US-Wahl 2016: Alle Fakten und Daten

Fakten und Daten zur US-Wahl

Die USA hat gewählt. Neuer Präsident der USA wird der Republikaner Donald Trump. Auf dieser Seite und im Statista-Dossier zur US-Wahl finden Sie Statistiken und Fakten zur Wahlbeteiligung in den USA, den Wahlergebnissen, dem Wahlverhalten der Wähler und weiteren Themen rund um die Wahl in den USA.


Am 08. November 2016 fand die 58. Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika statt. An diesem Tag wurden durch die wählende Bevölkerung die Wahlmänner bestimmt, die am 18. Dezember 2016 in einer formalen Wahl den neuen US-Präsidenten wählen werden. Wahlsieger ist der Republikaner Donald Trump, der mehr als die erforderliche Anzahl an Wahlmännern erreichte. Obwohl Trump mehr Wahlmänner für sich gewinnen konnte, hat Hillary Clinton mehr Wählerstimmen erhalten. Dies ist relativ selten und kam das letzte Mal bei der US-Wahl im Jahr 2000 vor, als sich George W. Bush nur denkbar knapp gegen Al Gore durchsetzte.

Donald Trump konnte vor allem bei den Männern in den USA viele Stimmen sammeln: 53 Prozent der männlichen US-Wähler gaben Trump ihre Stimme. Hingegen stimmten 54 Prozent der Frauen für Hillary Clinton. Auch beim Wahlverhalten der Wähler nach Altersgruppen zeigen sich deutliche Unterschiede. Während Clinton vor allem von den Jüngeren gewählt wurde, punktete Trump bei den älteren Wählern ab 40 Jahren. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Wahlverhalten nach Einkommen der Wähler: Trump erreichte mehr Stimmen bei Wählern mit einem Einkommen ab 50.000 US-Dollar, bei den Wählern mit geringeren Einkommen lag Clinton deutlich vor Trump. Zudem lässt sich festhalten, dass Donald Trump eher von Wählern ohne Hochschulabschluss Stimmen erhielt, Personen mit einem Hochschulabschluss wählten in der Mehrheit Hillary Clinton. Starke Unterschiede im Wahlverhalten zeigten sich auch bei Wählern aus städtischen und ländlichen Gebieten. Während Clinton fast 60 Prozent bei der städtischen Bevölkerung erreichte, holte Trump mehr als 60 Prozent bei der ländlichen Bevölkerung.
Obwohl es auch bis kurz vor Schluss noch viele unentschlossene Wähler gab, haben sich die meisten Wähler bereits vor September auf einen Präsidentschaftskandidaten festgelegt (siehe die Statistik zum Zeitpunkt der Wahlentscheidung).

Neben dem Präsidenten wurden am 08. November ebenfalls das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt. Das Repräsentantenhaus und der Senat sind die beiden Kammern des US-Kongresses. Donald Trump wird anders als Barack Obama nicht mit einer Blockadepolitik des US-Kongresses rechnen müssen. Sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus gibt es eine Mehrheit für Republikaner.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl nach Anzahl der Wahlmänner
Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl nach Anzahl der Wählerstimmen
Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl nach Anteil der Wählerstimmen
Sitzverteilung im Repräsentantenhaus
Sitzverteilung im Senat

Ein Wahlsieg Trumps wurde von den Meinungsforschungsinstituten nicht vorausgesehen, in den Umfragen lag Clinton meist vor Trump. Allerdings wurden in vielen Bundesstaaten in den letzten Wochen vor der Wahl keine aktuellen Daten mehr erhoben, zudem lässt es das Wahlsystem wie weiter oben bereits erwähnt zu, dass der Kandidat oder die Kandidatin zwar mehr Wählerstimmen erhalten kann, aber dennoch die Wahl nicht gewinnt. Dies ist möglich, da in den meisten Bundesstaaten der Gewinner alle Wahlmännerstimmen erhält und diese nicht nach Wahlstimmenanteilen aufgeteilt werden.

Nachdem Hillary Clinton die Vorwahlen der Demokraten und Donald Trump die Vorwahlen der Republikaner für sich entschieden hatten, wurden beide bei den Nominierungsparteitagen der Parteien im Juli 2016 offiziell von den Delegierten der Parteien zu den Präsidentschaftskandidaten gewählt.
Der Wahlkampf rief großes Interesse in der Bevölkerung hervor. Die Zahl der Zuschauer bei der ersten TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump im US-Fernsehen am 26. September 2016 lag bei über 84 Millionen. Das zweite TV-Duell sahen über 66,5 Millionen Zuschauer, das dritte über 71,5 Millionen.
Bezüglich der eingeworbenen Wahlkampfspenden hatte Hillary Clinton die Nase deutlich vorne, sie sammelte bis Ende Oktober 2016 mit mehr als 687 Millionen US-Dollar mehr als das doppelte an Mitteln für den Wahlkampf ein. Entsprechend waren auch die Ausgaben für die Wahlkampagne Clintons deutlich höher. Insgesamt werden für die Wahlkämpfe in den USA, verglichen mit den entsprechenden Ausgaben in anderen Ländern, immens hohe Summen ausgegeben.

Hätte die deutsche Bevölkerung über den Wahlausgang entscheiden, wäre es eine eindeutige Angelegenheit für die demokratische Kandidatin Hillary Clinton. Für sie stimmten in den letzten Umfragen 90 Prozent der Befragten. Fast 80 Prozent hingegen fanden es schlecht, wenn Donald Trump neuer Präsident der USA wird. In einer im Oktober 2016 durchgeführten Umfrage zeigten sich die Befragten zudem sehr besorgt über die Auswirkungen eines Wahlsieges von Trump auf die Beziehungen zwischen der EU und den USA. Eine überwiegende Mehrheit befürchtete eine teils deutliche Verschlechterung der außenpolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen.
In einer nach der Wahl in Deutschland durchgeführten Umfrage glaubten über 80 Prozent der Befragten, dass Donald Trump die Gesellschaft weiter spalten wir. Zudem war eine Mehrheit der Meinung, dass Trump nur wenig von seinen Wahlversprechen halten wird. Dennoch meinte eine Mehrheit, dass die Bundesregierung nun offen auf Trump zugehen sollte. Während mehr als die Hälfte erwarteten, dass sich das Verhältnis zwischen den USA und Deutschland bzw. zwischen den USA und der EU zukünftig verschlechtern wird, glaubte eine Mehrheit, dass sich das amerikanisch-russische Verhältnis nun eher verbessern wird.

Weitere detaillierte Informationen zur US-Wahl 2016 und zu den vorherigen Wahlen finden sie im zugehörigen Statista-Dossier.


Bei der Präsidentenwahl am 06. November 2012 in den Vereinigten Staaten von Amerika ist der vorherige Amtsinhaber Barack Obama wiedergewählt worden. Nach Auszählung aller 50 Bundesstaaten erreichte Obama mit 332 Wahlmännerstimmen mehr als die für die Wahl erforderlichen 270 Wahlmänner.
Besonders in den sogenannten „Swing States“, den Staaten mit vielen Wechselwählern, hat sich Obama gegen den Herausforderer Mitt Romney durchgesetzt. So gewann Obama im besonders umkämpften Bundesstaat Ohio, genau wie in Florida, Virginia, Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und im größten Staat Kalifornien.
Nach Auszählung der Bundesstaaten hatte Barack Obama rund 65,9 Millionen Wählerstimmen erhalten. Sein Herausforderer Mitt Romney kam auf ca. 60,9 Millionen Stimmen. Dies entsprach einem Stimmenanteil von 51,06 Prozent für Obama und 47,21 Prozent für Romney. Somit betrug der Vorsprung des Präsidenten auf seinen Herausforderer bei dieser Wahl 3,9 Prozentpunkte.
Der Wahlkampf 2012 war einer der teuersten der US-Geschichte. Insgesamt wurden zu der US-Präsidentschaftswahl mehr als 1,35 Milliarden US-Dollar an Spendengeldern eingenommen und rund 1,34 Milliarden US-Dollar wieder ausgegeben.

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