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Statistiken zur Energieversorgung

Für die dramatische Verbesserung des Wohlstands der Menschheit seit Beginn der Industrialisierung war das Verbrennen von fossilen Energieträgern zur Energiegewinnung von zentraler Bedeutung. Seitdem ist nicht nur die Weltbevölkerung drastisch angestiegen, sondern auch der Pro-Kopf-Verbrauch von Energie durch höhere Lebensstandards. Dabei herrscht eine große Differenz der verbrauchten Energie pro Kopf zwischen Ländern des globalen Nordens und denen des globalen Südens. Die Abhängigkeit und geografisch bedingte Verfügbarkeit von fossilen Energieträgern führt zu einem komplexen System aus Infra-, Markt-, und Versorgungsstrukturen. Diese Strukturen sind – vor allem im Fall von Industrienationen mit großem Energiebedarf – äußerst anfällig für externe Schocks, wie aktuell z.B. den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine oder die immer dringendere Abkehr von treibhausgas-intensiven Energieträgern, um die Klimakrise abzumildern.

In dieser aktuellen Situation bemüht sich die Staatengemeinschaft, eine funktionierende und bezahlbare Energieversorgung trotz Lieferengpässen zu gewährleisten und die Energieerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen. Die klimagerechte Verantwortung liegt hierbei vor allem an den reichen Industrienationen, die historisch wie aktuell den größten Anteil an emittierten Treibhausgasen in der Atmosphäre verursacht haben.

EU

Als eine der größten Wirtschaftsregionen weltweit mit verhältnismäßig wenigen fossilen Energievorkommen sind die EU-Staaten schon seit längerem stark abhängig von Energieimporten. Bereits seit 1990 kommen mehr als 50% der in der EU verbrauchten Energie aus dem Ausland. Erdöl und Erdgas, die beiden meist konsumierten Energieträger, werden vor allem aus Russland importiert. Dies erweist sich in Bezug auf die Energieversorgungssicherheit der EU vor allem vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und den damit einhergehenden Lieferengpassen und -kürzungen als problematisch. Russland ist unter anderem der größte Erdöl- und Erdgaslieferant an Deutschland. Die deutsche Bundesregierung unternimmt daher verstärkte Bemühungen die Energieversorgung in Deutschland zu diversifizieren und zu sichern.

Hoffnung auf eine größere Energieunabhängigkeit macht unter anderem der Zubau von erneuerbaren Energien und sinkendem Energieverbrauch in der EU, die im Kern der Energiewende zur Abmilderung der Klimakatastrophe. Im Jahr 2020 kamen etwa 22,1 Prozent der in der EU verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energien. (link neue Statistik)

USA

Die USA haben den zweitgrößten Primärenergieverbrauch weltweit, sind dabei jedoch mittlerweile fast unabhängig von Energieimporten dank eigener Erdöl- und Erdgasproduktion und durch den vermehrten Einsatz von Fracking. Dementsprechend hoch ist der Anteil an Erdgas und Erdöl am Primärenergieverbrauch, während vor allem Kernenergie und erneuerbare Energien einen sehr geringen Anteil an der Energieversorgung haben.
In Folge des russischen Angriffskrieges und den handelspolitischen Zerwürfnissen zwischen Russland und der EU hat die USA ihren Export von Flüssigerdgas (LNG – Liquified Natural Gas) nach Europa drastisch erhöht.

Die Herausforderungen für die USA liegen bezüglich der Energieversorgung vor allem in der Energiewende, die auf Grund von Pfadabhängigkeiten und politischem Widerstand aus der fossilen Energieindustrie vor Hindernissen steht. Auch die teilweise mangelnde Netzstabilität bei Extremwetterereignissen wurde 2021 im Falle des Texas Blackouts (link) ins Bewusstsein gerückt.

China

China ist mit der größten Bevölkerung weltweit und einer rasant gewachsenen Wirtschaft heute der Staat mit dem global größten Energiebedarf. Um dieser Energienachfrage nachzukommen hat China in den vergangenen Jahren stark in den Ausbau der inländischen Energieversorgung investiert.
Zusätzlich haben sich die Energieimporte Chinas zwischen 2010 und 2019 fast verdoppelt. China wird als ein Vorreiter im Bezug auf Investments in erneuerbare Energien gesehen und vereint fast 70 Prozent des globalen Solarmarktes auf sich. Gleichzeitig wurden im Jahr 2020 immer noch fast zwei Drittel der Energie in China mit der Verbrennung von Kohle erzeugt. Aktuell wird ein Viertel der weltweit zur Energiegewinnung genutzten Kohle in China verbrannt, was dazu beiträgt, dass China die höchsten CO2-Emissionen weltweit aufweist.

Russland

Russland gehört zu Staaten mit den größten fossilen Energieträgervorkommen weltweit. Durch die Nachbarschaft zu wichtigen Wirtschaftsakteuren wie der EU und China ist Russland einer der wichtigsten Exporteure von Erdöl und -gas. Gleichzeitig hängt Russland auch stark vom Energieexport ab.
100 Tage nach Kriegsbeginn gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 war China, das sich diplomatisch neutral zu dem Angriffskrieg positioniert, größter Importeur von russischen, fossilen Energieträgern. Zu den 9 größten Importeuren in diesem Zeitraum gehören aber auch 6 EU-Staaten, die den Angriffskrieg scharf verurteilen. Sowohl wegen der diplomatischen Zerwürfnisse als auch wegen Russlands akuten Lieferminderungen von Erdgas und -öl in die EU könnten die Exportmenge langfristig reduziert werden. Kurz zuvor wurde noch geplant mit dem umstrittenen Bau der Pipeline Nord Stream 2 die Liefermenge russischen Gases nach Europa zu erhöhen. Die Zukunft dieses Projekts ist angesichts der aktuellen Lage ungewiss.

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