Emissionen Statistiken
Statistiken zu Emissionen

Mit Emissionen sind hier die Emissionen von Treibhausgasen – Gase, die zum Treibhauseffekt beitragen - gemeint. Zu den wichtigsten Treibhausgasen gehören Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid ((N2O), Fluorkohlenwasserstoff (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3).
Das bekannteste Treibhausgas ist mit Abstand Kohlenstoffdioxid. Mit einem Anteil von 0,03 Prozent gehört es zu den drei wichtigsten Bestandteilen der Luft neben Stickstoff (78 Prozent) und Sauerstoff (21 Prozent).

In Deutschland sinken die CO2-Emissionen nahezu kontinuierlich jedes Jahr. Hauptquelle für CO2-Emissionen mit über 40 Prozent ist die Energiewirtschaft, weshalb Schwankungen in der Menge des ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids innerhalb der letzten Jahre in Deutschland hauptsächlich auf die Witterung zurückzuführen sind.
Der Anteil von CO2 an den gesamten Treibhausgasemissionen hat sich seit 1990 allerdings um vier Prozent auf aktuell etwa 87 Prozent erhöht. Das liegt daran, dass die Emissionen von Methan und Distickstoffoxid im Vergleich zu Kohlendioxid viel stärker gemindert wurden.

China ist mit einem Anteil von 23 Prozent an den gesamten CO2-Emissionen weltweit größter Emittent. Danach folgen die USA und Indien. Deutschland ist ebenfalls im Ranking der zehn größten CO2-ausstoßenden Länder weltweit vertreten.
br> Die Europäische Union führte im Jahr 2005 das Europäische Emissionshandelssystem als Klimaschutzinstrument ein, um CO2-Emissionen der Energiewirtschaft, der energieintensiven Industrie und seit 2012 auch der Luftfahrt zu reduzieren. Der Emissionshandel unterliegt dem Prinzip des cap & trade (beschränken und handeln). Innerhalb eines bestimmten Gebiets und eines konkreten Zeitraums wird die Menge spezifischer Treibhausgasemissionen politisch festgelegt. Entsprechend dieser Obergrenze werden Emissionsberechtigungen ausgegeben, die auf dem Markt frei gehandelt werden dürfen.
Das System bezieht sich auf Anlagen der Energiewirtschaft und Industrie, nicht auf Länder oder Unternehmen. Bis 2020 werden die Treibhausgasemissionen der erfassten Anlagen in den EU-Mitgliedsstaaten im Emissionshandel nach und nach um 21 Prozent gegenüber 2005 gesenkt. Dabei nimmt die Menge der an die Anlagenbetreiber zugeteilten Emissionsberechtigungen jährlich um 1,74 Prozent ab. Durch das stetige Sinken der CO2-Obergrenze steigt der Anreiz für die teilnehmenden Unternehmen, in energieeffiziente Anlagen und Maßnahmen zur Emissionsreduktion zu investieren.


Bild: photodune.net / olivier26
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