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Statistiken zum Karneval und Fasten in Deutschland

Der Karneval oder - je nach Region - auch Fasching, Fas(t)nacht oder fünfte Jahreszeit genannt, wird traditionell in der Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit gefeiert. Höhepunkt der Session sind die sechs feuchtfröhlichen und ausschweifenden Tage des Feierns, die alljährlich an Altweiber (Donnerstag vor dem Aschermittwoch) beginnen und am Aschermittwoch enden. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und dauert bis zum Ostersamstag an. Während Fasten vor allem früher sehr streng ausgelegt wurde, gibt es heute keine konkreten Regeln mehr und es kann selbst entschieden werden, in welchem Rahmen das Fasten stattfindet - sei es der Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fernsehen. Laut einer Umfrage der DAK hat rund die Hälfte der Frauen in Deutschland schon öfters für mehrere Wochen auf ein Genussmittel verzichtet.

Die Bedeutung des Karnevals

In Deutschland gelten vor allem die Städte Köln („Alaaf!“), Düsseldorf und Mainz („Helau!“) als Hochburgen des Karnevals und locken jährlich Hunderttausende Tourist:innen an, welche gemeinsam mit den Einheimischen die tollen Tage zelebrieren. Während der Karneval aufgrund der Corona-Pandemie für das Jahr 2021 abgesagt werden musste, ist das Feiern im Jahr 2022 für Geimpfte und Genesene in sogenannten „Brauchtumszonen“ erlaubt. Doch nicht nur die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, insbesondere die Gastronomie, das Hotelgewerbe und den Einzelhandel, freuen sich über die Erlaubnis.
Die Umsätze in der Faschingszeit sind enorm: Allein in Köln werden jedes Jahr schätzungsweise rund 600 Millionen Euro in Folge des Närrischen Treibens eingenommen. Das meiste Geld wird dabei in der Gastronomie und mit dem Verzehr von Speisen und Getränken erwirtschaftet.
Laut einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) war für das Jahr 2021 aufgrund der coronabedingten Absage mit Umsatzeinbußen in Höhe von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro gerechnet worden. Davon entfielen schätzungsweise rund 660 Millionen Euro auf den Bereich Gastronomie und Verzehr.

Wie wird Karneval gefeiert?

Gefeiert wird der Karneval ganz unterschiedlich, setzt sich in der Regel aber aus vielseitigen Veranstaltungen, die an den verschiedenen Tagen des Karnevals stattfinden und von den jeweiligen Karnevalsvereinen oder einem Festkomitee bzw. Festausschuss organisiert werden. Eines haben die Veranstaltungen an Karneval aber trotz regionaler Unterschiede dennoch gemein: Der Alkohol fließt in rauen Mengen und die Stimmung ist entsprechend ausgelassen und oft ungehemmt. Besonders Singles kommen bei so viel Flirtlaune und Feierstimmung voll auf ihre Kosten. Nicht verwunderlich also, dass eine Umfrage von Elite-Partner ergeben hat, dass Karnevalszeit auch Flirtzeit bedeutet. Nichtsdestotrotz bleibt ein Seitensprung für Paare auch an Karneval ein Vertrauensbruch. Rund drei Viertel der befragten Deutschen gaben 2018 an, dass man auch an Karneval nicht mit anderen anbandeln sollte, wenn man in einer Beziehung ist.

Neben Weiberfastnacht und so genannten Karnevalssitzungen, zu denen beispielsweise auch die Prunksitzung gehört, gibt es als Höhepunkt am Rosenmontag alljährlich den großen Straßenumzug. Hier werden auf aufwendig gestalteten Festwagen traditionell neben Konfetti auch Kamelle und andere Süßigkeiten von den Narren und Närrinnen in die Menge geworfen. Im Jahr 2020 werden laut dem Festkomitee Kölner Karneval über 200 Fest-/ Prunk-/ Persiflagewagen über einen Zeitraum von etwa 3,5 Stunden durch die Stadt ziehen und dabei rund 300 Tonnen Süßigkeiten an junge und alte Karnevalisten verteilen.
Beim Karneval scheiden sich die Geister. Eine Umfrage ergab, dass sich die Karneval-Gegner:innen vor allem an zugemüllten Straßen und Menschenmassen stören. Das Müllaufkommen des Rosenmontagsumzug belief sich im Jahr 2020 auf eine erstaunliche Menge von 420 Kubikmetern.

Welche Kostüme sind beliebt?

Nichtsdestotrotz ist und bleibt Karneval für viele eine der wenigen Möglichkeiten, um einmal im Jahr mit der gewöhnlichen Ordnung des Alltags zu brechen und den Spaß und die Freude am Miteinander in den Vordergrund zu stellen. Wer Karneval feiert, sollte auf jeden Fall auch eine Bereitschaft zum Verkleiden mitbringen. Laut einer Umfrage von Statista und YouGov zum Thema Karneval planen rund ein Viertel der Befragten 11 bis 20 Euro für ihr Karnevalskostüm auszugeben. Im Ranking der beliebtesten Verkleidungen konnte sich der Pirat im Jahr 2019 den Spitzenplatz sichern. Auch Tierkostüme und Verkleidungen als Märchenfiguren erfreuen sich großer Beliebtheit.

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