In den Ranglisten internationaler Indizes zu den Themen Demokratie, Korruption sowie Presse- und Internetfreiheit schneidet der Iran jeweils sehr schlecht ab und belegt nur hintere Plätze. Dies veranschaulicht, wie stark die Menschen- und Grundrechte im Iran eingeschränkt sind. Das zeigt der Überblick von Statista auf Basis der jeweiligen Indizes. So liegt der Iran im World Press Freedom Index 2025 (PDF-Download) auf Rang 176 von 180 und damit fast am Ende der Rangliste, was auf extrem eingeschränkte Pressefreiheit hinweist. Dieser Index vergleicht, wie frei Journalistinnen, Medienhäuser und Online‑Akteure in 180 Ländern arbeiten können, und bewertet unter anderem politischen Druck auf Medien, rechtliche Einschränkungen sowie die Sicherheit von Medienschaffenden.
Im Democracy Index 2024 (PDF-Download) steht der Iran auf Platz 154 von 167 Staaten, was ihn als autoritäres System einordnet. Der Democracy Index misst anhand von 60 Indikatoren die Qualität von Wahlen, Funktionsweise der Regierung, politische Teilhabe, politische Kultur und bürgerliche Freiheiten und fasst sie in einem Gesamtscore für den Zustand der Demokratie zusammen. Im Corruption Perception Index 2024 erreicht Iran Rang 151 von 180 und gehört damit zu den Ländern mit einer sehr hohen wahrgenommenen Korruption im öffentlichen Sektor. Der CPI erfasst, wie stark Korruption unter Politikerinnen und Beamten wahrgenommen wird, indem er Experteneinschätzungen und Unternehmensbefragungen zu Bestechung, Machtmissbrauch und Veruntreuung öffentlicher Mittel bündelt.
Im Global Peace Index 2025 (PDF-Download) liegt der Iran auf Rang 142 von 163 Staaten und zählt damit zu den weniger friedlichen Ländern der Welt. Der Index bewertet mit 23 Indikatoren das Ausmaß von Gewalt und Konflikten, darunter gesellschaftliche Sicherheit, laufende Konflikte und Militarisierung. Im Fragile States Index 2024 steht der Iran auf Platz 136 von 179 und gilt somit als deutlich strukturell fragil. Dieser Index misst die Anfälligkeit eines Staates für Krisen anhand politischer Stabilität, gesellschaftlichem Zusammenhalt, wirtschaftlichem Druck und staatlicher Leistungsfähigkeit. In der Studie Freedom on the Net 2025 (PDF-Download) belegt der Iran Rang 70 von 72 Ländern und gehört zu den Staaten mit der geringsten Internetfreiheit. Freedom on the Net bewertet Zugang zum Netz, Einschränkung von Online‑Inhalten und Verletzungen von Nutzerrechten wie Überwachung oder willkürliche Verhaftungen.





















