Statistiken zu Großbritannien

Das Vereinigte Königreich umfasst England, Wales, Schottland und Nordirland. Im deutschen Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Großbritannien als Synonym üblich, obwohl sich dieser Begriff streng genommen nur auf die Insel Britannien bezieht und somit Nordirland außen vor lässt.
Die Bevölkerung von Großbritannien betrug 2017 circa rund 66,05 Millionen Menschen. Die Lebenserwartung in Großbritannien zählt mit rund 81 Jahren (2016) zu den höchsten weltweit. Die Fertilitätsrate in Großbritannien liegt mit 1,8 Kindern je Frau (2016) im europäischen Vergleich recht hoch. Gleichzeitig weist Großbritannien seit Jahren einen positiven Migrationssaldo auf. Im Jahr 2016 betrug der Migrationssaldo in Großbritannien 248.553 Personen. In der EU steht Großbritannien im Hinblick auf die Einwohnerzahl noch an dritter Stelle. Laut Prognosen wird Großbritannien jedoch spätestens im Jahr 2030 das zweitbevölkerungsreichste Land der EU sein. Ob sich diese Prognose bestätigen wird, hängt nicht zuletzt vom Brexit und den damit einhergehenden mutmaßlichen Veränderungen in der britischen Einwanderungspolitik zusammen. Die größten Städte in Großbritannien sind London, Birmingham und Glasgow. London ist gemessen an der Einwohnerzahl auch die größte Stadt der Europäischen Union.

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 2,62 Billionen US-Dollar (2017) ist Großbritannien die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt und die zweitgrößte in der EU.
Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2017 bei geschätzt rund 39.735 US-Dollar - Platz sechs innerhalb der G20. Abgesehen von den Krisenjahren 2008 und 2009 erzielte Großbritannien stabile jährliche Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In jüngster Vergangenheit verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum wieder. 2017 wuchs die britische Wirtschaft um 1,8 Prozent; für 2018 wird mit einer Wachstumsrate von circa 1,6 Prozent gerechnet. Durch die robusten Wachstumsraten ist auch die Arbeitslosenquote in Großbritannien in den Jahren nach dem Höchststand im Jahr 2011 merklich gesunken; sie lag 2011 bei rund 8,1 Prozent. Im Jahr 2017 betrug sie rund 4,4 Prozent und damit niedriger als in der Zeit vor der Wirtschaftskrise. Die Inflationsrate in Großbritannien betrug 2017 rund 2,7 Prozent; 2018 werden die Preise voraussichtlich ebenfalls um 2,7 Prozent steigen.

Im Jahr 2017 exportierte Großbritannien Waren im Wert von rund 445 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für rund 644,1 Milliarden US-Dollar. Damit steht Großbritannien auf Rang zehn der größten Exportländer und auf Rang fünf der wichtigsten Importnationen.

Die Bedeutung des innereuropäischen Handels (EU-Intrahandel) für Großbritannien ist hoch: Großbritannien exportierte 2017 Güter im Wert von rund 188,5 Milliarden Euro innerhalb der europäischen Union und importierte umgekehrt Güter im Wert von rund 295,5 Milliarden Euro aus der Europäischen Union. Das britische Defizit in der Handelsbilanz von rund 199,1 Milliarden US-Dollar ist das zweitgrößte weltweit. Wichtigste Handelspartner im Export sind die USA, Deutschland und die Frankreich. Im Import sind es Deutschland, die USA und China .

Die Staatsverschuldung in Großbritannien ist vor allem nach 2007 stark gestiegen und lag 2017 bei rund 1,77 Billionen Pfund. Umgerechnet auf die Wirtschaftsleistung ergibt sich eine Schuldenquote von rund 87 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - Großbritannien zählt damit nicht zu den Ländern mit der höchsten Staatsverschuldung. Die Defizitquote betrug circa 2,3 Prozent des BIP im Jahr 2017. Sie gehört nicht zu den höchsten Staatsdefizitquoten weltweit und hat sich ausgehend vom Jahr 2009 mit rund 10,2 Prozent auch kontinuierlich verringert. Das Staatsdefizit in absoluten Zahlen betrug 2017 rund 47,4 Milliarden Pfund.

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