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Statistiken zum Thema Scheidung

Unter einer Scheidung oder Ehescheidung wird in Deutschland die rechtsgültige Auflösung eines Eheverhältnisses verstanden. Die Anzahl der Ehescheidungen in Deutschland belief sich 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 149.010. Die Ehedauer unterscheidet sich stark. Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung rund 14,8 Jahre. Auch wenn die Scheidungsrate im Vergleich seit 2011 leicht zurückgegangen ist, hat sie sich in den letzten 50 Jahren vergleichsweise stark erhöht. In den 1950-er Jahren kam auf durchschnittlich rund 12 Eheschließungen eine Scheidung. Im Zeitraum von 2011 bis 2019 waren es nur noch rund 2,44 Hochzeiten pro aufgelöste Ehe.

Das durchschnittliche Alter eines geschiedenen Mannes bei einer Scheidung lag 2016 bei 45 bis 50 Jahren. Bei den Frauen überwog diese Altersgruppe bei den Geschiedenen mit rund 30.228 geschiedenen Ehen in dieser Altersgruppe. Den endgültigen Schritt zu einer Beantragung des Scheidungsverfahrens übernahmen 2016 mit 83.231 Anträgen mehrheitlich die Frauen. Lediglich 12.746 der Anträge in Deutschland wurden gemeinsam von beiden Ehegatten gestellt.

Die Gründe für diese weitreichende Entscheidung sind unterschiedlich: Von dem klassischen Auseinanderleben bis hin zu einem neuen, oftmals jüngeren Partner können sogar kleine Streitereien in einer Ehe zu einer Scheidung führen. Die Angst vor den finanziellen Folgen und vor allem die eigenen Kinder lassen viele den endgültigen Schlussstrich jedoch oft so lang es geht hinaus zögern. Rund 11 Prozent aller Befragten einer repräsentativen Umfrage gaben beispielsweise an, dass finanzielle Auseinandersetzungen eine sehr große Rolle bei ihrer eigenen Scheidung gespielt haben. Doch ob nun vor der Ehe ein Ehevertrag unterzeichnet wurde und letztendlich das Vermögen und die gemeinsamen Besitztümer im Falle einer Scheidung nach der Gütertrennung oder der Zugewinngemeinschaft aufgeteilt werden – das Ende einer Ehe ist ein Neustart im Leben, der viele erst einmal vor einem großen persönlichen Scherbenhaufen zurücklässt. Das Scheitern der einst so großen Liebe kann sich in manchen Fällen jedoch wenigstens finanziell auszahlen. Rund 27 Prozent der Frauen gaben 2015 an, dass es ihnen nach ihrer Scheidung finanziell besser ging als zuvor. Die Männer haben dagegen mehr unter den finanziellen Folgen einer Scheidung zu leiden. Mit rund 38 Prozent der männlichen Befragten ging es der Mehrheit nach der Scheidung finanziell schlechter als zuvor.

Etwa 74.700 und damit die Hälfte aller Ehescheidungen im Jahr 2019 betrafen ebenso minderjährige Kinder. Im Jahr 2019 lebten in Deutschland 122.010 minderjährige Scheidungskinder. Mit einer Trennung der Eltern steht ein Kind oft auch vor der schweren Entscheidung bei welchem Elternteil es künftig wohnen wird und welches Elternteil dagegen in den meisten Fällen nur im zweiwöchentlichen Rhythmus besucht werden kann.

Doch auch wenn man das Sprichwort „Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!“ nach all den vorgelegten und zugegebenermaßen ernüchternden Fakten nun wörtlich nehmen möchte – der Traum von der großen Liebe und einem gemeinsamen Altwerden mit dem Partner endet für die meisten nicht mit einer Scheidung. Sowohl rund 53,8 Prozent der geschiedenen Frauen, als auch rund 52,9 Prozent der geschiedenen Männer gaben 2018 an, dass sie trotz ihrer Scheidung durchaus noch einmal wieder vor den Traualtar treten möchten.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Scheidung" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Heirat und Ehe

Scheidung und Kinder

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 46 Statistiken aus dem Thema "Scheidung".

Scheidung

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Statistiken zum Thema Scheidung

Unter einer Scheidung oder Ehescheidung wird in Deutschland die rechtsgültige Auflösung eines Eheverhältnisses verstanden. Die Anzahl der Ehescheidungen in Deutschland belief sich 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf 149.010. Die Ehedauer unterscheidet sich stark. Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung rund 14,8 Jahre. Auch wenn die Scheidungsrate im Vergleich seit 2011 leicht zurückgegangen ist, hat sie sich in den letzten 50 Jahren vergleichsweise stark erhöht. In den 1950-er Jahren kam auf durchschnittlich rund 12 Eheschließungen eine Scheidung. Im Zeitraum von 2011 bis 2019 waren es nur noch rund 2,44 Hochzeiten pro aufgelöste Ehe.

Das durchschnittliche Alter eines geschiedenen Mannes bei einer Scheidung lag 2016 bei 45 bis 50 Jahren. Bei den Frauen überwog diese Altersgruppe bei den Geschiedenen mit rund 30.228 geschiedenen Ehen in dieser Altersgruppe. Den endgültigen Schritt zu einer Beantragung des Scheidungsverfahrens übernahmen 2016 mit 83.231 Anträgen mehrheitlich die Frauen. Lediglich 12.746 der Anträge in Deutschland wurden gemeinsam von beiden Ehegatten gestellt.

Die Gründe für diese weitreichende Entscheidung sind unterschiedlich: Von dem klassischen Auseinanderleben bis hin zu einem neuen, oftmals jüngeren Partner können sogar kleine Streitereien in einer Ehe zu einer Scheidung führen. Die Angst vor den finanziellen Folgen und vor allem die eigenen Kinder lassen viele den endgültigen Schlussstrich jedoch oft so lang es geht hinaus zögern. Rund 11 Prozent aller Befragten einer repräsentativen Umfrage gaben beispielsweise an, dass finanzielle Auseinandersetzungen eine sehr große Rolle bei ihrer eigenen Scheidung gespielt haben. Doch ob nun vor der Ehe ein Ehevertrag unterzeichnet wurde und letztendlich das Vermögen und die gemeinsamen Besitztümer im Falle einer Scheidung nach der Gütertrennung oder der Zugewinngemeinschaft aufgeteilt werden – das Ende einer Ehe ist ein Neustart im Leben, der viele erst einmal vor einem großen persönlichen Scherbenhaufen zurücklässt. Das Scheitern der einst so großen Liebe kann sich in manchen Fällen jedoch wenigstens finanziell auszahlen. Rund 27 Prozent der Frauen gaben 2015 an, dass es ihnen nach ihrer Scheidung finanziell besser ging als zuvor. Die Männer haben dagegen mehr unter den finanziellen Folgen einer Scheidung zu leiden. Mit rund 38 Prozent der männlichen Befragten ging es der Mehrheit nach der Scheidung finanziell schlechter als zuvor.

Etwa 74.700 und damit die Hälfte aller Ehescheidungen im Jahr 2019 betrafen ebenso minderjährige Kinder. Im Jahr 2019 lebten in Deutschland 122.010 minderjährige Scheidungskinder. Mit einer Trennung der Eltern steht ein Kind oft auch vor der schweren Entscheidung bei welchem Elternteil es künftig wohnen wird und welches Elternteil dagegen in den meisten Fällen nur im zweiwöchentlichen Rhythmus besucht werden kann.

Doch auch wenn man das Sprichwort „Verliebe dich oft, verlobe dich selten, heirate nie!“ nach all den vorgelegten und zugegebenermaßen ernüchternden Fakten nun wörtlich nehmen möchte – der Traum von der großen Liebe und einem gemeinsamen Altwerden mit dem Partner endet für die meisten nicht mit einer Scheidung. Sowohl rund 53,8 Prozent der geschiedenen Frauen, als auch rund 52,9 Prozent der geschiedenen Männer gaben 2018 an, dass sie trotz ihrer Scheidung durchaus noch einmal wieder vor den Traualtar treten möchten.

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