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Was ist Lärm? Und was sind die Ursachen und Folgen von Lärmbelästigung?

In der richtigen Lautstärke und der richtigen Tonlage kann Schall wortwörtlich Musik in unseren Ohren sein. Sind die Geräusche jedoch zu laut, andauernd oder anderweitig unangenehm, wird aus Schall Lärm. Anhaltender Lärm verursacht Stress und kann sogar krank machen. Insbesondere in urbanen Räumen ist Lärm ein großes Problem und ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko. Die dichte Verkehrsinfrastruktur in Ballungsräumen, allen voran der Autoverkehr, sorgt in vielen Städten dafür, dass regelmäßig oder gar dauerhaft Lärmgrenzwerte überschritten werden.

Der Schalldruckpegel gibt die Stärke eines Schallereignisses wieder und wird in Dezibel angegeben. Da das Hörempfinden äußerst subjektiv ist, wird ein und dieselbe Lautstärke von verschiedenen Personen meist unterschiedlich bewertet. Generell gilt aber: Je höher der Dezibelwert, umso lauter ist das (wahrgenommene) Geräusch. Da es sich beim Dezibel um eine logarithmische Einheit handelt, bedeutet ein Anstieg um 10 dB eine gefühlte Verdopplung der Lautstärke. So ist dichter Straßenverkehr, der eine Lautstärke von etwa 70 Dezibel hat, doppelt so laut wie eine Unterhaltung bei Zimmerlautstärke, die auf etwa 60 Dezibel kommt. Um Lärmbelästigung messbar und vergleichbar zu machen, wurde der europäische Standard des Lden entwickelt. Der Lden gibt die durchschnittliche Lautstärke an einem Ort im Verlauf eines gesamten Tages wieder. Überschreitet der Lden 55 Dezibel wird von Lärmbelästigung gesprochen. Zusätzlich zum Lden gibt es noch den Lnight, der die mittlere Lautstärke in der Nacht misst. Beim Lnight gilt ein Wert von über 50 Dezibel bereits als Lärmbelästigung, da der menschliche Körper in der Nacht verstärkt auf Ruhe angewiesen ist.

Bei der Bewertung von Lärm ist es entscheidend, wie viele Menschen und andere Lebewesen dem Lärm ausgesetzt sind. Das ist der Grund dafür, weshalb Straßenlärm weitaus problematischer ist als z. B. Industrielärm, obwohl Letzterer weitaus lauter sein kann. Lärm von Fabriken kann in Industriegebieten weitestgehend von Wohn- und Gewerbegebieten isoliert werden. Verkehr hingegen findet notwendigerweise dort statt, wo sich Menschen tagtäglich aufhalten. Dies zeigt sich unter anderem in den Zahlen zur Lärmbelästigung nach Lärmquelle auf EU-Ebene. Während von Industrielärm nur wenige Tausend Menschen betroffen sind, ist der Straßenverkehr für fast 80 Millionen Menschen die Ursache von Lärmbelästigung. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes fühlen sich sogar drei Viertel der deutschen Bevölkerung von Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt.

Besonders laute Geräusche wie ein Gewehrschuss oder Feuerwerk aus zu kurzer Entfernung können zu bleibenden Schäden am Ohr führen und das Hörvermögen beeinträchtigen. Meistens entfaltet Lärm seine Wirkung jedoch als anhaltender und nicht zu unterschätzender Stressfaktor, der zu einem vielfältigen Krankheitsbild führen kann. Bei Lärm fällt es schwer, sich zu entspannen und zu erholen. Der sich daraus entwickelnde Stress kann zu ernsthaften Krankheiten wie Bluthochdruck, Nervosität oder Depressionen führen. Durch die so entstehenden medizinischen Ausgaben ist Lärm somit auch ein großer volkswirtschaftlicher Kostenpunkt. Darüber hinaus trägt Lärm zur sozialen Entmischung von Quartieren und Städten bei. Wohnungen an viel befahrenen Straßen haben häufig einen geringeren Mietpreis als Wohnungen in weniger befahrenen – also leiseren – Nebenstraßen. Die Folge: Weniger privilegierte Menschen wohnen vermehrt in Straßen mit hoher Lärmbelastung, während besser situierte Personen die Möglichkeit haben in ruhigere Wohnungen auszuweichen.

Wichtige Kennzahlen

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Lärm in Deutschland

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Was ist Lärm? Und was sind die Ursachen und Folgen von Lärmbelästigung?

In der richtigen Lautstärke und der richtigen Tonlage kann Schall wortwörtlich Musik in unseren Ohren sein. Sind die Geräusche jedoch zu laut, andauernd oder anderweitig unangenehm, wird aus Schall Lärm. Anhaltender Lärm verursacht Stress und kann sogar krank machen. Insbesondere in urbanen Räumen ist Lärm ein großes Problem und ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko. Die dichte Verkehrsinfrastruktur in Ballungsräumen, allen voran der Autoverkehr, sorgt in vielen Städten dafür, dass regelmäßig oder gar dauerhaft Lärmgrenzwerte überschritten werden.

Der Schalldruckpegel gibt die Stärke eines Schallereignisses wieder und wird in Dezibel angegeben. Da das Hörempfinden äußerst subjektiv ist, wird ein und dieselbe Lautstärke von verschiedenen Personen meist unterschiedlich bewertet. Generell gilt aber: Je höher der Dezibelwert, umso lauter ist das (wahrgenommene) Geräusch. Da es sich beim Dezibel um eine logarithmische Einheit handelt, bedeutet ein Anstieg um 10 dB eine gefühlte Verdopplung der Lautstärke. So ist dichter Straßenverkehr, der eine Lautstärke von etwa 70 Dezibel hat, doppelt so laut wie eine Unterhaltung bei Zimmerlautstärke, die auf etwa 60 Dezibel kommt. Um Lärmbelästigung messbar und vergleichbar zu machen, wurde der europäische Standard des Lden entwickelt. Der Lden gibt die durchschnittliche Lautstärke an einem Ort im Verlauf eines gesamten Tages wieder. Überschreitet der Lden 55 Dezibel wird von Lärmbelästigung gesprochen. Zusätzlich zum Lden gibt es noch den Lnight, der die mittlere Lautstärke in der Nacht misst. Beim Lnight gilt ein Wert von über 50 Dezibel bereits als Lärmbelästigung, da der menschliche Körper in der Nacht verstärkt auf Ruhe angewiesen ist.

Bei der Bewertung von Lärm ist es entscheidend, wie viele Menschen und andere Lebewesen dem Lärm ausgesetzt sind. Das ist der Grund dafür, weshalb Straßenlärm weitaus problematischer ist als z. B. Industrielärm, obwohl Letzterer weitaus lauter sein kann. Lärm von Fabriken kann in Industriegebieten weitestgehend von Wohn- und Gewerbegebieten isoliert werden. Verkehr hingegen findet notwendigerweise dort statt, wo sich Menschen tagtäglich aufhalten. Dies zeigt sich unter anderem in den Zahlen zur Lärmbelästigung nach Lärmquelle auf EU-Ebene. Während von Industrielärm nur wenige Tausend Menschen betroffen sind, ist der Straßenverkehr für fast 80 Millionen Menschen die Ursache von Lärmbelästigung. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes fühlen sich sogar drei Viertel der deutschen Bevölkerung von Straßenverkehrslärm gestört oder belästigt.

Besonders laute Geräusche wie ein Gewehrschuss oder Feuerwerk aus zu kurzer Entfernung können zu bleibenden Schäden am Ohr führen und das Hörvermögen beeinträchtigen. Meistens entfaltet Lärm seine Wirkung jedoch als anhaltender und nicht zu unterschätzender Stressfaktor, der zu einem vielfältigen Krankheitsbild führen kann. Bei Lärm fällt es schwer, sich zu entspannen und zu erholen. Der sich daraus entwickelnde Stress kann zu ernsthaften Krankheiten wie Bluthochdruck, Nervosität oder Depressionen führen. Durch die so entstehenden medizinischen Ausgaben ist Lärm somit auch ein großer volkswirtschaftlicher Kostenpunkt. Darüber hinaus trägt Lärm zur sozialen Entmischung von Quartieren und Städten bei. Wohnungen an viel befahrenen Straßen haben häufig einen geringeren Mietpreis als Wohnungen in weniger befahrenen – also leiseren – Nebenstraßen. Die Folge: Weniger privilegierte Menschen wohnen vermehrt in Straßen mit hoher Lärmbelastung, während besser situierte Personen die Möglichkeit haben in ruhigere Wohnungen auszuweichen.

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