Die Industrie verliert in Deutschland langsam an Bedeutung, während der Dienstleistungssektor seine dominierende Rolle in der deutschen Wirtschaft weiter ausbaut. So lag der Anteil des Dienstleistungssektors an der gesamten Bruttowertschöpfung im Jahr 1991 noch bei 62,2 Prozent – bis 2025 ist er auf 71,2 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum sinkt der Anteil der Industrie von 36,6 Prozent auf 27,8 Prozent. Das zeigt die Statista-Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts.
Über die Jahre zeigt sich damit ein klarer Strukturwandel: Bereits Anfang der 2000er Jahre überschreiten Dienstleistungen die Marke von 70 Prozent, während die Industrie kontinuierlich Anteile einbüßt. Die Land- und Forstwirtschaft bleibt mit rund einem Prozent weitgehend stabil und spielt gesamtwirtschaftlich nur eine untergeordnete Rolle.
Der Bedeutungszuwachs der Dienstleistungen spiegelt den Wandel hin zu einer wissens- und dienstleistungsorientierten Volkswirtschaft wider. Digitalisierung, demografische Veränderungen und die zunehmende Bedeutung von Gesundheits-, Finanz- und IT-Diensten treiben diese Entwicklung voran. Gleichzeitig könnte der sinkende Industrieanteil langfristig Fragen zur Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland aufwerfen.



















