Statistiken zum Gesundheitswesen in der Schweiz

Die Kosten des Schweizer Gesundheitswesen steigen in den letzten Jahren stetig an und lagen im Jahr 2018 bei rund 81,89 Milliarden Schweizer Franken. Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist aufgrund seiner Struktur zwischen Privatwirtschaft und Staat stark zersplittert. Auf einem reglementierten Markt agieren private Krankenversicherer. Leistungserbringer wie beispielsweise Ärzte sind sowohl privat als auch staatlich organisiert. Darüber hinaus liegt die Gesundheitsversorgung zwar in kantonaler Hand, wird jedoch durch bestimmte gesetzliche Dinge auf nationaler Ebene geregelt. Der Anteil der Kosten am Bruttoinlandsprodukt belief sich im Jahr 2018 auf 11,9 Prozent.

Der Schweizer Pharmamarkt wuchs in den letzten Jahren stetig. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz mit Pharmaprodukten in der Schweiz rund 6,14 Milliarden Schweizer Franken. Dieses Wachstum konnte bei relativ konstantem Arzneimittelabsatz generiert werden. Zu den Profiteuren dieser Umsatzsteigerung zählt auch die Schweizer Pharmaindustrie. Schweizer Apotheken haben den größten Anteil an dem Absatz der Arzneimittel. Von den Insgesamt 186,8 Millionen abgesetzten Medikamentenpackungen wurden 121,6 Millionen in Apotheken abgesetzt. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Apotheken in der Schweiz stetig an und lag 2018 bei 1.806. Damit kommt die Schweiz auf eine Apothekendichte von durchschnittlich 21. Dies sagt aus, dass 21 Apotheken auf 100.000 Einwohner kamen.

Die Schweizer Krankenversicherung (KVG) besteht aus einer obligatorischen Grundversicherung (OKP) und einer freiwilligen Zusatzversicherung. In der OKP sind alle in der Schweiz wohnenden Personen Pflichtmitglieder. Derzeit gibt es 57 total anerkannte Krankenversicherer. Die Zahl ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 1990 lag die Zahl der Krankenversicherer noch bei 246. Die Krankenversicherungen werden ausschließlich durch die Beiträge der Versicherten finanziert. Eine Arbeitgeberbeteiligung, wie beispielsweise in Deutschland gibt es in der Schweiz nicht. Im Krankheitsfall müssen Patienten die Kosten bis zu 300 Franken jährlich selber tragen. Diese Beteiligung wird auch Franchise genannt, welche auch freiwillig auf bis zu 2500 Franken erhöht werden kann. Mit einer freiwilligen Erhöhung der Franchise haben die Versicherten die Möglichkeit ihre individuelle Kopfpauschale zu reduzieren.

Wie in dem Großteil anderer Industriestaaten steigt auch in der Schweiz die Lebenserwartung der Bevölkerung. Aktuell liegt die Lebenserwartung von Frauen in der Schweiz bei 85,4 Jahren und bei Männern bei 81,7 Jahren. Für das Jahr 2045 wird eine Lebenserwartung für Frauen von 89,37 und bei Männern von 86,17 Jahren prognostiziert. Die häufigste Todesursache von Frauen und Männern in der Schweiz waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefolgt von Krebskrankheiten. Je nach Geschlecht variiert der jährliche Mittelwert der Krebserkrankungen nach Krebsart deutlich. Brustkrebs war im Jahr 2016 die häufigste Krebsart an denen Frauen neu erkrankten. Die häufigste Krebsart bei Männern war mit 6.098 Fällen Prostata Krebs.

Die Kosten von Schweizer Krankenhäusern steigen in den letzten Jahren an, trotz einer sinkenden Anzahl an Krankenhäusern auf 281 im Jahr 2018. Mit der Zahl der Krankenhäuser sank ebenfalls die Zahl der verfügbaren Betten. Im Jahr 2018 ging die Zahl um rund 300 Betten zurück, die Gesamtzahl lag nun bei 37.956. Ebenso wie die verfügbaren Betten ist auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Krankenhäusern im Vergleich zu 2017 rückläufig und liegt aktuell bei 8 Tagen. In den zurückliegenden 20 Jahren verkürzte sich die Dauer des Krankenhausaufenthalts von 13,7 Tagen (1998) auf 8 Tage (2018).
In der Schweiz stieg die Zahl der berufstätigen Ärzte in den letzten Jahren kontinuierlich. Gab es im Jahr 2008 noch weniger als 30.000 Ärzte, arbeiteten im Jahr 2019 fast 37.900 Ärzte in der Schweiz. Dadurch stieg entsprechend die Versorgungsdichte und die durchschnittliche Zahl der Einwohner pro medizinischem Fachpersonal sank. 2008 kamen noch etwa 510 Einwohner auf einen Arzt im ambulanten Sektor, diese Zahl verringerte sich auf 456 Personen im Jahr 2016.
Die Zahl der Alters- und Pflegeheime in der Schweiz war in den letzten Jahren nahezu konstant. Trotz der konstanten Alters- und Pflegeheime steigt die Zahl der Plätze in diesen Einrichtungen und lag 2018 bei fast 100.000. Im selben Jahr gab es insgesamt etwa 162.200 Pflegebedürftige in den Pflegeheimen der Schweiz.
In der ambulanten Pflege gibt es eine etwas andere Entwicklung, hier erhöhte sich sowohl die Zahl der Pflegedienste als auch der Pflegebedürftigen, seit 2011 wuchs die Zahl der Klienten in der ambulanten Pflege um rund 116.000 auf insgesamt knapp 367.400 im Jahr 2018.



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