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Amazon: Vom Online-Buchhändler zum E-Commerce-Giganten

1994 von Jeff Bezos gegründet, ist das US-amerikanische Unternehmen Amazon mittlerweile einer größten Online-Versandhändler weltweit. Das Angebot des E-Commerce-Giganten mit Hauptgeschäftssitz in Seattle ist dabei ebenso groß wie vielfältig: Neben Büchern, Elektrogeräten und Bekleidung vertreibt das Unternehmen über seine E-Commerce-Plattform auch Lebensmittel, Drogerie- und Baumarktartikel, sowie Spielzeug, Sport- und Freizeitartikel. Allein im Jahr 2020 erzielte der Konzern dabei durch den Verkauf der verschiedensten Waren einen Gesamtumsatz in Höhe von 386 Milliarden US-Dollar.

Amazons Produktpalette reicht bis in den letzten Winkel des Alltagslebens

Neben einer großen Auswahl setzt das Unternehmen vor allem auf limitierte Tagesangebote, die in Teilen nur Kunden mit abgeschlossenem Abonnements zur Verfügung stehen. Weitgehend offen zugänglich für alle Interessierten sind dagegen die Preissenkungen unterschiedlicher Produkte im Rahmen des sogenannten alljährlichen Prime Day, an dem der Konzern an einem einzigen Tag seinen Absatz kurzfristig um mehrere Millionen Produkte erhöht. Im Jahr 2021 etwa verkauften sich an den Prime Day(s), die am 21. und 22. Juni stattfanden, rund 250 Millionen Artikel weltweit.
Über den globalen Online-Handel hinaus ist Amazon zudem einer der größten E-Book-Anbieter weltweit, der mit dem Amazon Kindle einen eigenen E-Book-Reader vertreibt und auch Bücher von Autoren selbst verlegt. Zu den weiteren Angeboten und Produkten des Unternehmens gehören zum Beispiel die Onlinevideothek Amazon Prime Video, der Tablet-Computer Amazon Fire oder der Online-Speicherdienst Amazon Drive.

Zu den bekanntesten Tochterunternehmen gehören der Lebensmittel-Lieferservice Amazon Fresh und Audible, einer der größten Anbieter für Online-Hörbücher- und spiele. Neben diesem multimedial geprägten Angebot bietet Amazon zusätzliche Webservices wie AmazonPay an, welches dem Kunden erlaubt, in ausgewählten Online-Shops mit dem eigenen Amazon-Konto zu bezahlen. 2015 wurde der sogenannte Home Assistent Amazon Echo, besser bekannt als Alexa, eingeführt. Das Gerät verfügt dabei laut Herstellerangaben über rund 15.000 unterschiedliche Skills: Vom Schreiben einer Einkaufsliste, über die drahtlose Bedienung zahlreicher Geräte, bis zur Beantwortung ernster wie humorvoller Fragen.

Marktgigant mit gewaltigem Wachstum

Nach den USA stellt Deutschland einen der wichtigsten Absatzmärkte des Unternehmens dar. Allein im Jahr 2020 belief sich der Umsatz von Amazon in Deutschland auf rund 29,57 Milliarden US-Dollar. Besonders erfolgreich war auf internationaler Ebene das Segment "Online-Handel", in welchem im gleichen Jahr knapp 200 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Doch auch der Gewinn des Unternehmens fiel im Jahr 2020 nicht zu klein aus. Während sich die Summe im Vorjahr noch auf rund 12 Milliarden US-Dollar belief, hat sich der Wert bis zum Ende 2020 mit ca. 21,3 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt.
Ebenfalls nahezu verdoppelt hatte sich im Verlauf des Jahres 2020 die Anzahl der Angestellten. Waren im Jahr 2019 noch rund 800.000 Mitarbeiter bei Amazon in Teil- oder Vollzeit unter Vertrag, konnte der Konzern zum Jahresende 2020 ca. 1,3 Millionen Angestellte verzeichnen - Saisonarbeiter und ähnliche Arbeitsverhältnisse ausgenommen. Im Ranking der 100 wertvollsten Marken 2021 lag Amazon zudem mit einem Markenwert von rund 684 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz.

Als Arbeitgeber nicht unumstritten, bei Kunden beliebt

Gerade als Arbeitgeber schneidet Amazon vor allem in vielen deutschen Rankings zumeist positiv ab. Dass der Konzern somit im Jahr 2020 viele neue Mitarbeiter einstellen konnte, um den im Rahmen der Corona-Maßnahmen stark angestiegenen Online-Shopping-Bedarf zu befriedigen, scheint daher nicht verwunderlich. Wie zahlreihe Streiks und langwierige Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften wie Verdi jedoch zeigen, ist dies lediglich eine Seite der Medaille. Demgegenüber stehen - Insiderberichten zufolge - insbesondere zu niedrige Löhne, Aufseher und Manager in der Rolle von Überwachern, Verpflichtungen zu 10,5-Stunden-Schichten oder Arbeiten, für die die entsprechenden Mitarbeiter vollkommen unqualifiziert sind. Wer sich dem System nicht schnell genug anpasse oder aufgrund des Stresses zu häufig erkranke, werde rasch ersetzt. Während daher gerade auf den Mitarbeitern der Bereiche Einzelhandel und Logistik mitunter extrem hoher Druck laste, entspanne sich das Verhältnis dagegen gerade auf den oberen Ebenen sehr. Zufriedenheit, Streiks und Skandale hin oder her, letztlich scheinen die nur bestimmten Mitarbeitern zugestandenen guten Arbeitsbedingungen den Kaufdrang der Kunden letztlich nicht zu mindern.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Amazon" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

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Amazon: Vom Online-Buchhändler zum E-Commerce-Giganten

1994 von Jeff Bezos gegründet, ist das US-amerikanische Unternehmen Amazon mittlerweile einer größten Online-Versandhändler weltweit. Das Angebot des E-Commerce-Giganten mit Hauptgeschäftssitz in Seattle ist dabei ebenso groß wie vielfältig: Neben Büchern, Elektrogeräten und Bekleidung vertreibt das Unternehmen über seine E-Commerce-Plattform auch Lebensmittel, Drogerie- und Baumarktartikel, sowie Spielzeug, Sport- und Freizeitartikel. Allein im Jahr 2020 erzielte der Konzern dabei durch den Verkauf der verschiedensten Waren einen Gesamtumsatz in Höhe von 386 Milliarden US-Dollar.

Amazons Produktpalette reicht bis in den letzten Winkel des Alltagslebens

Neben einer großen Auswahl setzt das Unternehmen vor allem auf limitierte Tagesangebote, die in Teilen nur Kunden mit abgeschlossenem Abonnements zur Verfügung stehen. Weitgehend offen zugänglich für alle Interessierten sind dagegen die Preissenkungen unterschiedlicher Produkte im Rahmen des sogenannten alljährlichen Prime Day, an dem der Konzern an einem einzigen Tag seinen Absatz kurzfristig um mehrere Millionen Produkte erhöht. Im Jahr 2021 etwa verkauften sich an den Prime Day(s), die am 21. und 22. Juni stattfanden, rund 250 Millionen Artikel weltweit.
Über den globalen Online-Handel hinaus ist Amazon zudem einer der größten E-Book-Anbieter weltweit, der mit dem Amazon Kindle einen eigenen E-Book-Reader vertreibt und auch Bücher von Autoren selbst verlegt. Zu den weiteren Angeboten und Produkten des Unternehmens gehören zum Beispiel die Onlinevideothek Amazon Prime Video, der Tablet-Computer Amazon Fire oder der Online-Speicherdienst Amazon Drive.

Zu den bekanntesten Tochterunternehmen gehören der Lebensmittel-Lieferservice Amazon Fresh und Audible, einer der größten Anbieter für Online-Hörbücher- und spiele. Neben diesem multimedial geprägten Angebot bietet Amazon zusätzliche Webservices wie AmazonPay an, welches dem Kunden erlaubt, in ausgewählten Online-Shops mit dem eigenen Amazon-Konto zu bezahlen. 2015 wurde der sogenannte Home Assistent Amazon Echo, besser bekannt als Alexa, eingeführt. Das Gerät verfügt dabei laut Herstellerangaben über rund 15.000 unterschiedliche Skills: Vom Schreiben einer Einkaufsliste, über die drahtlose Bedienung zahlreicher Geräte, bis zur Beantwortung ernster wie humorvoller Fragen.

Marktgigant mit gewaltigem Wachstum

Nach den USA stellt Deutschland einen der wichtigsten Absatzmärkte des Unternehmens dar. Allein im Jahr 2020 belief sich der Umsatz von Amazon in Deutschland auf rund 29,57 Milliarden US-Dollar. Besonders erfolgreich war auf internationaler Ebene das Segment "Online-Handel", in welchem im gleichen Jahr knapp 200 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Doch auch der Gewinn des Unternehmens fiel im Jahr 2020 nicht zu klein aus. Während sich die Summe im Vorjahr noch auf rund 12 Milliarden US-Dollar belief, hat sich der Wert bis zum Ende 2020 mit ca. 21,3 Milliarden US-Dollar fast verdoppelt.
Ebenfalls nahezu verdoppelt hatte sich im Verlauf des Jahres 2020 die Anzahl der Angestellten. Waren im Jahr 2019 noch rund 800.000 Mitarbeiter bei Amazon in Teil- oder Vollzeit unter Vertrag, konnte der Konzern zum Jahresende 2020 ca. 1,3 Millionen Angestellte verzeichnen - Saisonarbeiter und ähnliche Arbeitsverhältnisse ausgenommen. Im Ranking der 100 wertvollsten Marken 2021 lag Amazon zudem mit einem Markenwert von rund 684 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz.

Als Arbeitgeber nicht unumstritten, bei Kunden beliebt

Gerade als Arbeitgeber schneidet Amazon vor allem in vielen deutschen Rankings zumeist positiv ab. Dass der Konzern somit im Jahr 2020 viele neue Mitarbeiter einstellen konnte, um den im Rahmen der Corona-Maßnahmen stark angestiegenen Online-Shopping-Bedarf zu befriedigen, scheint daher nicht verwunderlich. Wie zahlreihe Streiks und langwierige Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften wie Verdi jedoch zeigen, ist dies lediglich eine Seite der Medaille. Demgegenüber stehen - Insiderberichten zufolge - insbesondere zu niedrige Löhne, Aufseher und Manager in der Rolle von Überwachern, Verpflichtungen zu 10,5-Stunden-Schichten oder Arbeiten, für die die entsprechenden Mitarbeiter vollkommen unqualifiziert sind. Wer sich dem System nicht schnell genug anpasse oder aufgrund des Stresses zu häufig erkranke, werde rasch ersetzt. Während daher gerade auf den Mitarbeitern der Bereiche Einzelhandel und Logistik mitunter extrem hoher Druck laste, entspanne sich das Verhältnis dagegen gerade auf den oberen Ebenen sehr. Zufriedenheit, Streiks und Skandale hin oder her, letztlich scheinen die nur bestimmten Mitarbeitern zugestandenen guten Arbeitsbedingungen den Kaufdrang der Kunden letztlich nicht zu mindern.

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