Corporate-Lösungen testen?
+49 (40) 284841-968
kundenservice@statista.com

Amazon: Vom Online-Buchhändler zum E-Commerce-Giganten

1994 von Jeff Bezos gegründet, ist das US-amerikanische Unternehmen Amazon mittlerweile einer größten Online-Versandhändler weltweit. Das Angebot des E-Commerce-Giganten mit Hauptgeschäftssitz in Seattle ist dabei ebenso groß wie vielfältig: Neben Büchern, Elektrogeräten und Bekleidung vertreibt das Unternehmen über seine E-Commerce-Plattform auch Lebensmittel, Drogerie- und Baumarktartikel, sowie Spielzeug, Sport- und Freizeitartikel. Allein im Jahr 2020 erzielte der Konzern dabei durch den Verkauf der verschiedensten Waren einen Gesamtumsatz in Höhe von 386 Milliarden US-Dollar.

Amazons Produktpalette reicht bis in den letzten Winkel des Alltagslebens

Neben großer Auswahl setzt das Unternehmen vor allem auf limitierte Tagesangebote, die in Teilen nur Kunden mit abgeschlossenem Abonnements zur Verfügung stehen. Weitgehend offen zugänglich für alle Interessierten sind dagegen die Preissenkungen unterschiedlichster beliebter Produkte im Rahmen des sogenannten alljährlichen Prime Day, an dem der Konzern an einem einzigen Tag seinen Absatz kurzfristig um mehrere Millionen Produkte erhöht. Im Jahr 2019 etwa verkauften sich an den genau 48 Stunden anhaltenden Prime Day(s) rund 175 Millionen Artikel weltweit.
Über den globalen Online-Handel hinaus ist Amazon zudem einer der größten E-Book-Anbieter weltweit, der mit dem Amazon Kindle einen eigenen E-Book-Reader vertreibt und auch Bücher von Autoren selbst verlegt. Zu den weiteren Angeboten und Produkten des Unternehmens gehören zum Beispiel die Onlinevideothek Amazon Prime Video, der Tablet-Computer Amazon Fire oder der Online-Speicherdienst Amazon Drive.

Zu den bekanntesten Tochterunternehmen wie zum Beispiel den Lebensmittel-Lieferservice AmazonFresh,. Audible, einen der größten Anbieter für Online-Hörbücher- und spiele. Neben diesem multimedial geprägtem Angebot bietet Amazon zusätzliche Webservices wie AmazonPay, das dem Kunden erlaubt in ausgewählten Online-Shops mit dem eigenen Amazon-Konto zu bezahlen, doch auch in der realen Welt ist Amazon mittlerweile im Leben so mancher Kunden in Form eines sprachgesteuerten Lautsprechers vertreten. 2015 eingeführt ist der sogenannte Home Assistent Amazon Echo, besser bekannt als Alexa - nach der dem Gerät eigenen KI - , inzwischen in so manchem Wohnzimmer zu finden. Das Gerät verfügt dabei laut Herstellerangaben über rund 15.000 unterschiedliche Skills: Vom Schreiben einer Einkaufsliste, über die drahtlose Bedienung zahlreicher Geräte, bis zur Beantwortung ernster wie humorvoller Fragen.

Marktgigant mit gewaltigem Wachstum

Nach den USA stellt Deutschland einen der wichtigsten Absatzmärkte des Unternehmens. Allein im Jahr 2020 betrug der Umsatz Amazons in Deutschland rund 29,57 Milliarden US-Dollar und stellte damit den zweithöchsten Betrag nach Nordamerika. Besonders ertragreich war dabei auf internationaler Ebene das Segment des Online-Handels, dass im gleichen Jahr knapp 200 Milliarden US-Dollar des Gesamtumsatzes ausmachte. Doch auch der Gewinn des Unternehmens fiel im Jahr 2020 nicht zu klein aus. Hatte sich die Summe im Vorjahr noch auch rund 12 Milliarden US-Dollar belaufen, war der Wert bis zum Ende 2020 mit ca. 21,3 Milliarden US-Dollar auf knapp das Doppelte angestiegen.
Ebenfalls nahezu verdoppelt hatte sich im Verlauf des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreswert auch die Anzahl der Angestellten. Waren im Jahr 2019 noch rund 800.000 Mitarbeiter bei Amazon in Teil- oder Vollzeit unter Vertrag, konnte der Konzern zum Jahresende 2020 ca. 1,3 Millionen Angestellte verzeichnen - Saisonarbeiter und ähnliche Arbeitsverhältnisse ausgenommen.

Als Arbeitgeber nicht unumstritten, bei Kunden beliebt

Gerade als Arbeitgeber schneidet Amazon vor allem in vielen deutschen Rankings zumeist positiv ab. Dass der Konzern somit im Jahr 2020 umgerechnet knapp 1.370 neue Mitarbeiter pro Tag einstellen konnte, um dem im Rahmen der Corona-Maßnahmen stark angestiegenen Online-Shopping-Bedarf zu befriedigen, scheint daher zumindest von Seiten der Arbeitnehmer nicht unbedingt verwunderlich. Wie zahlreihe Streiks und langwierige Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften wie Verdi jedoch zeigen, ist dies lediglich eine Seite der Medaille. Dem gegenüber stehen - Insiderberichten zufolge - insbesondere zu niedrige Löhne, Aufseher und Manager in der Rolle von Überwachern, Verpflichtungen zu 10,5-Stunden-Schichten oder Arbeiten, für die die entsprechenden Mitarbeiter vollkommen unqualifiziert sind. Wer sich dem System nicht schnell genug anpasse oder aufgrund des Stresses zu häufig erkranke, werde rasch ersetzt. Während daher gerade auf den Mitarbeitern der Bereiche Einzelhandel und Logistik mitunter extrem hoher Druck laste, entspanne sich das Verhältnis dagegen gerade auf den oberen Ebenen sehr. Zufriedenheit, Streiks und Skandale hin oder her, letztlich scheinen die nur bestimmten Mitarbeitern zugestandenen guten Arbeitsbedingungen dem Kaufdrang der Kunden letztlich nicht zu mindern.
Im Millward-Brown-Ranking 2020 der 100 wertvollsten Marken lag Amazon mit einem Markenwert von rund 415,9 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz. Auch einem Ranking der umsatzstärksten Online-Versandhändler in Deutschland belegte Amazon im Jahr 2019 den ersten Platz. Seit November 2017 steht Konsumenten in Deutschland der Dienst Amazon Prime zur Verfügung. Zu den Vorteilen einer Amazon-Prime-Mitgliedschaft zählen unter anderem, dass Prime-Kunden gegen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag viele ihrer Bestellungen ohne zusätzliche Kosten bereits am nächsten Tag ausgeliefert werden könne oder dass Prime-Kunden unbegrenzt Zugriff auf Filme und Serienepisoden sowie Musik erhalten. Nach einer PwC-Umfrage unter Amazon-Prime-Mitgliedern in Deutschland gaben 81 Prozent der Befragten an, dass der Hauptgrund für die Inanspruchnahme dieses Dienstes die Möglichkeit der kostenlosen und unlimitierten Lieferung sei.
Im Februar 2020 verkündete Jeff Bezos überraschend, die Geschäftsführung an Andy Jassy, den Leiter von Amazon Drive, abtreten zu wollen. Bezos versicherte im gleichen Atemzug jedoch auch, dass er sich nicht gänzlich aus dem Unternehmen zurückziehen, sondern als Gremiumsvorsitz weiterhin an den Geschicken des Konzerns teilhaben werde.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Amazon" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Benchmark

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten {amountStatistics} Statistiken aus dem Thema "Amazon".

Amazon

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Amazon: Vom Online-Buchhändler zum E-Commerce-Giganten

1994 von Jeff Bezos gegründet, ist das US-amerikanische Unternehmen Amazon mittlerweile einer größten Online-Versandhändler weltweit. Das Angebot des E-Commerce-Giganten mit Hauptgeschäftssitz in Seattle ist dabei ebenso groß wie vielfältig: Neben Büchern, Elektrogeräten und Bekleidung vertreibt das Unternehmen über seine E-Commerce-Plattform auch Lebensmittel, Drogerie- und Baumarktartikel, sowie Spielzeug, Sport- und Freizeitartikel. Allein im Jahr 2020 erzielte der Konzern dabei durch den Verkauf der verschiedensten Waren einen Gesamtumsatz in Höhe von 386 Milliarden US-Dollar.

Amazons Produktpalette reicht bis in den letzten Winkel des Alltagslebens

Neben großer Auswahl setzt das Unternehmen vor allem auf limitierte Tagesangebote, die in Teilen nur Kunden mit abgeschlossenem Abonnements zur Verfügung stehen. Weitgehend offen zugänglich für alle Interessierten sind dagegen die Preissenkungen unterschiedlichster beliebter Produkte im Rahmen des sogenannten alljährlichen Prime Day, an dem der Konzern an einem einzigen Tag seinen Absatz kurzfristig um mehrere Millionen Produkte erhöht. Im Jahr 2019 etwa verkauften sich an den genau 48 Stunden anhaltenden Prime Day(s) rund 175 Millionen Artikel weltweit.
Über den globalen Online-Handel hinaus ist Amazon zudem einer der größten E-Book-Anbieter weltweit, der mit dem Amazon Kindle einen eigenen E-Book-Reader vertreibt und auch Bücher von Autoren selbst verlegt. Zu den weiteren Angeboten und Produkten des Unternehmens gehören zum Beispiel die Onlinevideothek Amazon Prime Video, der Tablet-Computer Amazon Fire oder der Online-Speicherdienst Amazon Drive.

Zu den bekanntesten Tochterunternehmen wie zum Beispiel den Lebensmittel-Lieferservice AmazonFresh,. Audible, einen der größten Anbieter für Online-Hörbücher- und spiele. Neben diesem multimedial geprägtem Angebot bietet Amazon zusätzliche Webservices wie AmazonPay, das dem Kunden erlaubt in ausgewählten Online-Shops mit dem eigenen Amazon-Konto zu bezahlen, doch auch in der realen Welt ist Amazon mittlerweile im Leben so mancher Kunden in Form eines sprachgesteuerten Lautsprechers vertreten. 2015 eingeführt ist der sogenannte Home Assistent Amazon Echo, besser bekannt als Alexa - nach der dem Gerät eigenen KI - , inzwischen in so manchem Wohnzimmer zu finden. Das Gerät verfügt dabei laut Herstellerangaben über rund 15.000 unterschiedliche Skills: Vom Schreiben einer Einkaufsliste, über die drahtlose Bedienung zahlreicher Geräte, bis zur Beantwortung ernster wie humorvoller Fragen.

Marktgigant mit gewaltigem Wachstum

Nach den USA stellt Deutschland einen der wichtigsten Absatzmärkte des Unternehmens. Allein im Jahr 2020 betrug der Umsatz Amazons in Deutschland rund 29,57 Milliarden US-Dollar und stellte damit den zweithöchsten Betrag nach Nordamerika. Besonders ertragreich war dabei auf internationaler Ebene das Segment des Online-Handels, dass im gleichen Jahr knapp 200 Milliarden US-Dollar des Gesamtumsatzes ausmachte. Doch auch der Gewinn des Unternehmens fiel im Jahr 2020 nicht zu klein aus. Hatte sich die Summe im Vorjahr noch auch rund 12 Milliarden US-Dollar belaufen, war der Wert bis zum Ende 2020 mit ca. 21,3 Milliarden US-Dollar auf knapp das Doppelte angestiegen.
Ebenfalls nahezu verdoppelt hatte sich im Verlauf des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreswert auch die Anzahl der Angestellten. Waren im Jahr 2019 noch rund 800.000 Mitarbeiter bei Amazon in Teil- oder Vollzeit unter Vertrag, konnte der Konzern zum Jahresende 2020 ca. 1,3 Millionen Angestellte verzeichnen - Saisonarbeiter und ähnliche Arbeitsverhältnisse ausgenommen.

Als Arbeitgeber nicht unumstritten, bei Kunden beliebt

Gerade als Arbeitgeber schneidet Amazon vor allem in vielen deutschen Rankings zumeist positiv ab. Dass der Konzern somit im Jahr 2020 umgerechnet knapp 1.370 neue Mitarbeiter pro Tag einstellen konnte, um dem im Rahmen der Corona-Maßnahmen stark angestiegenen Online-Shopping-Bedarf zu befriedigen, scheint daher zumindest von Seiten der Arbeitnehmer nicht unbedingt verwunderlich. Wie zahlreihe Streiks und langwierige Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften wie Verdi jedoch zeigen, ist dies lediglich eine Seite der Medaille. Dem gegenüber stehen - Insiderberichten zufolge - insbesondere zu niedrige Löhne, Aufseher und Manager in der Rolle von Überwachern, Verpflichtungen zu 10,5-Stunden-Schichten oder Arbeiten, für die die entsprechenden Mitarbeiter vollkommen unqualifiziert sind. Wer sich dem System nicht schnell genug anpasse oder aufgrund des Stresses zu häufig erkranke, werde rasch ersetzt. Während daher gerade auf den Mitarbeitern der Bereiche Einzelhandel und Logistik mitunter extrem hoher Druck laste, entspanne sich das Verhältnis dagegen gerade auf den oberen Ebenen sehr. Zufriedenheit, Streiks und Skandale hin oder her, letztlich scheinen die nur bestimmten Mitarbeitern zugestandenen guten Arbeitsbedingungen dem Kaufdrang der Kunden letztlich nicht zu mindern.
Im Millward-Brown-Ranking 2020 der 100 wertvollsten Marken lag Amazon mit einem Markenwert von rund 415,9 Milliarden US-Dollar auf dem ersten Platz. Auch einem Ranking der umsatzstärksten Online-Versandhändler in Deutschland belegte Amazon im Jahr 2019 den ersten Platz. Seit November 2017 steht Konsumenten in Deutschland der Dienst Amazon Prime zur Verfügung. Zu den Vorteilen einer Amazon-Prime-Mitgliedschaft zählen unter anderem, dass Prime-Kunden gegen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag viele ihrer Bestellungen ohne zusätzliche Kosten bereits am nächsten Tag ausgeliefert werden könne oder dass Prime-Kunden unbegrenzt Zugriff auf Filme und Serienepisoden sowie Musik erhalten. Nach einer PwC-Umfrage unter Amazon-Prime-Mitgliedern in Deutschland gaben 81 Prozent der Befragten an, dass der Hauptgrund für die Inanspruchnahme dieses Dienstes die Möglichkeit der kostenlosen und unlimitierten Lieferung sei.
Im Februar 2020 verkündete Jeff Bezos überraschend, die Geschäftsführung an Andy Jassy, den Leiter von Amazon Drive, abtreten zu wollen. Bezos versicherte im gleichen Atemzug jedoch auch, dass er sich nicht gänzlich aus dem Unternehmen zurückziehen, sondern als Gremiumsvorsitz weiterhin an den Geschicken des Konzerns teilhaben werde.

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir helfen gerne.
Statista Locations
Kontakt Jens Weitemeyer
Jens Weitemeyer
Customer Relations

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (CET)

Kontakt Hadley Ward
Hadley Ward
Sales Manager– Kontakt (Vereinigte Staaten)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)

Kontakt Ziyan Zhang
Ziyan Zhang
Customer Relations– Kontakt (Asien)

Mo - Fr, 11:30 - 22:00 Uhr (IST)

Kontakt Kisara Mizuno
Kisara Mizuno
Customer Success Manager– Kontakt (Asien)

Mon - Fri, 9:30am - 5:30pm (JST)

Kontakt Lodovica Biagi
Lodovica Biagi
Director of Operations– Kontakt (Europa)

Mo - Fr, 9:30 - 17:00 Uhr (GMT)

Kontakt Catalina Rodriguez
Catalina Rodriguez
Key Account Manager - LAC– Kontakt (Lateinamerika)

Mo - Fr, 9:00 - 18:00 Uhr (EST)