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Afrikanische Todesopfer des Maji-Maji-Aufstandes 1905-1907

Der Maji-Maji-Aufstand in den Jahren 1905 bis 1907 kostete zwischen 250.000 und 300.000 Afrikanern das Leben. Das entspricht ungefähr einem Drittel der geschätzten Gesamtbevölkerung der Maji-Maji in der Region von 825.000 Menschen.

Der Maji-Maji-Aufstand

Während der Kolonialzeit besetzte im Jahr 1884 das Deutsche Kaiserreich das Gebiet der heutigen Staaten Burundi, Ruanda und Tansania sowie Teile Mosambiks und nannte diese Kolonie "Deutsch-Ostafrika". Motivation dieser Besetzung waren imperialistische und wirtschaftliche Interessen. Bereits vor dem Maji-Maji-Aufstand kam es in der Region zu mehreren Aufständen lokaler Volksgruppen, welche jedoch alle niedergeschlagen worden. Der Maji-Maji-Aufstand stellte eine bis dahin unbekannte Größenordnung da, denn mehrere Volksgruppen schlossen sich zusammen, um gegen die Kolonialherren vorzugehen. Ermöglicht wurde dies durch die religiöse Überzeugung, die Kugeln der Besatzer würden durch Magie wie Wasser ("Maji") von den Körpern der Aufständischen abprallen.
Den modernen deutschen Waffen hatten die Afrikaner jedoch nichts entgegen zu setzen. Nicht nur die bewaffneten Einheiten wurden blutig niedergemacht, sondern auch das gesamte Land wurde im Zuge einer Taktik der verbrannten Erde systematisch verwüstet. Dies führte zu einer Hungersnot und zur Ausbreitung von Krankheiten, besonders unter der Zivilbevölkerung. Jeder dritte Einwohner der Region sollte daran sterben.

Deutscher Kolonialismus

Das Deutsche Kaiserreich war erst 1871 als Nationalstaat gegründet worden und damit deutlich jünger als seine europäischen Nachbarn. Anders als etwa Großbritannien oder Frankreich verfügte das Deutsche Reich weder über eine lange Tradition der Kolonialisierung fremder Länder, noch über große Besitzungen. Kaiser Wilhelm I. wollte dies ändern und nahm in den folgenden Jahren die noch nicht besetzten Gebiete Afrikas in Besitz. Kolonien wie "Deutsch-Ostafrika" oder "Deutsch-Südwestafrika" wurden gegründet und die einheimische Bevölkerung brutal unterdrückt. Hohe Abgaben und miserable Arbeitsbedingungen führten häufig zu Aufständen, die jedoch allesamt blutig niedergeschlagen wurden. Erst mit der Niederlage des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg endete die Zeit der deutschen Kolonien, welche an die Alliierten übergingen. Die Kolonien der anderen Staaten wurden erst nach teilweise verlustreichen Kriegen unabhängig. Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1970er Jahre kam es zu einer flächendeckenden Dekolonisation.

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Afrikanische Todesopfer des Maji-Maji-Aufstandes vom 20. Juli 1905 bis zum 18. Februar 1907 im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung

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Quelle

bpb

Veröffentlichungsdatum

Juli 2015

Region

Burundi, Ruanda, Tansania

Erhebungszeitraum

20. Juli 1905 bis 18. Februar 1907

Hinweise und Anmerkungen

* Die Werte aus der Quelle sind Schätzungen. Zur besseren Einordnung wurden Mittelwerte gebildet.

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