Statistiken zum Thema Demokratie und Rechtsstaat

Der Begriff Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie Volksherrschaft. Doch besitzt nicht gleich jedes Land, das sich als Demokratie bezeichnet, eine demokratische Grundordnung. Selbst in der griechischen Antike, im Gründungsort und zur Gründungszeit des Demokratiebegriffes, bedeutete die Herrschaft des Volkes nicht eine Herrschaft von Jedem. Denn Frauen und auch Sklaven zur damaligen Zeit, zählten nicht zum mitbestimmenden Volk des antiken Griechenlands.

In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gelten deshalb bestimmte Prinzipien, ernannt und überwacht von der höchsten rechtlichen Instanz in Deutschland – dem Bundesverfassungsgericht – die eine freiheitliche Demokratie gewährleisten sollen. Zu ihnen zählen unter anderem die im Deutschen Grundgesetz verankerten Menschenrechte, aber auch Persönlichkeitsrechte oder Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit.
Bei der BRD handelt es sich um einen republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaat, was wiederum bedeutet, dass sich auch der Staat stets an das Gesetz halten muss. Im Grundgesetz ist festgelegt, dass die Gerichte des Staates unabhängig sind und dass innerhalb des Staates eine Gewaltenteilung vorherrscht. Eine Gewaltenteilung insofern, als dass vom Prinzip her eine ausführende (Exekutive), eine rechtssprechende (Judikative) und eine gesetzgebende (Legislative) Gewalt jeweils unabhängig voneinander im Staat bestehen muss.
Die staatlichen Elemente in Deutschland, wie Bundestag, -regierung und -verfassungsgericht werden dabei direkt oder indirekt vom Volk gewählt und genießen somit eine demokratische Legitimation. Ein demokratischer Rechtsstaat ist damit auch immer von der Partizipation seiner Bevölkerung abhängig.
Sozial ist ein Rechtsstaat, wenn er z.B. mit Ausgleichsleistungen (z.B. in Form von Sozialhilfe) auf soziale Missstände und Ungleichheiten reagiert, republikanisch wenn die staatliche Macht von keinem Monarchen, sondern vom Volk und dessen Wahlen ausgeht.
Als ältester, durchgehend demokratischer Staat gelten – trotz der europäischen Herkunft des Demokratiebegriffes – die Vereinten Staaten von Amerika. Die USA können auf 243 Jahre demokratische Geschichte zurückblicken.

Ein wichtiges Element der Demokratie ist aber auch die Pressefreiheit – diese Ansicht wird durch Männer und Frauen wie auch innerhalb unterschiedlicher Altersgruppen ähnlich stark vertreten. Als sehr große Gefahr für die deutsche Demokratie werden laut einer Befragung des ZDF-Politbarometers unter anderem Personen mit rechtsextremer Gesinnung angesehen.

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Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Demokratie, Rechtsstaat und Gewaltenteilung" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Zufriedenheit mit Demokratie und Rechtsstaat

Vertrauen in staatliche Instanzen

Gefahren für die Demokratie in Deutschland