Statistiken zu Wasserkraft in Österreich
Bedeutung für die Energieversorgung
Mit einem Anteil an der Energieerzeugung von rund 26 Prozent spielt diese nachhaltige Energiequelle eine zentrale Rolle in der nationalen Energiewende. Bis zum Jahr 2030 soll Österreichs Strombedarf vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden.Im Jahr 2023 waren die Wasserkraftwerke für rund 61 Prozent des erzeugten Stroms verantwortlich. Insgesamt wurden im genannten Jahr etwa 44.500 Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft produziert.
Innerhalb der erneuerbaren Energien lag der Anteil der Wasserkraft an der Energieerzeugung sogar bei rund 30 Prozent. Dies entsprach einer Erzeugung von Rohenergie von etwa 146.000 Terajoule.
Wasserkraftwerke in Österreich
Über Laufwasser-, Speicher-, Pumpspeicher- und Gezeitenkraftwerke wird die Bewegungsenergie des Wassers genutzt und in Turbinen der Kraftwerke in elektrische Energie umgewandelt. Über die Hälfte des erzeugten Bruttostroms aus Wasserkraft stammten aus Laufkraftwerken mit einer Leistung von mehr als zehn Megawatt. Die maximale elektrische Dauerleistung, die die Wasserkraftwerke in Österreich unter Normalbedingungen abgeben könnten - Engpassleistung genannt -, belief sich im Jahr 2023 auf insgesamt rund 15 Gigawatt.Seit 1950 ist die Nutzung von Wasserkraft eine wesentliche Säule bei der Versorgung Österreichs mit Strom. Während bis in die 1990er der Fokus auf dem intensiven Ausbau der Großwasserkraft lag, steht heute vor allem der Ausbau der Kleinwasserkraft, die Revitalisierung von älteren Anlagen sowie die Ausweitung von Pumpspeicherkapazitäten im Mittelpunkt.