Ein Hotel in 500 Kilometer Höhe, eine Siedlung auf dem Mond und bemannte Flüge zum Mars - die New Space Economy hat das Ziel, die Grenzen der Raumfahrt neu zu definieren. Diese Ziele treiben seit Anfang der 2000er Jahre gegründete Start-ups wie
entwickelt haben: führt SpaceX neben Starlink und der Planung von Marsmissionen im Auftrag der NASA Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS durch, entwickelt Blue Origin neben den Aktivitäten im
eine mögliche Nachfolgerin der ISS. Die New Space Economy besteht über diese Big Player hinaus aus mehreren hundert Unternehmen, die zumeist als Start-Ups und über die
neue Lösungen von der Herstellung leichterer Materialien für Kleinstsatelliten bis hin zu wiederverwendbaren Trägerraketen anbieten.
sind zwei Beispiele für Unternehmen der New Space Economy in Deutschland, die Trägerraketen für den Satellitentransport entwickeln. Denn auch wenn zukünftige Flüge mit AstronautInnen zu fernen Planeten spektakulär sind, liegt der größte Wert der Raumfahrtindustrie in der
Satellitenindustrie als wichtigster Treiber der New Space Economy
Für die Kommunikation über Mobiltelefone, Navigation und schnelle Internetverbindungen sind Satelliten unverzichtbar. Die
Anzahl der Satelliten soll laut Prognosen bis zum Jahr 2033 auf 38.000 Stück steigen und sich damit fast verdreifachen. Ein Großteil der Satelliten sind bereits im Jahr 2024
Starlink-Satelliten von SpaceX.
Während SpaceX dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zur Nutzung der übertragenen Daten abbildet, haben sich andere Unternehmen der New Space Economy spezialisiert. So stellt das im Jahr 2010 gegründete US-amerikanische Unternehmen
Planet Labs Satelliten zur Erdbeobachtung her und vermarktet die Daten unter anderem für die Kartierung (Mapping), die Optimierung der Landwirtschaft oder die Katastrophenhilfe. Das ebenfalls US-amerikanische Unternehmen
Rocket Lab stellt dagegen Trägerraketen her, mit denen Satelliten ins All transportiert werden. An der Entwicklung von Trägerraketen für Satelliten arbeiteten im Jahr 2024 mehr als 100 Start-Ups der New Space Economy. Allerdings sind mit Ausnahme von SpaceX nach wie vor jahrzehntelang etablierte Konzerne wie Raytheon Technologies (USA), Boeing (USA) oder Airbus (EU) die
große Player in der Satellitenindustrie.
Unternehmen der New Space Economy bauen auch ganze Raumstationen
Waren große Weltraumissionen wie bemannte Raumflüge oder der Bau von Raumstationen bis zu Beginn der 2000er Jahre ausschließlich staatlich finanziert, entwickeln Unternehmen der
New Space Economy seit der Gründung von SpaceX im Jahr 2002 auch große Raumfahrzeuge wie
Trägerraketen für Raumschiffe sowie komplette
Raumstationen in Eigenregie und führen Weltraummissionen ohne direkte Beteiligung der staatlichen Weltraumbehörden durch. Neben Prestige und Erfolgen in der Forschung sollen dabei vor allem möglichst hohe wirtschaftliche Gewinne erzielt werden. Das notwendige
Kapital für diese Raumfahrtunternehmen wurde im Jahr 2024 zwar zu rund 75 Prozent in den USA und China investiert, allerdings konnte im 4. Quartal 2024 neben Blue Origin und Firefly Aerospace aus den USA auch das deutsch-französische Start-up The Exploration Company erfolgreich
Fremdkapital für die New Space Economy einwerben. Das Unternehmen entwickelt ein Cargo-Raumschiff, das ab 2028 für die europäische Raumfahrtagentur ESA ins All fliegen soll.
New Space Economy: Zwischen Kleinsatelliten und Marsmissionen
Die New Space Economy besteht mit SpaceX, Blue Origin und anderen aus wenigen großen Playern und hunderten kleineren Unternehmen und Start-ups. Im Gegensatz zu den Aktivitäten der
staatlichen Raumfahrtbehörden verfolgen diese Unternehmen vor allem wirtschaftliche Interessen und wollen darüber hinaus mit
Weltraumtourismus oder
Flügen zum Mars mit AstronautInnen prestigeträchtige Ziele erreichen. Allerdings werden mit der Herstellung, dem Transport und dem Betrieb von
Satelliten in erdnahen Umlaufbahnen auch mittelfristig die höchsten Gewinne erzielt.
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