Bei Schulen und Straßen gibt es in Deutschlands Städten, Gemeinden und Kreisen einen besonders großen Investitionsbedarf. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des aktuellen KfW-Kommunalpanels (PDF-Download). Demzufolge nehmen die Kommunen bei Schulen einen Investitionsrückstand von rund 68 Milliarden Euro wahr, bei Straßen einen Rückstand von rund 53 Milliarden Euro. An dritter Stelle folgt mit rund 20 Milliarden Euro Rückstand der Brand und Katastrophenschutz. Ebenfalls im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich ist der Befragung zufolge der Investitionsrückstand bei Verwaltungsgebäuden, Sporteinrichtungen und Kitas.
Die Investitionsrückstände in beiden größten Defizit-Bereichen sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen – bei den Straßen um 5,1 Mrd. EUR und bei den Schulen sogar um 13,1 Mrd. EUR. Der starke Anstieg bei den Schulgebäuden könnte laut Quelle mit dem gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Jahr 2026 für Kinder im Grundschulalter zusammenhängen. Je näher der Einführungsstichtag rücke, desto größer werde in den Kommunen möglicherweise das Bewusstsein für die dafür notwendigen, aber noch ausstehenden Investitionen.
Denkbare Ursachen für den starken Anstieg um 3,6 Mrd. EUR im Bereich Brand- und Katastrophenschutz dürften laut Kommunalpanel die veränderten Bewertungen der Relevanz öffentlicher Sicherheit nach der Corona-Pandemie, dem Beginn des Krieges in der Ukraine und den verschiedenen Extremwetterereignissen der vergangenen Jahre sein.





















