Jüngere nutzen Tools mit Künstlicher Intelligenz häufiger als Ältere. Wie groß der Vorsprung der Jungen ist, zeigt eine EU-weite Umfrage von des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat). Demnach nutzen 63,8 Prozent der 16- bis 24-Jährigen in der Europäischen Union generative KI-Tools. Dieser Anteil ist fast doppelt so hoch wie der Anteil der Gesamtbevölkerung, der diese Tools nutzte (32,7 % der 16- bis 74-Jährigen).
Die Umfrage zeigt außerdem, dass Menschen generative KI in verschiedenen Lebensbereichen nutzen. Dabei ist die private Nutzung unter jungen Menschen (44,2 Prozent) verbreiteter als in der Gesamtbevölkerung (25,1 Prozent). Jüngere Menschen nutzen KI-Tools zudem häufiger für die formale Bildung (Schule, Studium) als die Gesamtbevölkerung (9,4 Prozent) – was allerdings maßgeblich daran liegen dürfte, dass sie die entsprechenden Bildungseinrichtungen deutlich häufiger besuchen. Die berufliche Nutzung ist hingegen in beiden Altersgruppen relativ ähnlich (15,8 Prozent bzw. 15,1 Prozent). Hierbei spielt eine Rolle, dass viele junge Menschen noch nicht im Berufsleben stehen.
Automatisierung und künstliche Intelligenz verändern den Qualifikationsbedarf von Erwerbstätigen rasant. Dabei sollten insbesondere Ältere darauf achten, dass sie den Anschluss nicht verpassen. Ein Problem hierbei: Weiterbildungen werden von Erwerbstätigen in Deutschland in relativ geringem Umfang in Anspruch genommen. Das zeigt eine weitere Eurostat-Erhebung. Demnach haben nur 9,4 Prozent der 25 bis 64 Jährigen Befragten in den vorangegangen vier Wochen an einer Veranstaltung zur Weiterbildung teilgenommen.





















