Statistiken zum Strommarkt in Österreich

Die Versorgung mit Strom wird in Österreich bereits heute zu einem großen Teil aus Erneuerbaren Energien sichergestellt, 2017 lag ihr Anteil am Stromverbrauch bei 72,2 Prozent. Bis 2030 soll der komplette Strombedarf laut Klima- und Energiestrategie durch Erneuerbare Energien gedeckt sein. 2018 belief sich der Endverbrauch von elektrischer Energie auf 66,37 Terawattstunden; werden der Eigenbedarf der Kraftwerke und die Verluste bei der Übertragung berücksichtigt, betrug der Inlandsstromverbrauch insgesamt 71,8 Terawattstunden. Weiter kommen Stromexporte im Umfang von etwa 19,13 Terawattstunden und rund 5,12 Terawattstunden für den Betrieb der Pumpspeicherwerke hinzu. Insgesamt wurden so 96,06 Terawattstunden elektrische Energie verwendet.

Gleichzeitig wurden in Österreich etwa 68 Terawattstunden Strom produziert. Zur Deckung des Bedarfs wurden zusätzlich rund 28,08 Terawattstunden Strom importiert. Seit 2001 ist das Stromaustauschsaldo damit durchgängig positiv, Österreich importiert also mehr elektrische Energie als exportiert wird. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Austauschvolumen hingegen ab.

Neben den Wasserkraftwerken sind vor allem Erdgaskraftwerke und Windenergieanlagen an der Produktion von Strom in Österreich beteiligt. Photovoltaikanlagen hingegen waren 2018 für nur etwa 1,2 Prozent der Bruttostromerzeugung verantwortlich, auch Kohle wird im Vergleich zu anderen Ländern nur selten verstromt.

Auf der Verbraucherseite zeigt sich, dass der Bedarf an Strom vor allem in der Großindustrie in den letzten Jahren anstieg, zwischen 2008 und 2018 um etwa 4,1 Terawattstunden. Auch bei den Haushalten erhöhte sich die Abnahmemenge recht deutlich. 2018 nutzten sie etwa 14,55 Terawattstunden, dies entspricht einem gesteigertem Verbrauch von etwa 1,59 Terawattstunden Strom im Vergleich zu 2008. Die sonstigen Kleinabnehmer und die mittlere Industrie konnten im gleichen Zeitraum ihren Strombedarf senken.

Seit 2001 ist der Strommarkt in Österreich liberalisiert. Einen deutlichen Anstieg bei den Stromanbieterwechseln ist seit 2014 zu registrieren. Wechselten bis einschließlich des Jahres 2013 maximal knapp 73.500 Haushalte ihren Stromanbieter, liegt diese Zahl mittlerweile bei etwa 209.000 im Jahr 2018. Dies entsprach einer Wechselquote von etwa 4,2 Prozent.

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