimmunität ist erreicht, wenn mindestens 70 Prozent der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus erlangt hat. Die Schweiz hat bei insgesamt fünf Herstellern bisher mehr als 32 Millionen Dosen Impfstoff bestellt. Nachdem am 19.12.2020 der erste Impfstoff von BioNTech zugelassen wurde, haben einige Kantone schon im Dezember angefangen Impfungen vorzunehmen. Mit der Zulassung von einem weiteren Vakzin (Moderna) im Januar, konnte die Zahl der Impfungen erhöht werden. Trotz dieser Entwicklung herrscht derzeit noch immer ein akuter Impfstoff-Mangel, so dass ein Impfprogramm erarbeitet wurde. Dieser Impfplan sieht einen priorisierten Zugang für besonders gefährdete Gruppen und Institutionen wie Alten- und Pflegeheime sowie Krankenanstalten vor. Seit dem 04. Januar 2021 ist der Impfstart flächendeckend in der Schweiz erfolgt. Bis zum 26. Februar 2021 wurden bereits rund 748.791 Impfungen gegen das Coronavirus durchgeführt. Je nach Kanton variiert die Impfquote deutlich. Die Kantone Nidwalden und Appenzell Innerrhoden weisen die höchste Impfquote mit 14,18 bzw. 13,82 Impfungen je 100 Einwohnerinnen und Einwohnern auf.

Alltags- und Informationsverhalten

Die überwiegende Zahl der Schweizer passt ihr Verhalten an die aktuellen Gegebenheiten an und hält sich an die Empfehlungen von Regierung und Behörden. In einer Umfrage im März 2020 gaben 89 Prozent der Befragten an, mehr Zeit zuhause zu verbringen. Zudem werden öffentliche Verkehrsmittel von 74 Prozent der Befragten seltener genutzt als vor der Corona-Krise und auch die Häufigkeit von Einkäufen im Supermarkt hat sich bei 46 Prozent der befragten Personen im Vergleich zu vor der Krise verringert. Vor allem Ältere versuchen außerhalb ihres Haushalts den direkten Kontakt zu anderen Menschen zu meiden. Bei den über 64-Jährigen gaben in einer Umfrage im März 2020 73 Prozent an, in der aktuellen Situation nie Kontakt von weniger als 2 Metern und für länger als 15 Minuten zu anderen Menschen zu haben. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren dies hingegen nur 59 Prozent. Häufigste Kontaktorte mit anderen Menschen sind der Arbeitsplatz (19,3 Prozent) und Einkaufsläden (14,2 Prozent). Der an die Corona-Krise angepasste Lebenswandel hat auch Einfluss auf die Befindlichkeit der Menschen. So leiden laut einer Umfrage aus dem März 2020 43 Prozent der Befragten an Bewegungsmangel; 27 Prozent fühlen sich durch die vermehrte häusliche Isolation sogar eingesperrt. Doch gibt es auch positive Auswirkungen: 35 Prozent der Schweizer empfinden mehr Ruhe und Entspannung und bei 34 Prozent der befragten Personen führt die aktuelle Situation zu einer gestärkten Partnerschaft und/oder Familie.

Wenn es um Informationen zum Coronavirus geht, vertrauen die Schweizer vor allem dem Bundesamt für Gesundheit (8,9 von 10 Punkten). Aber auch Hausärzten (8,73 Punkte) und Pflegefachkräften (8,7 Punkte) wird diesbezüglich viel Vertrauen geschenkt. Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus verringern, sind den meisten Schweizern bekannt. Dies lässt sich unter anderem damit begründen, dass in Zeiten der Corona-Pandemie der Nachrichtenkonsum höher ausfällt als normalerweise. Auf der TV-Streaming-Plattform Zattoo stieg im März 2020 der Anteil der konsumierten Informationssendungen von 16 auf 22 Prozent der Gesamtnutzungsdauer. So konnte etwa die Nachrichtensendung News – TeleBasel im März 2020 auf Zattoo einen Anstieg der Zuschauerzahlen von 209 Prozent gegenüber dem Januar desselben Jahres verzeichnen.

Interessante Statistiken

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Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz

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Wichtige Kennzahlen

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Politische Maßnahmen zur Eindämmung

Alltagsverhalten

Informationsverhalten

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