Queen Elizabeth II.

Elizabeth II. wurde am 21. April 1926 als Elizabeth Alexandra Mary geboren und stammt aus dem Haus Windsor. Von 1952 bis zu ihrem Tod im September 2022 war sie die Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland sowie von 14 weiteren, als Commonwealth Realms bezeichneten souveränen Staaten einschließlich deren Territorien und abhängigen Gebieten. Darüber hinaus war sie das Oberhaupt des 56 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations, Lehnsherrin der britischen Kronbesitzungen sowie weltliches Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche von England. Jedoch übte sie nur im Vereinigten Königreich ihre fast ausschließlich repräsentativen Rechte und Pflichten als Königin persönlich aus. In den übrigen Commonwealth Realms wird das Staatsoberhaupt durch Generalgouverneure vertreten.

Staatsoberhaupt mit 25 Jahren

Elizabeth war das ältere von zwei Kindern von Prinz Albert, des seinerzeitigen Herzogs von York und späteren Königs Georg VI., und dessen Ehefrau Elizabeth, Herzogin von York (Elizabeth Bowes-Lyon, später Königin Elizabeth). Elizabeth II. stand bei ihrer Geburt, während der Herrschaft ihres Großvaters, nach ihrem Onkel (Eduard VIII.) und ihrem Vater (Georg VI.) an dritter Stelle der britischen Thronfolge.
Ihr Vater bestieg 1936, nach der Abdankung seines älteren Bruders, den Thron. Als voraussichtliche Thronfolgerin übernahm Elizabeth während des Zweiten Weltkriegs erstmals Aufgaben in der Öffentlichkeit und schloss sich im Februar 1945 dem Auxiliary Territorial Service (Frauenabteilung des britischen Heeres während des Zweiten Weltkriegs) an, wo sie eine Ausbildung zur Lastwagenfahrerin und Mechanikerin erhielt. Außerdem gehörte sie seit ihrem 18. Geburtstag dem fünfköpfigen Staatsrat an, der bei einem Auslandsaufenthalt oder einer sonstigen Verhinderung die Amtsgeschäfte des Staatsoberhauptes übernimmt.
Im Jahr 1951 verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Georg VI., weswegen ihn Elizabeth bei öffentlichen Anlässen regelmäßig vertrat. Durch seinen Tod am 6. Februar 1952 wurde Elizabeth automatisch zur britischen Königin. Ihre Krönung fand am 2. Juni 1953 statt. Als Herrschernamen entschied sie sich für ihren ersten Vornamen.
Während ihrer Herrschaft trugen sich zahlreiche bedeutende politische Prozesse und Ereignisse zu, beispielsweise die Entkolonialisierung des Britischen Weltreiches, der Kalte Krieg, der Nordirlandkonflikt und sowohl der Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Union als auch der Brexit.

Die Queen und ihre Familie

Im April 2021 musste die Queen und die Royal Family einen herben Schicksalsschlag verkraften: Nach einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt verstarb Prinz Philip, Duke of Edinburgh und Ehemann der Queen, im Alter von 99 Jahren auf Schloss Windsor. Die Beerdigung fand im kleinen Kreis der Familie am 17. April 2021 statt. Queen Elizabeth und Prinz Philip waren 73 Jahre verheiratet und haben vier gemeinsame Kinder. Die offizielle Bekanntgabe der Verlobung von Elizabeth und Prinz Philip von Griechenland und Dänemark erfolgte am 9. Juli 1947. Elizabeth und Philip heirateten am 20. November 1947 in der Westminster Abbey. Das erste Kind, Prinz Charles, wurde am 14. November 1948 geboren. In den folgenden Jahren kamen Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward zur Welt.

Skandale, negative Schlagzeilen und öffentliche Kritik - das hat die Queen während ihrer Regierungszeit mehr als einmal erlebt. Sei es die Scheidung von Prinz Charles und Prinzessin Diana, der Skandal um Prinz Andrew, aber auch der Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan aus dem britischen Königshaus (Megxit): Anfang des Jahres 2020 kündigte das Ehepaar seinen Rücktritt an und hat seit April desselben Jahres keine königlichen Verpflichtungen mehr. Obwohl sich die Queen in einer offenen Stellungnahme verständnisvoll zeigte, wird vermutet, dass der Ausstieg das Familienverhältnis belastet hat. Nicht zuletzt, da sich Harry und Meghan in einem Interview mit der US-amerikanischen Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey negativ über die Royal Family äußerten und sich über den Umgang der britischen Königsfamilie beschwerten. Laut einer Umfrage von Yougov, welche kurz nach dem Interview stattfand, sympathisierten rund 36 Prozent der befragten Personen aus Großbritannien mit der Queen und den royalen Familienmitgliedern, während rund 22 Prozent Partei für Harry und Meghan ergriffen.

Beliebtheit und öffentliche Wahrnehmung

Trotz Kritik an der Monarchie als Instanz, sind die Familienmitglieder der Royal Family bei ihrem Volk beliebt. Die Queen war sowohl das bekannteste als auch das beliebteste Mitglied des britischen Königshauses. Dennoch wurde ihre Regentschaft nicht kritiklos verfolgt.
Mit Selbstbeherrschung, Professionalität und Zurückhaltung führte die Queen ihr Land und ihre Familie durch Krisensituationen. Da die Queen nur wenige Interviews gab und in diesen hauptsächlich ihre Arbeit als Staatsoberhaupt thematisierte, war wenig über ihre persönlichen Gefühle und Ansichten bekannt. Bei öffentlichen Auftritten zeigte sich Elizabeth II. immer gut gelaunt und auch häufig von ihrer humorvollen Seite. Außerdem äußerte sie sich als parlamentarische Monarchin nie öffentlich zu ihrer politischen Einstellung, was die Mehrheit der Brit:innen befürwortete.

Aufgrund ihrer Zurückhaltung ist nur weniges aus ihrem Privatleben bekannt: In ihrer Freizeit interessierte sich die Queen vor allem für den Pferdesport und besuchte regelmäßig die Pferderennen in Ascot und Epsom. Sie besaß selbst mehrere Pferde, sowie Hunde. Die liebste Hunderasse der Queen: der Pembroke Welsh Corgi. Seit ihrer Thronbesteigung besaß sie mehr als 30 Corgis. Elizabeth II. gehörte zeitlebens zu den meistfotografierten Personen der Welt, dabei hielt sie selbst gerne Momente mit der Kamera fest - vorzugsweise mit einer Leica.


Das Ende einer Ära

Am 08. September 2022 verstarb Elizabeth II. im Kreise ihrer Familie auf Schloss Balmoral in Schottland, wie der Buckingham Palace mitteilte. Der Palast hatte zuvor kundgetan, dass die Ärzt:innen der Königin besorgt seien und eine medizinische Überwachung empfahlen.
Am Tor des Buckingham-Palastes in London wurde eine offizielle Bekanntmachung mit einem Statement ausgehängt und die Flagge wurde auf Halbmast gesetzt. Menschen auf der ganzen Welt trauern um die Queen; Staatsoberhaupte und Prominente aus aller Welt bekundeten ihre Trauer und mehrere hundert Menschen versammelten sich vor der offiziellen Residenz der Queen.
Ihren letzten öffentlichen Auftritt absolvierte Elizabeth II. zwei Tage zuvor, indem sie Boris Johnson aus seinem Amt als Premierminister entließ und anschließend Liz Truss zur neuen Premierministerin ernannte.

Elizabeth II. hatte die längste Regierungsdauer auf dem britischen Thron vorzuweisen – und war bis zu ihrem Tod mit 96 Jahren die älteste amtierende Monarchin der Welt.
Noch im Juni 2022 wurde das 70. Thronjubiläum der Queen in Großbritannien vier Tage lang mit Paraden, Feuerwerken und Konzerten gefeiert. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden konnte die Queen jedoch nicht an allen Veranstaltungen ihr zu Ehren teilnehmen und ließ sich daher von ihrem Sohn Prinz Charles vertreten. Während die Queen in früheren Jahren zu den aktivsten Mitgliedern der Royal Family zählte, waren ihre Auftritte in der Öffentlichkeit in den letzten Jahren weniger geworden. Im Mai 2022 hielt Elizabeth II. aus gesundheitlichen Gründen erstmals seit 59 Jahren nicht die Thronrede bzw. eröffnete erstmals seit 1963 nicht eine Sitzungsperiode des britischen Parlaments. Dies wurde stellvertretend von Prinz Charles übernommen.
Mit dem Tod der Queen tritt Charles III. (vorher Prinz Charles), als ältester Sohn und erster Thronfolger, im Alter von 73 Jahren die Nachfolge seiner Mutter an.

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