Statistiken zu Treibhausgas-Emissionen in der Schweiz

Als Treibhausgase werden gasförmige Stoffe in der Luft bezeichnet, die zum globalen Treibhauseffekt beitragen und sowohl einen natürlichen als auch einen durch den Menschen verursachten Ursprung haben können. Die Störung des natürlichen Gleichgewichts der Atmosphäre bzw. des natürlichen Erderwärmungsvorganges durch Eingriffe des Menschen verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt unweigerlich zu globaler Erwärmung und dem damit einhergehenden Klimawandel. Zu den wichtigsten Treibhausgasen, die Inhalt des Kyoto-Protokolls sind, gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) sowie die fluorierten F-Gase: wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexafluorid (SF6). Seit 2015 kommt Stickstofftrifluorid (NF3) dazu.

Die Treibhausgas-Emissionen in der Schweiz lagen 2017 bei 47,24 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, etwa 38,25 Millionen Tonnen davon waren CO2-Emissionen. Der Verkehr in der Schweiz ist dabei der größte Verursacher von Treibhausgas-Emissionen. Zwar gelangen hier Einsparungen von etwa 1,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Vergleich von 2007 zu 2017, bei Gebäuden und in der Industrie konnte im gleichen Zeitraum jedoch eine umfangreichere Reduzierung erreicht werden.

Bereits 1999 wurde die Reduzierung der CO2-Emissionen aus der Nutzung fossiler Energieträger im CO2-Gesetz festgehalten. Die Emissionen sollten sich im Vergleich zu 1990 bis zum Jahr 2010 um 10 Prozent verringern. Eine revidierte Fassung des Gesetzes 2011 gab als Ziel bis 2020 eine Reduktion des Ausstoßes gegenüber 1990 um 20 Prozent vor. Darüber hinaus verpflichtete sich die Schweiz im Zuge des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu weiteren Einsparungen (50 Prozent des Niveaus von 1990). Der derzeitige Entwurf einer Totalrevision des CO2-Gesetzes enthält zusätzlich ein Nettonull-Emissionsziel bis 2050.

Als Lenkungsinstrument führte die Schweiz bereits im Jahr 2008 eine CO2-Abgabe mit dem Ziel den Verbrauch von fossilen Brennstoffen zu senken ein. Die Einnahmen werden an die Bürger zurückgegeben, zum einen als Fördermaßnahmen für klimafreundliche Sanierungen und zum anderen als direkte Rückgabe. Ein verbrauchsarmer Umgang mit fossilen Brennstoffen zahlt sich dadurch finanziell aus. Seit Januar 2018 beträgt der Preis für eine Tonne CO2 96 Schweizer Franken.

Zu den Ländern mit dem größten Anteil an den globalen Treibhausgas-Emissionen gehören China, die USA, Indien, Russland und Japan. Allein Russland erzeugt jährlich Treibhausgas-Emissionen in Höhe von rund 2,6 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent. Bei der Betrachtung der Indexentwicklung zeigt sich, dass die Schweiz zu den europäischen Ländern gehört, welche den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 verringerten. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl stößt die Schweiz wenig CO2 aus.

Interessante Statistiken

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Treibhausgas-Emissionen in der Schweiz

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