Statistiken zur Bevölkerung in der Schweiz

Die Bevölkerungszahl der Schweiz betrug Ende 2017 rund 8,5 Millionen Einwohner; dies war ein Wachstum von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Kanton mit den meisten Einwohnern ist Zürich (ca. 1,5 Millionen), am wenigsten Menschen leben in Appenzell Innerrhoden (rund 16.110). Zürich ist mit rund 409.240 Einwohnern in der Kernstadt auch die mit Abstand größte Stadt in der Schweiz, dahinter folgen Genf (200.550 Einwohner) und Basel (171.510 Einwohner). In Basel-Stadt herrscht mit etwa 5.250 Einwohnern pro Quadratkilometer die höchste Bevölkerungsdichte aller Kantone. Der Landesdurchschnitt liegt bei 212 Einwohnern pro Quadratkilometer; am dünnsten besiedelt ist Graubünden mit circa 28 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz rund 87.380 Kinder geboren, dem standen circa 66.970 Todesfälle gegenüber. Die Geburtenbilanz war also positiv. Die Fertilitätsrate bzw. Geburtenziffer, d.h. die durchschnittliche Anzahl der lebendgeborenen Kinder, die eine Frau während ihres gebärfähigen Alters voraussichtlich zur Welt bringt, ging 2017 nach Jahren des Anstiegs leicht auf 1,52 Kinder je Frau zurück. Demografisch betrachtet befindet sie sich damit auf einem recht niedrigen Niveau: Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass erst bei einer Kinderzahl von 2,1 Kindern je Frau die natürliche Bevölkerungsentwicklung (ohne Berücksichtigung von Ein- und Auswanderung) langfristig stabil bleibt. Bei der Geburt ihrer Kinder sind Mütter in der Schweiz durchschnittlich 31,9 Jahre alt.

Entscheidend für das Bevölkerungswachstum der Schweiz in den letzten Jahren war vor allem die Zuwanderung. Im Jahr 2017 wanderten rund 170.950 Menschen in die Schweiz ein, dem standen circa 125.000 Auswanderer gegenüber. Unterm Strich blieb also ein Wanderungsüberschuss von etwa 45.950 Personen, der allerdings gegenüber den Vorjahren, die noch stärker von der Flüchtlingskrise geprägt waren, wieder deutlich zurückging. Die konstante Netto-Zuwanderung schlägt sich auch in der Bevölkerungsstruktur nieder: Insgesamt hatten 2016 in der Schweiz 36,8 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund; 25 Prozent waren Ausländer. Beide Werte sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dabei bestehen allerdings große regionale Unterschiede: So ist der Migranten- und Ausländeranteil jeweils in Genf klar am höchsten und in Bern (Migranten) bzw. Appenzell Innerrhoden (Ausländer) am niedrigsten. Die größten Ausländergruppen waren Ende 2017 Italiener (317.270), Deutsche (304.570) und Portugiesen (266.560).

Wie in vielen anderen Industrieländern lässt sich auch in der Schweiz ein demografischer Wandel hin zu einer älteren Bevölkerung feststellen. Ein Aspekt dieser Veränderung sind die bereits erwähnten geringen Geburtenraten, ein anderer ist die Lebenserwartung. Diese lag im Jahr 2017 für neugeborene Männer bei 81,4 Jahren und für Frauen bei 85,4 Jahren. Damit hat die Schweiz eine der höchsten Lebenserwartungen weltweit, und sie wird künftig voraussichtlich weiter ansteigen. Im Ergebnis ist das Durchschnittsalter der Bevölkerung bis 2017 auf 42,5 Jahre gestiegen - 2007 hatte es noch 41 Jahre betragen. So zeigt sich dann auch in der Altersstruktur der letzten Jahre ein Rückgang der jüngeren (unter 20 Jahre) und ein Zuwachs der älteren (ab 65 Jahre) Bevölkerungsgruppe. Sowohl das Durchschnittsalter als auch der Bevölkerungsanteil der Senioren werden laut Prognosen in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen.

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