Statistiken zur Bevölkerung in der Schweiz

Die Bevölkerungszahl der Schweiz betrug Ende 2016 rund 8,4 Millionen Einwohner; dies war ein Wachstum von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Kanton mit den meisten Einwohnern ist Zürich (ca. 1,5 Millionen), am wenigsten Menschen leben in Appenzell Innerrhoden (rund 16.000). Zürich ist mit rund 402.650 Einwohnern in der Kernstadt auch die mit Abstand größte Stadt in der Schweiz, dahinter folgen Genf (198.900 Einwohner) und Basel (170.970 Einwohner). In Basel-Stadt herrscht mit etwa 5.190 Einwohnern pro Quadratkilometer die höchste Bevölkerungsdichte aller Kantone. Der Landesdurchschnitt liegt bei 208 Einwohnern pro Quadratkilometer; am dünnsten besiedelt ist Graubünden mit circa 28 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Im Jahr 2016 wurden in der Schweiz rund 85.650 Kinder geboren, dem standen circa 64.590 Todesfälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war also positiv. Die Fertilitätsrate bzw. Geburtenziffer, d.h. die durchschnittliche Anzahl der lebendgeborenen Kinder, die eine Frau während ihres gebärfähigen Alters voraussichtlich zur Welt bringt, ging 2016 nach Jahren des Anstiegs leicht auf 1,51 Kinder je Frau zurück. Demografisch betrachtet befindet sie sich damit auf einem recht niedrigen Niveau: Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass erst bei einer Kinderzahl von 2,1 Kindern je Frau die natürliche Bevölkerungsentwicklung (ohne Berücksichtigung von Ein- und Auswanderung) langfristig stabil bleibt. Bei der Geburt ihrer Kinder sind Mütter in der Schweiz durchschnittlich 31,9 Jahre alt.

Entscheidend für das Bevölkerungswachstum der Schweiz in den letzten Jahren war vor allem die Zuwanderung. Allein im Jahr 2016 wanderten rund 192.660 Menschen in die Schweiz ein, dem standen lediglich circa 117.240 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss von 75.420 Personen. Die konstant hohe Netto-Zuwanderung schlägt sich auch in der Bevölkerungsstruktur nieder: Insgesamt hatten 2015 in der Schweiz 35,9 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; 24,6 Prozent waren Ausländer. Beide Werte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Migranten- und Ausländeranteil jeweils in Genf klar am höchsten und in Bern (Migranten) bzw. Appenzell Innerrhoden (Ausländer) am niedrigsten. Die größten Ausländergruppen waren Ende 2015 Italiener (311.740), Deutsche (300.690) und Portugiesen (267.470).

Wie in vielen anderen Industrieländern lässt sich auch in der Schweiz ein demografischer Wandel hin zu einer älteren Bevölkerung feststellen. Ein Aspekt dieser Veränderung sind die bereits erwähnten geringen Geburtenraten, ein anderer ist die Lebenserwartung. Diese lag im Jahr 2015 für neugeborene Männer bei 80,7 Jahren und für Frauen bei 84,9 Jahren. Damit hat die Schweiz eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit, und sie wird künftig voraussichtlich weiter ansteigen. Im Ergebnis ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung bis 2015 auf 42 Jahre gestiegen - 2005 hatte es noch 40,7 Jahre betragen. So zeigt sich dann auch in der Altersstruktur der letzten Jahre ein Rückgang der jüngeren (unter 20 Jahre) und ein Zuwachs der älteren (ab 65 Jahre) Bevölkerungsgruppe. Sowohl das Durchschnittsalter als auch der Bevölkerungsanteil der Senioren werden laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen.

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