Statistiken zum Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz

Diese Themenseite liefert einen Überblick über das Geschehen in der Schweiz und wird wöchentlich aktualisiert. Die nächste Aktualisierung findet am 30. Oktober 2020 statt. Für detaillierte Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schweizer Wirtschaft oder der internationalen Verbreitung des Coronavirus besuchen Sie bitte unsere separaten Themenseiten.

Anfang Dezember 2019 traten in der zentralchinesischen Stadt Wuhan die ersten Fälle einer neuartigen Lungenkrankheit auf, die sich innerhalb weniger Monate zu einer weltweiten Pandemie ausweitete. Verantwortlich für diese Lungenkrankheit ist ein neuartiges Coronavirus, das SARS-CoV-2. Die Infektion mit diesem Virus kann die Lungenerkrankung COVID-19 auslösen, die mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Grippe einhergeht, aber auch teilweise von unspezifischen Symptomen geprägt ist und bei einem schweren Krankheitsverlauf zum Tode führen kann. Der erste bestätigte Corona-Fall in der Schweiz wurde am 25. Februar 2020 von der Tessiner Gesundheitsbehörden erfasst. Bis zum 22. Oktober 2020 hatten sich in der Schweiz bereits 91.763 Personen mit dem Virus infiziert. Statistik: Entwicklung der Coronavirus-Epidemie (COVID-19) in der Schweiz seit Februar 2020 (Stand: 06. April 2020, 09:00 CET) | Statista Das Ausmaß der Verbreitung des Coronavirus ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Genf ist mit 2.899,2 Erkrankungsfällen je 100.000 Einwohner (Stand 23. Oktober 2020) der Kanton mit dem höchsten Inzidenz-Wert unter den Kantonen. Bei der Betrachtung nach der Inzidenz der letzten 14 Tage verzeichnet das Wallis die höchsten Erkrankungsfälle je 100.000 Einwohner. Die Reproduktionszahl des Coronavirus liegt, Stand 12. Oktober, bei 1,54 und somit über dem kritischen Wert von 1. Diese Zahl, auch R-Wert genannt, gibt die Anzahl der Personen an, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. Die Zahl der Todesfälle aufgrund des Coronavirus liegt in der Schweiz bei 1.865 (Stand 22. Oktober 2020).

Als Reaktion auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz hatte der Bundesrat ab Ende Februar 2020 strikte Maßnahmen, wie etwa das Verbot von öffentlichen Veranstaltungen sowie Einreisebeschränkungen beschlossen, um die weitere Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Aufgrund sinkender Fallzahlen wurden ab dem 27. April erste Lockerung beschlossen, die sich auf drei Phasen verteilten. Am 22. Juni beschloss der Bundesrat eine weitgehende Normalisierung der Situation und vereinfachte die Grundregeln zum Schutz der Bevölkerung. Diese umfassenden Lockerungen werden zunehmend skeptisch gesehen, denn nachdem sich die Zahlen der täglichen Neuinfizierten im Mai und Anfang Juni auf einem niedrigen Niveau gehalten haben, steigen sie seit Ende Juni wieder an. Die steigenden Zahlen könnten auf eine zweite Welle hindeuten. Als ein Grund für die steigenden Fallzahlen wird der steigende Reiserverkehr gesehen, der vor allem in der Ferienzeit zugenommen hat. Als Reaktion darauf gilt in der Schweiz seit dem 6. Juli 2020 Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Verkehr und ab dem 15. August 2020 auch in allen Linien- und Charterflügen die in der Schweiz starten oder landen. Darüber hinaus müssen sich Reiserückkehrer bei Einreise aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben. Das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen wurde zum 01. Oktober aufgehoben. Als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie zählt die Rückverfolgung der Übertragungskette. Um diese Rückverfolgung gewährleisten zu können wurde die SwissCovid App entwickelt, die seit dem 26. Juni zugänglich ist und auch bereits mehr als 2 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Um einen wiederholten flächendeckenden Lock-Down zu verhindern, liegt die Hauptverantwortung der Bekämpfung der Covid-19-Epidemie bei den Kantonen. Aus diesem Grunde herrschen in einigen Kantonen strengere Regeln, wie beispielsweise die Maskenpflicht in Einkaufsläden oder Bahnhöfen.

Die Mehrheit der Schweizer befürworteten zu Beginn der Corona-Krise die Maßnahmen des Bundesrates. So hielten bei einer Umfrage im März 2020 75 Prozent der befragten Personen es für angemessen, dass der Bundesrat den nationalen Notstand ausgerufen hatte. Zudem beurteilten insgesamt 64 Prozent der Schweizer die Kommunikation durch Regierung und Verwaltung in der aktuellen Situation als gut bis sehr gut. Überdies schenkt die Mehrheit der Schweizer ihrer politischen Führung großes Vertrauen bei der Bewältigung der Corona-Krise (66 Prozent).

Die überwiegende Zahl der Schweizer passt ihr Verhalten an die aktuellen Gegebenheiten an und hält sich an die Empfehlungen von Regierung und Behörden. In einer Umfrage im März 2020 gaben 89 Prozent der Befragten an, mehr Zeit zuhause zu verbringen. Zudem werden öffentliche Verkehrsmittel von 74 Prozent der Befragten seltener genutzt als vor der Corona-Krise und auch die Häufigkeit von Einkäufen im Supermarkt hat sich bei 46 Prozent der befragten Personen im Vergleich zu vor der Krise verringert. Vor allem Ältere versuchen außerhalb ihres Haushalts den direkten Kontakt zu anderen Menschen zu meiden. Bei den über 64-Jährigen gaben in einer Umfrage im März 2020 73 Prozent an, in der aktuellen Situation nie Kontakt von weniger als 2 Metern und für länger als 15 Minuten zu anderen Menschen zu haben. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren dies hingegen nur 59 Prozent. Häufigste Kontaktorte mit anderen Menschen sind der Arbeitsplatz (19,3 Prozent) und Einkaufsläden (14,2 Prozent). Der an die Corona-Krise angepasste Lebenswandel hat auch Einfluss auf die Befindlichkeit der Menschen. So leiden laut einer Umfrage aus dem März 2020 43 Prozent der Befragten an Bewegungsmangel; 27 Prozent fühlen sich durch die vermehrte häusliche Isolation sogar eingesperrt. Doch gibt es auch positive Auswirkungen: 35 Prozent der Schweizer empfinden mehr Ruhe und Entspannung und bei 34 Prozent der befragten Personen führt die aktuelle Situation zu einer gestärkten Partnerschaft und/oder Familie.

Wenn es um Informationen zum Coronavirus geht, vertrauen die Schweizer vor allem dem Bundesamt für Gesundheit (8,9 von 10 Punkten). Aber auch Hausärzten (8,73 Punkte) und Pflegefachkräften (8,7 Punkte) wird diesbezüglich viel Vertrauen geschenkt. Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus verringern, sind den meisten Schweizern bekannt. Dies lässt sich unter anderem damit begründen, dass in Zeiten der Corona-Pandemie der Nachrichtenkonsum höher ausfällt als normalerweise. Auf der TV-Streaming-Plattform Zattoo stieg im März 2020 der Anteil der konsumierten Informationssendungen von 16 auf 22 Prozent der Gesamtnutzungsdauer. So konnte etwa die Nachrichtensendung News – TeleBasel im März 2020 auf Zattoo einen Anstieg der Zuschauerzahlen von 209 Prozent gegenüber dem Januar desselben Jahres verzeichnen.

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 41 Statistiken aus dem Thema "Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz".

Coronavirus (COVID-19) in der Schweiz

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