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Statistiken zu Feiertagen und Brauchtum in Deutschland

Feiertage und Sonntage sind in der Verfassung als „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ (Art. 139 WRV i. V. m. Art. 140 GG) gesichert. An gesetzlichen Feiertagen gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot (§ 9 ArbZG), wovon jedoch einige Berufsgruppen ausgenommen sind, wie Not- und Rettungsdienste, Feuerwehr, Krankenhäuser und Gaststätten (§ 10 ArbZG). Die Entscheidung über die gesetzlichen Feiertage fällt den einzelnen Bundesländern zu. Lediglich der Tag der Deutschen Einheit als Nationalfeiertag am 3. Oktober wurde durch den Bund gesetzlich festgelegt. Daneben sind acht weitere Feiertage in allen Bundesländern einheitlich geregelt: Neujahr (01.01) und Tag der Arbeit (01.05), sowie die kirchlichen Feiertage Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag sowie die beiden Weihnachtsfeiertage (25. und 26.12.).

Die Feiertage lassen sich zwischen beweglichen und unbeweglichen Feiertagen unterscheiden. Ein Feiertag wird als beweglich bezeichnet, wenn er nicht in jedem Jahr am gleichen Datum stattfindet. Bewegliche Feiertage haben fast immer einen Bezug zum Kirchenjahr und werden anhand des Osterdatums berechnet. Unbewegliche Feiertage sind Feiertage mit einem festen Datum, wie der Neujahrstag am 1. Januar. Im Jahr 2021 liegen etliche der unbeweglichen Feiertage auf Sonntagen, die eh schon als Feiertage gelten, weswegen von der Politik diskutiert wurde, diese verlorenen Feiertage nachzuholen.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland zwar vorne was die durchschnittliche Anzahl der Urlaubstage angeht, belegt jedoch einen der unteren Plätze, wenn es um die Anzahl der Feiertage geht.

Welche regionalen Unterschiede gibt es?

Innerhalb Deutschlands kommt es zu einer ungleichen Verteilung der Feiertage zwischen den Bundesländern, was schon häufig einen Anlass für Diskussionen bot. Die meisten Feiertage haben die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Saarland - nämlich 12. In den meisten Bundesländern wurden zehn Feiertage gesetzlich beschlossen, so zum Beispiel in Hamburg, Berlin und Niedersachsen. Neben den neun bundeseinheitlichen Feiertagen wurden von sämtlichen Bundesländern weitere Feiertage festgelegt. Zum Beispiel ist der 6. Januar (Heilige Drei Könige) nur in drei von 16 Bundesländern ein Feiertag. Und lediglich im Stadtstaat Berlin gilt seit 2019 der Weltfrauentag als ein gesetzlich anerkannter Feiertag.

Neben den regionalen Unterschieden bei der Feiertagsregelung gibt es einige regionale Besonderheiten, auch innerhalb der Bundesländer:
Zusätzlich zu den Feiertagen sind in den Feiertagsgesetze einzelner Länder stille Tage/stille Feiertage vorgesehen. An diesen Tagen gibt es besondere Einschränkungen, die jedoch nicht bundeseinheitlich geregelt sind. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Tanzverbot an Karfreitag. Eine weitere Besonderheit stellen bestimmte festliche Ereignisse dar, die in manchen Regionen stattfinden und zu denen eventuell die Arbeit ruht oder eingeschränkt ist. Diese Tage werden als „unechte Feiertage“ oder „Brauchtumstage“ bezeichnet, da sie zuvor durch kein Gesetz festgelegt wurden. Beispiele für solche Tage sind: Karneval/Fasching (Weiberfastnacht, Rosenmontag, Fastnacht, Elfter im Elften) sowie Volksfeste (z.B. Maimarktdienstag in Mannheim). Dazu zählen ebenfalls die „halben Feiertage“ - nämlich der Heiligabend (24.12.) und Silvester (31.12.).

Wie werden die Feiertage verbracht?

Feiertage bieten häufig eine Gelegenheit mit der Familie zusammenzukommen. Vor allem Weihnachten ist ein Fest der Familie. Bei der Hälfte der Deutschen involviert die Pläne für Weihnachten einen Familienbesuch, aber auch das gegenseitige Beschenken und ein besonderes Weihnachtsessen dürfen nicht fehlen. Auch Feiertage rund um Ostern bieten eine willkommene Auszeit und werden gerne im Kreis der Familie verbracht. Ein weiterer Brauch zu Ostern ist das Suchen und Verstecken von Ostereiern, sowie das Verschenken von Schokolade und Ostergeschenken. Währenddessen gab etwa ein Viertel der Deutschen an, dass sie zu Ostern keine Bräuche pflegen.

Während die Weihnachts- und Osterfeiertage mit Geschenken, Festessen und der Familie gefeiert werden, gibt es Feiertage wie den Weltfrauentag (auch Feministischer Kampftag genannt), die als Anlass genommen werden, um für Gleichberechtigung der Frauen zu demonstrieren und auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Feiertage und Brauchtum in Deutschland" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Weihnachten und Silvester

Ostern

Brauchtümer: Volksfeste und Karneval

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 44 Statistiken aus dem Thema "Feiertage und Brauchtum in Deutschland".

Feiertage und Brauchtum in Deutschland

Dossier zum Thema

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Statistiken zu Feiertagen und Brauchtum in Deutschland

Feiertage und Sonntage sind in der Verfassung als „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ (Art. 139 WRV i. V. m. Art. 140 GG) gesichert. An gesetzlichen Feiertagen gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot (§ 9 ArbZG), wovon jedoch einige Berufsgruppen ausgenommen sind, wie Not- und Rettungsdienste, Feuerwehr, Krankenhäuser und Gaststätten (§ 10 ArbZG). Die Entscheidung über die gesetzlichen Feiertage fällt den einzelnen Bundesländern zu. Lediglich der Tag der Deutschen Einheit als Nationalfeiertag am 3. Oktober wurde durch den Bund gesetzlich festgelegt. Daneben sind acht weitere Feiertage in allen Bundesländern einheitlich geregelt: Neujahr (01.01) und Tag der Arbeit (01.05), sowie die kirchlichen Feiertage Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag sowie die beiden Weihnachtsfeiertage (25. und 26.12.).

Die Feiertage lassen sich zwischen beweglichen und unbeweglichen Feiertagen unterscheiden. Ein Feiertag wird als beweglich bezeichnet, wenn er nicht in jedem Jahr am gleichen Datum stattfindet. Bewegliche Feiertage haben fast immer einen Bezug zum Kirchenjahr und werden anhand des Osterdatums berechnet. Unbewegliche Feiertage sind Feiertage mit einem festen Datum, wie der Neujahrstag am 1. Januar. Im Jahr 2021 liegen etliche der unbeweglichen Feiertage auf Sonntagen, die eh schon als Feiertage gelten, weswegen von der Politik diskutiert wurde, diese verlorenen Feiertage nachzuholen.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland zwar vorne was die durchschnittliche Anzahl der Urlaubstage angeht, belegt jedoch einen der unteren Plätze, wenn es um die Anzahl der Feiertage geht.

Welche regionalen Unterschiede gibt es?

Innerhalb Deutschlands kommt es zu einer ungleichen Verteilung der Feiertage zwischen den Bundesländern, was schon häufig einen Anlass für Diskussionen bot. Die meisten Feiertage haben die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Saarland - nämlich 12. In den meisten Bundesländern wurden zehn Feiertage gesetzlich beschlossen, so zum Beispiel in Hamburg, Berlin und Niedersachsen. Neben den neun bundeseinheitlichen Feiertagen wurden von sämtlichen Bundesländern weitere Feiertage festgelegt. Zum Beispiel ist der 6. Januar (Heilige Drei Könige) nur in drei von 16 Bundesländern ein Feiertag. Und lediglich im Stadtstaat Berlin gilt seit 2019 der Weltfrauentag als ein gesetzlich anerkannter Feiertag.

Neben den regionalen Unterschieden bei der Feiertagsregelung gibt es einige regionale Besonderheiten, auch innerhalb der Bundesländer:
Zusätzlich zu den Feiertagen sind in den Feiertagsgesetze einzelner Länder stille Tage/stille Feiertage vorgesehen. An diesen Tagen gibt es besondere Einschränkungen, die jedoch nicht bundeseinheitlich geregelt sind. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Tanzverbot an Karfreitag. Eine weitere Besonderheit stellen bestimmte festliche Ereignisse dar, die in manchen Regionen stattfinden und zu denen eventuell die Arbeit ruht oder eingeschränkt ist. Diese Tage werden als „unechte Feiertage“ oder „Brauchtumstage“ bezeichnet, da sie zuvor durch kein Gesetz festgelegt wurden. Beispiele für solche Tage sind: Karneval/Fasching (Weiberfastnacht, Rosenmontag, Fastnacht, Elfter im Elften) sowie Volksfeste (z.B. Maimarktdienstag in Mannheim). Dazu zählen ebenfalls die „halben Feiertage“ - nämlich der Heiligabend (24.12.) und Silvester (31.12.).

Wie werden die Feiertage verbracht?

Feiertage bieten häufig eine Gelegenheit mit der Familie zusammenzukommen. Vor allem Weihnachten ist ein Fest der Familie. Bei der Hälfte der Deutschen involviert die Pläne für Weihnachten einen Familienbesuch, aber auch das gegenseitige Beschenken und ein besonderes Weihnachtsessen dürfen nicht fehlen. Auch Feiertage rund um Ostern bieten eine willkommene Auszeit und werden gerne im Kreis der Familie verbracht. Ein weiterer Brauch zu Ostern ist das Suchen und Verstecken von Ostereiern, sowie das Verschenken von Schokolade und Ostergeschenken. Währenddessen gab etwa ein Viertel der Deutschen an, dass sie zu Ostern keine Bräuche pflegen.

Während die Weihnachts- und Osterfeiertage mit Geschenken, Festessen und der Familie gefeiert werden, gibt es Feiertage wie den Weltfrauentag (auch Feministischer Kampftag genannt), die als Anlass genommen werden, um für Gleichberechtigung der Frauen zu demonstrieren und auf die Missstände aufmerksam zu machen.

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