Donald Trumps Aussage beim Weltwirtschaftsforum in Davos, China baue keine Windkraftanlagen, widerspricht der Datenlage deutlich. 2024 hatte China mit rund 521.000 Megawatt (MW) die mit Abstand größte installierte Windleistung weltweit; davon knapp 479.000 MW an Land und gut 41.800 MW auf See. Dahinter folgen die USA mit etwa 154.300 MW fast nur Onshore, sowie Deutschland mit rund 72.800 MW und einem nennenswerten Offshore‑Anteil von gut 9.000 MW. Indien, Brasilien, Frankreich und Kanada setzen fast nur auf Onshore, während das Vereinigte Königreich mit etwa gleich viel Onshore‑ wie Offshore‑Leistung zu den wichtigsten Offshore‑Standorten zählt.
Die Zahlen stehen für einen weltweiten Rekordzubau im Jahr 2024: global kamen rund 117 Gigawatt (GW) neue Windkraft hinzu, die Gesamtleistung stieg auf über 1,1 TW (Terrawatt). China treibt diesen Ausbau mit ambitionierten Zielen, staatlicher Förderung und schnell wachsendem Strombedarf besonders stark voran und stellt fast die Hälfte der globalen Kapazität. Auch USA, Deutschland, Indien und Brasilien bauen ihre Windkraft aus, um fossile Kraftwerke zu ersetzen und Klimaziele zu erreichen.
Gleichwohl: Aktuell wird der Großteil der Energie in China über fossile Brennstoffe bereitgestellt. Von den knapp 160 verbrauchten Exajoule an Primärenergie, entfielen rund 88 Exajoule auf Kohle. Bei der Energieerzeugung spielt Kohle sogar eine noch größere Rolle: Rund 71 Prozent der erzeugten Energie entfielen auf Kohle - das entspricht rund 94.000 Petajoule. Wind, Solar, Biokraftstoffe und Wasserkraft waren derweil weniger relevant; insgesamt rund 17.000 Petajoule Energie wurden durch diese Energieträger gewonnen.





















