Weniger fürs Videostreaming bezahlen und dafür Werbung akzeptieren? Eine aktuelle Umfrage der Statista Consumer Insights zeigt, dass die Mehrheit der Befragten ein derartiges Abo-Modell nutzt. Es folgen kostenpflichtigen Modellen mit Werbung (46 Prozent) und klassischen, kostenpflichtigen werbefreien Abos (44 Prozent). Mehrfachantworten waren bei dieser Umfrage möglich und die Daten weisen daraufhin, dass viele Menschen mehrere Streamingabos abgeschlossen haben und dabei werbefinanzierte und werbefreie Angebote mischen.
Werbung ist beim Streaming also längst kein Randphänomen mehr, sondern der Normalfall. Viele Nutzer akzeptieren Werbepots, wenn sie dafür günstigere oder sogar kostenlose Inhalte bekommen. Video-Leihen und Einzelkäufe kommen mit 18 Prozent deutlich seltener zum Einsatz, was den langfristigen Bedeutungsverlust des klassischen „Pay-per-View“-Modells im Vergleich zu Abo- und werbefinanzierten Angeboten unterstreicht.
Für Anbieter wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video bedeutet die starke Nutzung kostenloser und günstiger Werbeangebote, dass Wachstum und Kundenbindung zunehmend über hybride Modelle laufen, in denen Werbung ein zentrales Ertragsstandbein wird. Gerade vor dem Hintergrund steigender Abo-Preise und Wachstumsdruck setzen die Plattformen verstärkt auf werbefinanzierte Tarife, um preissensible Nutzer nicht zu verlieren und zusätzliche Zielgruppen zu erschließen.





















