
Armutsquote der städtischen Bevölkerung und Haushalte in Argentinien bis 2024
Im ersten Halbjahr 2024 haben rund 52,9 Prozent der Menschen in urbanen Gebieten in Argentinien unterhalb der Armutsgrenze gelebt. Die Armutsquote bei städtischen Haushalten hat rund 42,5 Prozent betragen. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 ist die Armutsquote bei städtischen Haushalten sowie der städtischen Bevölkerung um rund 11 Prozentpunkte angestiegen.
Argentinien hat bereits seit langer Zeit Probleme mit hoher Inflation. Im Dezember fing die Inflationsrate an, deutlich zu steigen. Im Dezember 2023 stieg die Inflationsrate von 160,9 Prozent im November 2023 auf rund 211,4 Prozent. Dies führt auch zu höherer Armut, da die Preise für Alltagsgüter der Haushalte und Menschen deutlich ansteigen.
Wie wird die Armutsquote errechnet?
Die Armutsquote in Argentinien wird einerseits für Haushalte sowie einzelne Menschen angegeben. Dabei wird zunächst der Preis für Grundnahrungsmittel anhand eines exemplarischen Warenkorbs errechnet. Dieser entspricht der extremen Armutsgrenze. Dieser Betrag wird mittels des Engelschen Gesetzes mit dem Kehrwert des Engel-Koeffizienten multipliziert, um die Armutsgrenze zu bestimmen.