In Deutschland gibt es deutlich mehr Studierende als Auszubildende. Zuletzt zählte das Statistische Bundesamt (destatis) insgesamt 2,88 Millionen Student:innen das sind fast 50 Prozent mehr als zu Beginn des Jahrtausends. Die Zahl der Auszubildenden befindet sich dagegen seit 2008 in einem kontinuierlichen Abwärtstrend. Aktuelle destatis-Daten beziffern ihre Anzahl auf 1,21 Millionen (-25,3 Prozent ggü. 2002). Für die Wirtschaft ist das ein echtes Problem. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist seit Jahren höher als die der Bewerber. Viele Betriebe finden keine Auszubildenden mehr. Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) sind ungeeignete Bewerbungen der Hauptgrund für die Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen. Ein Grund für die hohe Zahl der Studierenden dürfte sein, dass sich eine akademische Ausbildung in vielen Fällen finanziell lohnt. Es kommt dabei aber auf den Abschluss an: Mit einem Masterabschluss erzielen Beschäftigte im Schnitt 6.448 Euro und liegen damit mehr als 1.000 Euro über einem Handwerksmeister. Mit einem Bachelor liegt man dagegen im Schnitt unter Beschäftigten mit einem einen Meister-, Techniker-, oder Fachschulabschluss.
Beruf & Karriere
Warum gibt es mehr Studierende oder mehr Auszubildende?

Beschreibung
Die Grafik zeigt die Anzahl der Auszubildenden und der Hochschul-Studierenden in Deutschland.


















