Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz

Anfang Dezember 2019 traten in der zentralchinesischen Stadt Wuhan die ersten Fälle einer neuartigen Lungenkrankheit auf, die sich innerhalb weniger Monate zu einer weltweiten Pandemie ausweitete (für detaillierte Informationen zur Chronologie des Ausbruchs, der internationalen Verbreitung und den Konsequenzen für die Weltwirtschaft besuchen Sie bitte unsere Themenseite Coronavirus). Verantwortlich für diese Lungenkrankheit ist ein neuartiges Coronavirus, das SARS-CoV-2. Die Infektion mit diesem Virus kann die Lungenerkrankung COVID-19 auslösen, die mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Grippe einhergeht, aber auch teilweise von unspezifischen Symptomen geprägt ist und bei einem schweren Krankheitsverlauf zum Tode führen kann. Der erste bestätigte Corona-Fall in der Schweiz wurde am 25. Februar 2020 von der Tessiner Gesundheitsbehörden erfasst. Bis zum 24. Mai 2020 hatten sich in der Schweiz bereits 30.642 Personen mit dem Virus infiziert. Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in der Schweiz seit Februar 2020 (Stand: 06. April 2020, 09:00 CET) | Statista Genf ist mit 1.044,1 Erkrankungsfällen je 100.000 Einwohner (Stand 25. Mai 2020) der Kanton mit dem höchsten Inzidenz-Wert unter den Kantonen. Die Zahl der Todesfälle aufgrund des Coronavirus liegt in der Schweiz bei 1.638 (Stand 25. Mai 2020).

Als Reaktion auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz hatte der Bundesrat ab Ende Februar 2020 strikte Maßnahmen, wie etwa das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen sowie Einreisebeschränkungen beschlossen, um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Seit dem 27. April ist die erste von drei Etappen der Lockerung in Kraft getreten. Mit Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen dürfen beispielsweise Bau- und Gartencenter, Autowaschanlagen und Coiffeure öffnen. In der zweiten Etappe, welche am 11. Mai begonnen hat, wurde der Besuch kultureller Einrichtungen und Sportanlagen gestattet. Auch obligatorische Schulen, Einkaufsläden, Märkte, Reisebüros und Restaurants öffneten unter gewissen Vorsichtsmaßnahmen. In der dritten Phase ab 8. Juni sind umfassende Lockerungen geplant, wie Treffen von mehr als 5 Personen, Öffnungen weiterer Schulen, Theater und Kinos. Das Tragen von Mundschutzmasken gehört teilweise zum Schutzkonzept, ist aber nicht allgemein verpflichtend wie in Deutschland oder Österreich. Trotz der beginnenden und geplanten Lockerungen stuft der Bundesrat die Lage noch immer als außerordentlich ein. Dies bedeutet, dass Versammlungs- und Einreiseverbote sowie bestehende Verhaltensregeln bestehen bleiben. Die Mehrheit der Schweizer befürwortet derartige Maßnahmen. So hielten bei einer Umfrage im März 2020 75 Prozent der befragten Personen es für angemessen, dass der Bundesrat den nationalen Notstand ausgerufen hatte. Zudem beurteilten insgesamt 65 Prozent der Schweizer die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung in der aktuellen Situation als gut bis sehr gut. Überdies schenkt die Mehrheit der Schweizer ihrer politischen Führung großes Vertrauen bei der Bewältigung der Corona-Krise (63 Prozent).

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch keine eindeutigen Aussagen für die Zukunft treffen. Faktoren wie das Ausmaß der Verbreitung des Coronavirus in der Zukunft und die Dauer der verhängten Ausnahmeregelungen sind ungewiss. Es existieren jedoch erste Prognosen über den Wertschöpfungsverlust, der mit dem "Shutdown" in der Schweiz einhergeht. Nach Einschätzung des IFO Instituts belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden bei einem einmonatigen Shutdown, je nach Szenario, auf 29,5 bis 35,4 Milliarden Euro. Ein zweimonatiger "Shutdown" hätte Verluste von bis zu 59 Milliarden Euro zur Folge. Die Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden in Anbetracht der Corona-Pandemie und deren Konsequenzen teilweise bereits angepasst. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) rechnet für das Jahr 2020 mit einem BIP-Rückgang von 1,3 Prozent. Auch andere Institutionen erwarten für das Jahr 2020 eine Rezession der Schweizer Wirtschaft, etwa das BAK Economics (-2,5 Prozent), die Züricher Kantonalbank (-4 Prozent) oder die Credit Suisse (-0,5 Prozent). Für das Jahr 2021 erwarten diese Institute jedoch wieder ein BIP-Wachstum von 2 bis 4,3 Prozent. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Folgen der Corona-Krise bereits zu spüren. Im April 2020 ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 43 Prozent angestiegen.

Die überwiegende Zahl der Schweizer passt ihr Verhalten an die aktuellen Gegebenheiten an und hält sich an die Empfehlungen von Regierung und Behörden. In einer Umfrage im März 2020 gaben 89 Prozent der Befragten an, mehr Zeit zuhause zu verbringen. Zudem werden öffentliche Verkehrsmittel von 74 Prozent der Befragten seltener genutzt als vor der Corona-Krise und auch die Häufigkeit von Einkäufen im Supermarkt hat sich bei 46 Prozent der befragten Personen im Vergleich zu vor der Krise verringert. Vor allem Ältere versuchen außerhalb ihres Haushalts den direkten Kontakt zu anderen Menschen zu meiden. Bei den über 64-Jährigen gaben in einer Umfrage im März 2020 73 Prozent an, in der aktuellen Situation nie Kontakt von weniger als 2 Metern und für länger als 15 Minuten zu anderen Menschen zu haben. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren dies hingegen nur 59 Prozent. Häufigste Kontaktorte mit anderen Menschen sind der Arbeitsplatz (19,3 Prozent) und Einkaufsläden (14,2 Prozent). Der an die Corona-Krise angepasste Lebenswandel hat auch Einfluss auf die Befindlichkeit der Menschen. So leiden laut einer Umfrage aus dem März 2020 43 Prozent der Befragten an Bewegungsmangel; 27 Prozent fühlen sich durch die vermehrte häusliche Isolation sogar eingesperrt. Doch gibt es auch positive Auswirkungen: 35 Prozent der Schweizer empfinden mehr Ruhe und Entspannung und bei 34 Prozent der befragten Personen führt die aktuelle Situation zu einer gestärkten Partnerschaft und/oder Familie.

Wenn es um Informationen zum Coronavirus geht, vertrauen die Schweizer vor allem dem Bundesamt für Gesundheit (8,9 von 10 Punkten). Aber auch Hausärzten (8,73 Punkte) und Pflegefachkräften (8,7 Punkte) wird diesbezüglich viel Vertrauen geschenkt. Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus verringern, sind den meisten Schweizern bekannt. Dies lässt sich unter anderem damit begründen, dass in Zeiten der Corona-Pandemie der Nachrichtenkonsum höher ausfällt als normalerweise. Auf der TV-Streaming-Plattform Zattoo stieg im März 2020 der Anteil der konsumierten Informationssendungen von 16 auf 22 Prozent der Gesamtnutzungsdauer. So konnte etwa die Nachrichtensendung News – TeleBasel im März 2020 auf Zattoo einen Anstieg der Zuschauerzahlen von 209 Prozent gegenüber dem Januar desselben Jahres verzeichnen.

Interessante Statistiken

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