Statistiken zu Smart Grids

Der Begriff „smart grid“ steht für intelligentes Stromnetz, welches mit den Bedürfnissen und Anforderungen des 21. Jahrhunderts in Einklang gebracht werden muss. Das intelligente Stromnetz optimiert die Zusammenarbeit von Stromproduzenten, Speichern, Verbrauchern und Energieübertragungs- und -verteilungsnetzen, indem die Bestandteile durch kommunikative Vernetzung und Steuerung optimal miteinander verbunden und überwacht werden. Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebes.

Die Energiewende und der damit einhergehende Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland führt zwangsläufig zu einer Umstrukturierung des Stromnetzes, da heute der Strom nicht mehr nur in großen Anlagen erzeugt, sondern dezentral dem Netz zugeführt wird. Der Trend zu einem Stromnetz mit dezentralen Energieerzeugern führt zu einem enormen Ausbaubedarf, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Geschätzt wird ein Netzausbau- und Netzumbaubedarf der Stromnetze von rund 200.000 Kilometern bis zum Jahr 2030. Desweiteren bürgen Erneuerbare Energien die Schwierigkeit, dass sich ihre Liefer-Zuverlässigkeit oft nicht voraussagen lässt. Das Zusammenspiel aus Wetterbedingungen und der Produktion von Energie hat zur Folge, dass neben dem Ausbau von Stromnetzen auch der Ausbau von Speichertechnologien angestrebt werden muss.

Die Entwicklung hin zum intelligenten Stromnetz hat auch Auswirkungen auf die Privathaushalte bzw. Verbraucher. Neue IT-Schnittstellen und moderne Stromzählertechnologien ermöglichen bessere Transparenz über die Entstehung von Kosten und Einsparungsmöglichkeiten. Intelligente Zähler, sogenannte Smart meter, bietet die Möglichkeit der Fernauslesung und können schwankende Strompreise in die Kalkulation einbeziehen. So kann der Verbraucher beispielsweise seine Waschmaschine dann anschalten, wenn der Strom aufgrund erhöhter Windstromeinspeisung oder geringer Nachfrage am günstigsten ist. Eine flächendeckende Einführung intelligenter Zähler steht in Deutschland allerdings noch in den Anfängen. Derzeit verfügt ein Prozent der Haushalte über derartige elektronische Messeinrichtungen. Laut einer Prognose von Navigant Consulting werden bis 2020 rund 32,9 Millionen Smart Meter in Deutschland installiert sein.

Expertenbefragungen haben ergeben, dass intelligente Stromnetze im Bereich der Elektro- und Informationstechnik großes Potential für den Standort Deutschland haben. Das zeigt auch eine Umfrage zur allgemeine Lage des Innovationsstandortes Deutschland. Wichtigste Argumente für die Nutzung von Smart grids sind die Integration von Erneuerbaren Energien sowie die effiziente Nutzung knapper Energieressourcen.
Darüber hinaus zeigen Studien des Fraunhofer-Instituts, dass neben dem Energiesektor auch andere Branchen, wie beispielsweise das Gesundheitswesen oder der Verkehrssektor vom Einsatz intelligenter Netze in Form von Effizienzsteigerungen und wirtschaftlichen Wachstumsimpulsen profitieren können. Im Energiebereich wird der jährliche Einspareffekt für den Standort Deutschland auf neun Milliarden Euro geschätzt.


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Smart Grid in Deutschland - Wichtige Statistiken

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