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Statistiken zu Menstruation, Hygieneprodukten und Periodenarmut

Die Menstruation oder Monatsblutung ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter mit Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut. Sie dauert durchschnittlich vier bis fünf Tagen und wird umgangssprachlich auch als Periode bezeichnet. Die erste Menstruation (Menarche) und die letzte Menstruation (Menopause) markieren den Beginn (Geschlechtsreife) und das Ende der körperlich fruchtbaren Zeit im Leben einer Frau bzw. eines weiblichen Körpers.

Welche Produkte werden genutzt?

Hinsichtlich der Produkte gibt es eine große Auswahl: Von Einmalprodukten wie Tampons, Binden und Slipeinlagen bis hin zu wiederverwendbaren Produkten wie Menstruationstassen, Mehrfach-Binden und Menstruationsunterwäsche. Eine unbekanntere Methode ist das sogenannte Free Bleeding. Free Bleeding bzw. die freie Menstruation basiert darauf, keine Produkte zu benutzen, die das Blut während der Periode im Körper halten oder auffangen.
Die Mehrheit der Menstruierenden nutzen nach wie vor Einmalprodukte, besonders beliebt ist die Nutzung von Tampons während der Blutung. Dabei sind o.b., always und Carefree die beliebtesten Marken bei Monatshygiene, neben den Produkten von Handelsmarken. Jedoch können es sich immer mehr Personen vorstellen, wiederverwendbare Produkte zu nutzen oder eine Kombination aus mehreren Produkten je nach Stärke der Blutung.
Die Menstruationstasse hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative zum Tampon entwickelt. Menstruationstassen sind wiederverwendbare, plastikfreie Monatshygieneartikel aus Silikon oder Gummi. Eine Menstruationstasse ist ein kelchähnliches Produkt, das zum Auffangen des Menstruationssekrets in die Vagina eingeführt wird, während Tampons und Binden die Flüssigkeit aufsaugen. Aber auch Menstruationsunterwäsche erfreut sich wachsender Beliebtheit. Periodenunterwäsche, Periodenslip oder auch Period Panty genannt, ist eine dichte, mehrschichtige Unterhose, die das Blut aufsaugt, sodass während der Menstruation keine weiteren Produkte genutzt werden müssen. Vorteile sind dabei die Müll- sowie mittelfristige Kostenreduzierung, da ein einmaliger Anschaffungspreis entsteht und keine laufenden Kosten.

Kosten und Periodenarmut

Menstruierende Personen geben im Jahr einiges an Geld für Hygieneartikel aus. Um sie bei den Kosten für Periodenprodukte zu entlasten, wurde in Deutschland die angesetzte Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr auf sieben Prozent gesenkt. Eine Befreiung von der Umsatzsteuer, so wie in England und Irland, blieb allerdings aus. Neben Deutschland gehören unter anderem auch Polen und Frankreich zu den Ländern mit reduziertem Steuersatz für Periodenprodukte.
Doch Periodenarmut ist nach wie vor ein Problem. In Deutschland sind vor allem Menschen betroffen, die von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld ll leben oder keinen festen Wohnsitz haben. Betroffene haben während der Monatsblutung keine Möglichkeit, sich mit den notwendigen Hygieneartikeln auszustatten. Der fehlende Zugang zu Menstruationsprodukten führt zu gesellschaftlichem Ausschluss, psychischen Problemen sowie gesundheitlichen Schäden. Ein Lösungsansatz ist die kostenlose Bereitstellung von Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten, wie in Schulen, Universitäten und Ämtern. Auf diese Forderung erfolgte ein medialer Aufschrei: Vor allem Männer äußerten sich in den sozialen Medien negativ und hämisch zu diesem Vorschlag. Diese Reaktionen spiegeln den Wissensstand und die Einstellungen der Gesellschaft gegenüber dem Thema Menstruation deutlich wider.

Menstruationsbeschwerden

Die Menstruation ist nicht nur teuer, sondern vor allem auch schmerzhaft. Die häufigsten Menstruationsbeschwerden, die vor und während der Periode auftreten, sind Bauchschmerzen. Außerdem leiden viele Menstruierende am Prämenstruellen Syndrom (PMS), wobei es vor dem Eintreten der Regelblutung zu psychischen und physischen Beschwerden kommt: Häufige Symptome sind Unterleibs- und Kopfschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten sowie Stimmungsschwankungen und Traurigkeit. Trotz dieser Schmerzen gehen Menstruierende meist dennoch zur Arbeit und wenn nicht, dann unter Angabe eines anderen Grundes. Laut einer Umfrage der Erdbeerwoche aus August 2020 haben nur rund 11 Prozent der Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, ein Gespräch mit ihren Vorgesetzten über Perioden-Beschwerden geführt. Um Tabuisierung und Stigmatisierung aufzuheben und es den "Betroffenen" einfacher zu machen, verkündete ein Unternehmen in Indien im Jahr 2020, dass künftig alle menstruierenden Arbeitnehmer:innen 10 Tage pro Jahr „Menstruationsurlaub“ einreichen können.

Tabuisierung in der Gesellschaft

Das Thema Menstruation wird von vielen noch als Tabu angesehen – dabei menstruiert etwa die Hälfte der Weltbevölkerung rund 40 Jahre lang einmal im Monat. Am 28.5. ist der Menstrual Hygiene Day (Weltmenstruationstag), um die Sichtbarkeit der Thematik zu erhöhen und bestehende Tabus zu brechen. In der Gesellschaft wird die Menstruation als etwas Negatives angesehen und ist mit Scham und Makel belegt. Viele finden die Periode eher peinlich oder eklig, weswegen sie häufig umschrieben und verschwiegen wird. Daher ist die Periode neben Schmerzen und Kosten, zudem mit Scham und Stress verbunden. Die Hälfte der Frauen in Deutschland fühlt sich während der Periode in sozialen Situationen unwohl. Die Scham vor der eigenen Periode wird als Menstruationsshaming bezeichnet. Es ist die Angst davor, dass andere Personen die eigene Menstruation wahrnehmen, und das Tabu, mit anderen Menschen offen darüber zu reden. Menstruierende reden am ehesten mit ihren Freundinnen, ihrer Mutter oder ihrer Frauenärztin über die Periode. Männer sind eher selten Gesprächspartner.

Doch die Gesellschaft macht langsam Fortschritte: Hersteller von Monatshygiene machen erstmals Werbung mit roter statt blauer Flüssigkeit, das Thema Menstruation wird in den Medien besprochen, Bloggerinnen informieren über Endometriose und machen Werbung für Periodenunterwäsche. Dennoch ist noch ein weiter Weg zu beschreiten bis die Menstruation endlich als das angenommen wird, was sie ist - etwas ganz Normales.

Interessante Statistiken

In den folgenden 3 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 17 Statistiken aus dem Thema "Menstruation".

Menstruation

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Statistiken zu Menstruation, Hygieneprodukten und Periodenarmut

Die Menstruation oder Monatsblutung ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter mit Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut. Sie dauert durchschnittlich vier bis fünf Tagen und wird umgangssprachlich auch als Periode bezeichnet. Die erste Menstruation (Menarche) und die letzte Menstruation (Menopause) markieren den Beginn (Geschlechtsreife) und das Ende der körperlich fruchtbaren Zeit im Leben einer Frau bzw. eines weiblichen Körpers.

Welche Produkte werden genutzt?

Hinsichtlich der Produkte gibt es eine große Auswahl: Von Einmalprodukten wie Tampons, Binden und Slipeinlagen bis hin zu wiederverwendbaren Produkten wie Menstruationstassen, Mehrfach-Binden und Menstruationsunterwäsche. Eine unbekanntere Methode ist das sogenannte Free Bleeding. Free Bleeding bzw. die freie Menstruation basiert darauf, keine Produkte zu benutzen, die das Blut während der Periode im Körper halten oder auffangen.
Die Mehrheit der Menstruierenden nutzen nach wie vor Einmalprodukte, besonders beliebt ist die Nutzung von Tampons während der Blutung. Dabei sind o.b., always und Carefree die beliebtesten Marken bei Monatshygiene, neben den Produkten von Handelsmarken. Jedoch können es sich immer mehr Personen vorstellen, wiederverwendbare Produkte zu nutzen oder eine Kombination aus mehreren Produkten je nach Stärke der Blutung.
Die Menstruationstasse hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Alternative zum Tampon entwickelt. Menstruationstassen sind wiederverwendbare, plastikfreie Monatshygieneartikel aus Silikon oder Gummi. Eine Menstruationstasse ist ein kelchähnliches Produkt, das zum Auffangen des Menstruationssekrets in die Vagina eingeführt wird, während Tampons und Binden die Flüssigkeit aufsaugen. Aber auch Menstruationsunterwäsche erfreut sich wachsender Beliebtheit. Periodenunterwäsche, Periodenslip oder auch Period Panty genannt, ist eine dichte, mehrschichtige Unterhose, die das Blut aufsaugt, sodass während der Menstruation keine weiteren Produkte genutzt werden müssen. Vorteile sind dabei die Müll- sowie mittelfristige Kostenreduzierung, da ein einmaliger Anschaffungspreis entsteht und keine laufenden Kosten.

Kosten und Periodenarmut

Menstruierende Personen geben im Jahr einiges an Geld für Hygieneartikel aus. Um sie bei den Kosten für Periodenprodukte zu entlasten, wurde in Deutschland die angesetzte Mehrwertsteuer im vergangenen Jahr auf sieben Prozent gesenkt. Eine Befreiung von der Umsatzsteuer, so wie in England und Irland, blieb allerdings aus. Neben Deutschland gehören unter anderem auch Polen und Frankreich zu den Ländern mit reduziertem Steuersatz für Periodenprodukte.
Doch Periodenarmut ist nach wie vor ein Problem. In Deutschland sind vor allem Menschen betroffen, die von Grundsicherung oder Arbeitslosengeld ll leben oder keinen festen Wohnsitz haben. Betroffene haben während der Monatsblutung keine Möglichkeit, sich mit den notwendigen Hygieneartikeln auszustatten. Der fehlende Zugang zu Menstruationsprodukten führt zu gesellschaftlichem Ausschluss, psychischen Problemen sowie gesundheitlichen Schäden. Ein Lösungsansatz ist die kostenlose Bereitstellung von Hygieneartikel auf öffentlichen Toiletten, wie in Schulen, Universitäten und Ämtern. Auf diese Forderung erfolgte ein medialer Aufschrei: Vor allem Männer äußerten sich in den sozialen Medien negativ und hämisch zu diesem Vorschlag. Diese Reaktionen spiegeln den Wissensstand und die Einstellungen der Gesellschaft gegenüber dem Thema Menstruation deutlich wider.

Menstruationsbeschwerden

Die Menstruation ist nicht nur teuer, sondern vor allem auch schmerzhaft. Die häufigsten Menstruationsbeschwerden, die vor und während der Periode auftreten, sind Bauchschmerzen. Außerdem leiden viele Menstruierende am Prämenstruellen Syndrom (PMS), wobei es vor dem Eintreten der Regelblutung zu psychischen und physischen Beschwerden kommt: Häufige Symptome sind Unterleibs- und Kopfschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten sowie Stimmungsschwankungen und Traurigkeit. Trotz dieser Schmerzen gehen Menstruierende meist dennoch zur Arbeit und wenn nicht, dann unter Angabe eines anderen Grundes. Laut einer Umfrage der Erdbeerwoche aus August 2020 haben nur rund 11 Prozent der Frauen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, ein Gespräch mit ihren Vorgesetzten über Perioden-Beschwerden geführt. Um Tabuisierung und Stigmatisierung aufzuheben und es den "Betroffenen" einfacher zu machen, verkündete ein Unternehmen in Indien im Jahr 2020, dass künftig alle menstruierenden Arbeitnehmer:innen 10 Tage pro Jahr „Menstruationsurlaub“ einreichen können.

Tabuisierung in der Gesellschaft

Das Thema Menstruation wird von vielen noch als Tabu angesehen – dabei menstruiert etwa die Hälfte der Weltbevölkerung rund 40 Jahre lang einmal im Monat. Am 28.5. ist der Menstrual Hygiene Day (Weltmenstruationstag), um die Sichtbarkeit der Thematik zu erhöhen und bestehende Tabus zu brechen. In der Gesellschaft wird die Menstruation als etwas Negatives angesehen und ist mit Scham und Makel belegt. Viele finden die Periode eher peinlich oder eklig, weswegen sie häufig umschrieben und verschwiegen wird. Daher ist die Periode neben Schmerzen und Kosten, zudem mit Scham und Stress verbunden. Die Hälfte der Frauen in Deutschland fühlt sich während der Periode in sozialen Situationen unwohl. Die Scham vor der eigenen Periode wird als Menstruationsshaming bezeichnet. Es ist die Angst davor, dass andere Personen die eigene Menstruation wahrnehmen, und das Tabu, mit anderen Menschen offen darüber zu reden. Menstruierende reden am ehesten mit ihren Freundinnen, ihrer Mutter oder ihrer Frauenärztin über die Periode. Männer sind eher selten Gesprächspartner.

Doch die Gesellschaft macht langsam Fortschritte: Hersteller von Monatshygiene machen erstmals Werbung mit roter statt blauer Flüssigkeit, das Thema Menstruation wird in den Medien besprochen, Bloggerinnen informieren über Endometriose und machen Werbung für Periodenunterwäsche. Dennoch ist noch ein weiter Weg zu beschreiten bis die Menstruation endlich als das angenommen wird, was sie ist - etwas ganz Normales.

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