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Statistiken zur Weimarer Republik

Im Jahr 1918 endete der Erste Weltkrieg durch flächendeckende Matrosenaufstände im Deutschen Reich, woraufhin Kaiser Wilhelm II. abdankte und am 9. November der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die erste Republik auf deutschem Boden, die sogenannte Weimarer Republik, ausrief. Von Anfang war die junge Republik vor immense Herausforderungen gestellt, denn der Friedensvertrag von Versailles fiel für das Deutsche Reich sehr ungünstig aus: Neben großen territorialen Verlusten und Reparationsforderungen, sorgte insbesondere die einseitig zugeschriebene Kriegsschuld zu einer ablehnenden Haltung weiter Teile der Bevölkerung. Befeuert wurde diese durch die Hyperinflation und die Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Soldaten.

Radikale Ränder gegen die Republik

Zusätzlich versuchten radikale Kräfte, die Republik zu stürzen: Rechtsradikale Freikorps, die sich überwiegend aus ehemaligen Frontsoldaten zusammensetzten, verübten zahlreiche Morde an bürgerlichen Politikern und starten mehrere Putschversuche, während linksradikale Kräfte ihre Vorstellungen eines sozialistischen bzw. kommunistischen Umsturzes nach sowjetischem Vorbild umzusetzen versuchten. Die Justiz, die sich überwiegend noch aus kaiserlichen Juristen zusammensetzte, zeigte sich jedoch auf dem rechten Auge blind - ein Großteil der Verfahren politisch rechtsmotivierter Morde wurde eingestellt, linksmotivierte Morde wurden erheblich härter bestraft.

Normalisierung, Wirtschaftskrise und Ende der Republik

Gleichzeitig normalisierte sich die Situation in vielen Bereichen des Alltags: Die Bevölkerung wuchs, die Zahl der Studenten und insbesondere der Studentinnen nahm zu und auch die Wirtschaft hatte sich sich nach dem Ende der Hyperinflation vorübergehend erholen können - bis zum Börsencrash an der New Yorker Wall Street am 24. Oktober 1928. Dieser löste die Weltwirtschaftskrise aus, was im Deutschen Reich zu Massenarbeitslosigkeit und Verelendung führte und abermals radikalen Kräften Anhänger zutrieb: Bei den Reichstagswahlen 1930 konnte die Nationalsozialistische Arbeiterpartei (NSDAP) massiv hinzugewinnen und im Jahr 1933 schließlich die Macht übernehmen, die Republik abschaffen und eine totalitäre Diktatur errichten.
In der Zeit der NS-Herrschaft wurden im Holocaust systematisch mehr als sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens in ganz Europa ermordet und durch den Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg entfesselt.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Weimarer Republik" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Bevölkerung und Demographie

Wirtschaft

Arbeit und Arbeitskampf

Gesellschaft

Interessante Statistiken

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Weimarer Republik

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Statistiken zur Weimarer Republik

Im Jahr 1918 endete der Erste Weltkrieg durch flächendeckende Matrosenaufstände im Deutschen Reich, woraufhin Kaiser Wilhelm II. abdankte und am 9. November der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die erste Republik auf deutschem Boden, die sogenannte Weimarer Republik, ausrief. Von Anfang war die junge Republik vor immense Herausforderungen gestellt, denn der Friedensvertrag von Versailles fiel für das Deutsche Reich sehr ungünstig aus: Neben großen territorialen Verlusten und Reparationsforderungen, sorgte insbesondere die einseitig zugeschriebene Kriegsschuld zu einer ablehnenden Haltung weiter Teile der Bevölkerung. Befeuert wurde diese durch die Hyperinflation und die Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Soldaten.

Radikale Ränder gegen die Republik

Zusätzlich versuchten radikale Kräfte, die Republik zu stürzen: Rechtsradikale Freikorps, die sich überwiegend aus ehemaligen Frontsoldaten zusammensetzten, verübten zahlreiche Morde an bürgerlichen Politikern und starten mehrere Putschversuche, während linksradikale Kräfte ihre Vorstellungen eines sozialistischen bzw. kommunistischen Umsturzes nach sowjetischem Vorbild umzusetzen versuchten. Die Justiz, die sich überwiegend noch aus kaiserlichen Juristen zusammensetzte, zeigte sich jedoch auf dem rechten Auge blind - ein Großteil der Verfahren politisch rechtsmotivierter Morde wurde eingestellt, linksmotivierte Morde wurden erheblich härter bestraft.

Normalisierung, Wirtschaftskrise und Ende der Republik

Gleichzeitig normalisierte sich die Situation in vielen Bereichen des Alltags: Die Bevölkerung wuchs, die Zahl der Studenten und insbesondere der Studentinnen nahm zu und auch die Wirtschaft hatte sich sich nach dem Ende der Hyperinflation vorübergehend erholen können - bis zum Börsencrash an der New Yorker Wall Street am 24. Oktober 1928. Dieser löste die Weltwirtschaftskrise aus, was im Deutschen Reich zu Massenarbeitslosigkeit und Verelendung führte und abermals radikalen Kräften Anhänger zutrieb: Bei den Reichstagswahlen 1930 konnte die Nationalsozialistische Arbeiterpartei (NSDAP) massiv hinzugewinnen und im Jahr 1933 schließlich die Macht übernehmen, die Republik abschaffen und eine totalitäre Diktatur errichten.
In der Zeit der NS-Herrschaft wurden im Holocaust systematisch mehr als sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens in ganz Europa ermordet und durch den Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg entfesselt.

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