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Statistiken zum G7-Gipfel

Die Gruppe der Sieben - kurz G7 - besteht aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA. 1998 wurde die Gruppe durch die Aufnahme von Russland auf acht Länder (G8) erweitert. Aufgrund der Verletzung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Ukraine durch die Russische Föderation haben die Staats- und Regierungschefs der G7, also der G8 ohne Russland, am 24. März 2014 beschlossen, sich bis auf Weiteres im G7-Format ohne Russland zu treffen. Die Europäische Kommission hat einen Beobachterstatus bei der G7.

Wer sind die G7?

Die G7 ist keine internationale Organisation, sondern ein informelles Forum, das sich aus den jeweiligen Staats- und Regierungschefs zusammensetzt. Ein Treffen der G7 findet in der Regel einmal jährlich, zum sogenannten G7-Gipfel statt, bei dem außerdem stets die Europäische Union anwesend ist. Genutzt werden diese Zusammenkünfte, um sich gemeinsam in globalen politischen Angelegenheiten zu positionieren. Deutschland übernahm im Jahr 2022 die G7-Präsidentschaft – der G7-Gipfel tagte in diesem Jahr vom 26. bis 28. Juni im oberbayerischen Schloss Elmau. Der letzte G7-Gipfel fand 2021 in St. Ives unter Leitung Großbritanniens statt. Die G7 wird oft für ihre Exklusivität kritisiert. Zwar repräsentieren die G7 rund 43,4 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts (Stand: 2022), allerdings nur etwa 9,8 Prozent der Weltbevölkerung.

G7-Gipfel in Elmau im Juni 2022

Nachdem Deutschland zum 1. Januar 2022 die Präsidentschaft der G7 übernahm wurde der Gipfel wie schon im Jahr 2015 im Schloss Elmau in Oberbayern abgehalten. G7-Gipfel werden von einer Reihe an Ministerialtreffen und bilateralen Treffen begleitet. Parallel fand zudem der Weltjugendgipfel Y7 statt. Beim G7-Gipfel standen im Vorfeld folgende Themen auf der Tagesordnung:
  • Die russische Invasion der Ukraine
  • Klimapolitik
  • Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie
Am 28. Juni 2022 wurde nach drei Tagen Verhandlungen das Abschlussdokument veröffentlicht.

Der Russland-Ukraine Krieg: Eine Zeitenwende für die G7-Staaten?

Die G7 bekräftigten im Abschlussdokument die Verurteilung von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Länder beschlossen eine internationale Konferenz und einen Plan zum Wiederaufbau der Ukraine, Bundeskanzler Scholz sprach am Ende des Gipfels von einem Marshallplan für die Ukraine. Auch würden der Ukraine langfristig Sicherheitszusagen gemacht, obwohl Details nicht genannt wurden.
Der Russland-Ukraine-Krieg und seine Folgen haben große Teile des Gipfels beansprucht; sich aber auch auf die Gesellschaften in den G7-Staaten ausgewirkt. Laut einer Studie aus Mai 2022 hat sich die Risikowahrnehmung in den G7-Ländern im Vergleich zu 2020 verschoben. In sechs von sieben G7-Staaten wird Russland als der größte Risikofaktor wahrgenommen. Besonders kriegsbezogene Risikofaktoren, wie die Gefahr durch die Nutzung von Nuklear-, Bio-, oder Chemiewaffen haben in der Risikowahrnehmung deutlich zugenommen seit Beginn des Kriegs. Dagegen haben das Coronavirus und das Risiko künftiger Pandemien nachgelassen in der Risikowahrnehmung in der Bevölkerung der G7-Staaten. Eine große Mehrheit in den G7-Ländern stimmt zusätzlich der Aussage zu, dass der russische Einmarsch in die Ukraine ein Wendepunkt für die Außen- und Sicherheitspolitik der jeweiligen Länder ist. Jeweils mehr als 60 Prozent der Befragten in den einzelnen G7-Staaten halten die Invasion der Ukraine für einen Wendepunkt für die Weltpolitik.

G7-Abschlusserklärung: Weitere Maßnahmen

Ernährungssicherheit

Der Krieg in der Ukraine hat sich auf die Exporte von Weizen aus Russland und der Ukraine ausgewirkt. Besonders für ärmere Länder in Asien und Afrika, die von Importen aus der Region abhängig sind, stellt diese Entwicklung ein großes Risiko dar. Die G7 beschlossen in Elmau die Bereitstellung von zusätzlich 4,5 Milliarden US-Dollar für globale Ernährungssicherheit über die Global Alliance on Food Security. Auch in den Bevölkerungen der G7-Staaten ist das Thema präsent. Eine Mehrheit der Befragten gab an, dass ihr Land mehr machen müsste, um Entwicklungsländer bei steigenden Lebensmittelpreisen zu unterstützen.

Energie

Die G7-Staaten erklärten zudem die Weltwirtschaft stabilisieren zu wollen und die Energieversorgung zu sichern. Die Regierungschefs erklärten ihr Bekenntnis, die Abhängigkeit von russischer Energie schrittweise zu beenden. Dabei wollen sie Klima- und Umweltziele nicht beeinträchtigen.

Globale Infrastruktur

Mithilfe der Partnerschaft für Globale Infrastruktur und Investitionen wollen die G7-Staaten in den kommenden fünf Jahren rund 600 Milliarden US-Dollar mobilisieren, um Investitionslücken zu füllen. Dabei wurde während des Gipfels bereits mit den Regierungen von Indonesien, Indien, Senegal und Vietnam verhandelt, um Partnerschaften für eine gerechte Energiewende (Just Energy Transition Partnerships) zu schließen. Mit Südafrika besteht eine solche Partnerschaft bereits seit November 2021. Die Initiative wird als Alternative zur chinesischen Seidenstraße gesehen, die vor fast zehn Jahren initiiert wurde.

Die Corona-Pandemie

Die Bekämpfung der Corona-Pandemie war auch Thema des Gipfels. Die Regierungschefs der einzelnen Staaten beschlossen weiterhin Impfstoffdosen bereitzustellen. Darüber hinaus soll sich im Rahmen des G7-Pandemiepakts denThemen Prävention, Vorsorge und Bekämpfung zukünftiger Pandemien angenommen werden.

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