Statistiken zum Thema Piraterie in der Seefahrt

Unter Piraterie oder Seeräuberei wird die Ausübung von Gewalttaten, Eigentumsdelikten oder Freiheitsberaubungen mittels eines Seefahrzeuges verstanden. Unter anderem fehlende wirtschaftliche Perspektiven, Umweltzerstörungen und schwache Regierungen gelten als Ursachen für Piraterie. Die Anzahl der weltweiten Piratenüberfälle nahm seit dem Jahr 2006 jährlich zu und erreichte in dem Jahr 2010 mit 445 registrierten Überfällen ihren Höhepunkt. In den Folgejahren war die Anzahl von Piratenüberfällen meist rückläufig und lag im Jahr 2021 bei 132 Fällen (63 weniger als im Vorjahr).



Sinkende Anzahl Piratenüberfälle

Die in den letzten Jahren tendenziell sinkenden Übergriffszahlen sind unter anderem auf die Intensivierung von Anti-Piraten-Einsätzen, beispielsweise durch Marinestreitkräfte von Staaten der Europäischen Union im Rahmen der Operation Atalanta vor dem Horn von Afrika und im Seegebiet vor der somalischen Küste, zurückzuführen. Die Operation Atalanta wurde im Jahr 2008 beschlossen und im Jahr 2021 vorerst bis Ende April 2022 verlängert. Wurden im Jahr 2011 noch 237 Angriffe auf Handelsschiffe vor der Küste Somalias registriert, ereigneten sich im Jahr 2018 nur zwei Angriffe auf Handelsschiffe und in den Jahren 2019 bis 2021 null. Die Region, in der weltweit Seepiraten im Jahr 2021 am aktivsten waren, war die Straße von Singapur, wo sich im genannten Zeitraum insgesamt 35 Piratenangriffe auf Seeschiffe ereigneten. Die Anzahl der Piratenangriffe im Golf von Guinea stieg 2020 auf 82 Stück. Im Jahr 2021 ging sie jedoch stark zurück und lag nur noch bei 34, was unter anderem an der Präsenz internationaler Marineschiffe lag.

Am häufigsten betroffene Schiffstypen

2020 wurden weltweit Produktentanker am häufigsten durch Piraten angegriffen. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 53 Angriffe auf Produktentanker registriert. Weitere Schiffstypen, die gehäuft angegriffen wurden, waren Massengut- und Containerschiffe. Der Einsatz von Schusswaffen ist dabei seit dem Jahr 2011 tendenziell stark gesunken. Wurden im Jahr 2011 noch 245 Piratenangriffe mit Hilfe von Schusswaffen durchgeführt, lag die Anzahl im Jahr 2021 nur noch bei 34. Im Jahr 2021 wurden am häufigsten Schiffe griechischer Reeder attackiert. 27 Übergriffe wurden in diesem Jahr auf Schiffe von Reedereien aus Singapur gezählt, vor Schiffen singapurischer Reeder, welche 2021 in 23 Fällen Opfer von Piratenangriffen wurden.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Piraterie in der Seefahrt" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Piratenangriffe nach Regionen

Kosten der Piraterie

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 23 Statistiken aus dem Thema "Piraterie in der Seefahrt".

Piraterie in der Seefahrt

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Statistiken zum Thema Piraterie in der Seefahrt

Unter Piraterie oder Seeräuberei wird die Ausübung von Gewalttaten, Eigentumsdelikten oder Freiheitsberaubungen mittels eines Seefahrzeuges verstanden. Unter anderem fehlende wirtschaftliche Perspektiven, Umweltzerstörungen und schwache Regierungen gelten als Ursachen für Piraterie. Die Anzahl der weltweiten Piratenüberfälle nahm seit dem Jahr 2006 jährlich zu und erreichte in dem Jahr 2010 mit 445 registrierten Überfällen ihren Höhepunkt. In den Folgejahren war die Anzahl von Piratenüberfällen meist rückläufig und lag im Jahr 2021 bei 132 Fällen (63 weniger als im Vorjahr).



Sinkende Anzahl Piratenüberfälle

Die in den letzten Jahren tendenziell sinkenden Übergriffszahlen sind unter anderem auf die Intensivierung von Anti-Piraten-Einsätzen, beispielsweise durch Marinestreitkräfte von Staaten der Europäischen Union im Rahmen der Operation Atalanta vor dem Horn von Afrika und im Seegebiet vor der somalischen Küste, zurückzuführen. Die Operation Atalanta wurde im Jahr 2008 beschlossen und im Jahr 2021 vorerst bis Ende April 2022 verlängert. Wurden im Jahr 2011 noch 237 Angriffe auf Handelsschiffe vor der Küste Somalias registriert, ereigneten sich im Jahr 2018 nur zwei Angriffe auf Handelsschiffe und in den Jahren 2019 bis 2021 null. Die Region, in der weltweit Seepiraten im Jahr 2021 am aktivsten waren, war die Straße von Singapur, wo sich im genannten Zeitraum insgesamt 35 Piratenangriffe auf Seeschiffe ereigneten. Die Anzahl der Piratenangriffe im Golf von Guinea stieg 2020 auf 82 Stück. Im Jahr 2021 ging sie jedoch stark zurück und lag nur noch bei 34, was unter anderem an der Präsenz internationaler Marineschiffe lag.

Am häufigsten betroffene Schiffstypen

2020 wurden weltweit Produktentanker am häufigsten durch Piraten angegriffen. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 53 Angriffe auf Produktentanker registriert. Weitere Schiffstypen, die gehäuft angegriffen wurden, waren Massengut- und Containerschiffe. Der Einsatz von Schusswaffen ist dabei seit dem Jahr 2011 tendenziell stark gesunken. Wurden im Jahr 2011 noch 245 Piratenangriffe mit Hilfe von Schusswaffen durchgeführt, lag die Anzahl im Jahr 2021 nur noch bei 34. Im Jahr 2021 wurden am häufigsten Schiffe griechischer Reeder attackiert. 27 Übergriffe wurden in diesem Jahr auf Schiffe von Reedereien aus Singapur gezählt, vor Schiffen singapurischer Reeder, welche 2021 in 23 Fällen Opfer von Piratenangriffen wurden.

Interessante Statistiken

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