Statistiken zu autonomen Fahrzeugen

Veröffentlicht von Andreas Ahlswede, 20.09.2019
Auto-mobiles - zu deutsch: Die Selbstbeweglichen. Ein Name, der lange Zeit weder zu Pkw noch anderen Kraftfahrzeugen so richtig zu passen schien, da zwar mit der Zeit die Zugtiere im modernen Verkehr entbehrlich wurden, der Fahrer selbst allerdings nicht.
Das könnte sich jedoch, gerade auch in Deutschland, bald flächendeckend ändern. Denn in dem kleinen niederbayrischen Ort Bad Birnach konnten und können die Bewohner seit Oktober 2017 erstmals testen, was in Paris oder Venedig bereits seit längerem bekannt ist: Der People Mover, ein autonom fahrender Kleinbus zur Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs. Nach positiven Ergebnissen wurde die Strecke des kleinen, ca. 8 km/h schnellen Gefährts mit Platz für etwa zehn Fahrgäste im August des darauf folgenden Jahres verdoppelt. Darüber hinaus sind längst andernorts wie etwa im beschaulichen Wusterhausen im Nordwesten Brandenburgs oder aber auf dem Gelände der Berliner Charités Anschaffung und Ausbau kleinerer Flotten geplant oder seit Monaten im Gange. Vollkommen ohne Begleitpersonen geht jedoch auch hier noch nichts.

Insgesamt haben sich autonome bzw. automatisierte Fahrzeuge bereits seit Jahren auch in die privaten Haushalte geschlichen. Systeme wie Spurhalter, Einparkhilfen oder Tempomaten sind längst kein Fremdwort mehr bei Ausstattung moderner Pkw und bilden nach Angaben des ADAC die erste Stufe auf dem Weg zum selbst fahrenden Automobil. So waren im Jahr 2018 knapp über 70 Prozent der zum damaligen Zeitpunkt erworbenen Neuwagen und etwa 50 Prozent der Gebrauchtwagen mit einem Tempomaten ausgestattet.
Als zweite Stufe autonomer Fahrzeuge sehen sowohl der Automobil Club als auch weitere Experten Überhol- oder eigenständig eingreifende Notbrems-Assistenten, wie sie viele Hersteller seit Jahren anbieten. Zweifelhaft bleibt hierbei jedoch zumeist die Zuverlässigkeit der angebotenen Systeme. So konnten Anfang 2019 gerade bei Konfrontation mit Fußgängern und Radfahrern lediglich drei Fahrzeugmodelle Testwerte von über 90 Prozent erreichen. Dementsprechend groß war die Zurückhaltung seitens der Bundesregierung bei der Zulassung der eigenständigeren Fahrzeuge der Stufe drei, die dem Fahrer durch zusätzliche Funktionen wie etwa Stau-Assistenz oder selbstständigem Beschleunigen, gestatten sich zumindest für kürzere Zeiträume vom Verkehr ab und anderen Tätigkeiten zu zu wenden.
Doch auch in der Bevölkerung ist das Vertrauen in fahrerlose Autos noch nicht überall verortet. Einer Umfrage aus dem Jahr 2019 zufolge rief der Gedanke an fahrerlose Autos allein in Deutschland bei rund 30 Prozent der Befragten eher negative Emotionen hervor; international assoziierten etwa 48 Prozent aller Teilnehmer diese Fahrzeuge gar mit Angst.

Eine rein temporäre Empfindung? Vermutlich, da die gleichen Befragten zum Erhebungszeitpunkt ebenfalls angaben, sich, wenn auch nicht heute, zumindest in zehn Jahren durchaus vorstellen zu können ein autonomes Fahrzeug einem herkömmlichen vorzuziehen. Das noch ausstehende Vertrauen gründete demnach nicht auf dem Konzept selbst, sondern auf der Technologie anfänglicher Ausführungen.

Als Hersteller dieser künftigen Automobile konnte man sich in der Bundesrepublik im März 2019 vor allem Tesla, BMW und Mercedes vorstellen, die neben zunehmend weiteren Konzernen tatsächlich seit Jahren an der Entwicklung eines vollautomatisierten Fahrzeugs arbeiten. So erhöhten sich in den Jahren 2014 bis 2018 weltweit die Investments im Gebiet Software und Intelligenz autonomer Automobile um mehr als das Zehnfache; rund 460 Millionen US-Dollar gab dabei beispielsweise allein der junge Personenbeförderungsdienstleister Uber im Jahr 2018 für Forschungs-und Entwicklungskosten in diesem Bereich aus.

Zu den wichtigsten Ländermärkten für die Verbreitung autonomer Fahrzeuge zählen laut einem Index von Roland Berger Deutschland, die USA und auch Schweden. Nach Prognosen von Experten sollen im Jahr 2035 weltweit fast 50 Millionen autonome Fahrzeuge produziert werden. Der größte Anteil entfällt dabei auf die Volumenfahrzeuge.

Wann und in welchem Ausmaß fahrerlose Fahrzeuge letztlich deutsche Straßen erobern werden, bleibt offen. Fest steht, dass - neben Skepsis gegenüber der Technik - vielen auch aus einem deutlich simpleren, ungefährlicheren Grund bislang die Akzeptanz autonomer Autos unmöglich erscheint: der Freude an eigenständigen Entscheidungen hinterm Steuer.

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