Beschäftigte in der "Fahrzeugführung im Flugverkehr" – also etwa Pilotinnen und Piloten – liegen in Deutschland einem mittleren Bruttomonatsverdienst von 11.591 Euro an der Spitze der Verdienstrangliste. Zu den Topverdienern zählen auch Human- und Zahnmediziner mit 8.634 Euro sowie Menschen, die Geschäftsführungs- und Vorstandspositionen bekleiden (8.555 Euro). Auch Forschende in den Wirtschaftswissenschaften kommen mit 6.987 Euro noch klar auf ein überdurchschnittliches Niveau. Diese hohen Verdienste lassen sich vor allem durch hohe Qualifikationsanforderungen (z.B. langes Studium/lange Ausbildung, spezialisierte Lizenzen), große Verantwortung für Menschenleben oder hohe finanzielle Risiken erklären. Zugleich ist die Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt nicht so groß wie bei Positionen, für die eine geringere Qualifikation ausreicht - was die Ausgangslage in Gehaltsverhandlungen verbessert.
Am unteren Ende der Skala liegen Berufsgruppen wie Lebensmittelverkauf mit 2.700 Euro, Floristik mit 2.622 Euro, Körperpflege mit 2.414 Euro und Pferdewirtschaft mit 2.389 Euro. Diese Tätigkeiten sind meist durch vergleichsweise niedrige formale Qualifikationsanforderungen, kleinere Betriebe, begrenzte Wertschöpfung pro Kopf und einen hohen Wettbewerb gekennzeichnet, was die Spielräume für höhere Löhne einschränkt. Zudem arbeiten viele Beschäftigte in diesen Bereichen in Dienstleistungsbranchen, in denen die Zahlungsbereitschaft der Kundschaft begrenzt ist und Tarifbindung sowie gewerkschaftliche Organisationsgrade oft niedrig sind, was strukturell zu geringeren Einkommen führt.





















